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Thema: OOP in IEC61131-3

  1. #1
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    Hey Leute,

    habe hier im Forum noch nichts von ObjektOrientierterProgrammierung gelesen.

    Mit CoDeSys 3 ist es ja nun möglich und mit TwinCAT 3 soll es auch möglich sein.

    Ist die OOP-Erweiterung bereits genormt? Also eine Erweiterung der IEC61131-3? Habe mal was von der 61499 gelesen, weiß aber nicht, ob das die richtige Norm ist.

    Ich programmiere viel in Hochsprachen und auch Steuerungsapplikationen in ST. Daher finde ich die neuen Möglichkeiten sehr gut, da sie vieles für mich vereinfachen und ich denke auch, dass allgemein die Software-Qualität dadurch verbessert wird.

    Hat jemand von euch bereits Erfahrungen mit den neuen Möglichkeiten gemacht und kann sagen, wie Sinnvoll die umgesetzt wurden?
    Wie findet ihr die neuen Möglichkeiten zum Programmieren?
    Werdet ihr in Zukunft OOP Programmieren oder bei der sequentiellen Programmierung bleiben?
    Geändert von Neals (06.09.2009 um 23:32 Uhr)
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  2. #2
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    Hallo Neals,

    ich bin von 3S und gleichzeitig bin ich auch in der aktuellen Arbeitsgruppe für die zukünftige Version 3 der IEC 61131-3.
    Daher kann ich dir hier voll die Insider Information geben:
    1. Diese Änderungen sind (noch) nicht normiert! Es wird aktuell an einer neuen Version der 61131-3 gearbeitet und der aktuelle Entwurf sieht unserer Lösung ziemlich ähnlich. Klar ist jedenfalls: die nächste Version wird OO-Features haben, da sind sich alle Beteiligten einig. Und so richtig anders wie CoDeSys kann das nicht werden. Mit etwas Glück wird das 2010 fertig, das werde ich hier im Forum dann bekanntgeben. Aber das wird auch so nich
    2. 61499 ist was ganz anderes. Aber was genau, das habe ich selber noch nicht verstanden.
    3. Die Objektorientierte Programmierung spricht vor allem Leute wie Dich an, die Erfahrung mit Hochsprachen haben. Die werden sich schnell heimisch fühlen. Wer auch stark OO-Features nutzt, sind die Steuerungshersteller, die Bibliotheken entwickeln.
    Also man kann sagen, dass sich die CoDeSys V3 Nutzer in zwei Klassen aufteilen:
    - die die OO-Features exzessiv nutzen (und denen geht alles immer noch nicht weit genug)
    - die die OO-Features überhaupt nicht nutzen

    Bernhard

  3. #3
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    Ich finde, das sehr interessant aber wo kann man mehr erfahren?

    Ich habe über googeln nur das aus Russland gefunden:

    www.prolog-plc.ru/3s/uc_07/ucru07_oop.pdf

    Habe ja erstmal eine KGB Seite vermutet.
    Als Freelancer immer auf der Suche nach interessanten Projekten.
    Zitieren Zitieren Gibt es mehr füt die Fan Gemeinde?  

  4. #4
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    Ehrlich gesagt, weiß ich noch nicht so recht, was ich davon halten soll, muß mir halt auch mal die Zeit nehmen und das genauer ansehen. Aber was ich bisher generell von Informatikern zum Thema Steuerungen gesehen habe, war eher nicht so prickelnd, weil oft der technische Hintergrund von Maschinen, also das Verständnis der mechanischen Gegebenheiten und Limitierungen, bzw. der notwendigen techn. Umsetzung fehlte. Programmtechnisch ist das auch so eine Frage, denn OOP wird ja nicht selten eher Schlecht als Recht umgesetzt. Keine Ahnung, wie genau dann eine hohe Funktionssicherheit gewährleistet wird und wer später noch den Durchblick behält. Daher vermute ich mal, vorläufig wird die Mehrheit weiterhin im "alten" Stil Programmieren, solange sich nicht wirklich einen Notwendigkeit abzeichnet. Sicherlich ist es auch sehr Branchenabhängig, ob ein Umstieg sinnvoll ist.
    Gruß
    Ralle

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    Pietpinguin (27.10.2010)

  6. #5
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    OOP ist für alle gut, wenn es den Betrieb einer SPS nicht stört und das wird es nicht. Mir fallen auf Anhieb diverse Lösungen ein, die damit übersichtlicher zu realiseren werden (ich beziehe mich auf ST).

    Immer dann wenn gleiche Einheiten wie Pumpen, Regler, Nachrichten etc. vorkommen, ist OOP praktisch. Ein Beispiel, wäre eine Montrac-Einschienenbahn, wenn das was auf dem Wagen liegt verschiedene Zustände haben kann (Produktart, Teststatus etc) um dann verschiedene Prozesse dafür zu starten, je nach Status. Aber auch ein Drehtisch mit n Prozessen könnte ein Beispiel sein, wenn das Starten der Prozesse und die Übernahme von Statusmeldungen auf diese Weise einfach vereinheitlicht werden kann. Man muss zu allem dem nicht OOP benutzen. Ich finde es aber grundsätzlich übersichtlicher. Allerdings ein FB tut es in vielen Fällen auch.

  7. #6
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    @drfunfrock

    Ein Beispiel wäre da nicht schlecht, was genau ist denn bei OOP anders, als wenn ein FB eingesetzt wird?
    Gruß
    Ralle

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  8. #7
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    Hi


    Schau dir doch mal die 3S-Homepage an.

    http://www.3s-software.com/index.shtml?de_OOP
    Karl

  9. #8
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    Pfeil

    Das Beispiel von 3S ist doch wunderschön. Ein und derselbe Name für eine Methode, trotz da es verschiedene Antriebe sind. Selbiges kann man für Ventile, Messgeräte etc machen.

    Code:
    (* antrieb vererbt eigenschaften an Stepper und Servo *)
    (* Das Vererben sollte mit Interfaces nicht unbedingt notwendig sein. *)
    obj1 : Stepper;
    obj2 : Servo;
    objarr : ARRAY[1..2] OF antrieb := [obj1,obj2];
    
    BEGIN
        FOR i:=1 TO 2 DO
            objarr[i].Home();
        END_FOR;
    END;
    Das lässt sich auf alle Teile mit ähnlichen Funktionseigenschaften übertragen. Ob Prozesse, Maschinen, Wagen einer Transportbahn. Das ist denn auch das Ende von Funktionen, die global instanzierte FBs aufrufen oder eine Funktionssammlung die Antriebe steuern. Damit lässt sich dann immer so etwas wie antrieb.fahrzu(x,y) schreiben, anstatt ServoAntrieb_Fahrzu(x,y) und StepperMotor_Fahrzu(x,y). Es entfällt so manche SwitchCase konstruktion.
    Geändert von drfunfrock (04.12.2009 um 22:38 Uhr)

  10. Folgender Benutzer sagt Danke zu drfunfrock für den nützlichen Beitrag:

    Ralle (04.12.2009)

  11. #9
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    schaut mal unter http://stefanhenneken.wordpress.com. Dort findet ihr einige Beispiele und Erklärungen zu OOP mit CoDeSys V3.

  12. #10
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    Zitat Zitat von !name! Beitrag anzeigen
    schaut mal unter http://stefanhenneken.wordpress.com. Dort findet ihr einige Beispiele und Erklärungen zu OOP mit CoDeSys V3.
    Ja ja, das ist alles ganz nett, aber leider noch einige Jahre von der Verwendung entfernt (oder soll ich sagen Gott sei Dank???) Der alltäglich Kampf mit SPS, Hardware Software und Programmierern, die nicht so genau wissen, was sie da eigentlich tun und die Tatsache, daß auch die Instandhalter einer Firma in der Lage sein sollten einfache Fehler zu suchen oder Änderungen im Ablauf vorzunehmen, hat mich etwas "Neuerungsfeindlich" werden lassen. Vielleicht werde/bin ich auch einfach nur zu alt, um jede neue Idee von entwicklungs- /verkaufswütigen Kollegen zu bejubeln. Fakt ist, wenn ich heute ein Delphi- oder C#-Programm schreibe, weiß ich um die echten Interna kaum noch Bescheid. Wenn dann genau da etwas klemmt, ist man so ziemlich aufgeschmissen und das will ich in einer Industriesteuerung nicht haben, obwohl es sich heute schon nicht mehr vermeiden läßt, leider!
    Gruß
    Ralle

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