Zuviel Werbung? - > Hier kostenlos beim SPS-Forum registrieren

Seite 2 von 2 ErsteErste 12
Ergebnis 11 bis 17 von 17

Thema: Überspannungschutz in verteilung sinnvoll oder sinnfrei?

  1. #11
    Registriert seit
    22.03.2007
    Ort
    Detmold (im Lipperland)
    Beiträge
    11.728
    Danke
    398
    Erhielt 2.406 Danke für 2.002 Beiträge

    Standard


    Zuviel Werbung?
    -> Hier kostenlos registrieren
    Naja ... also Standard im Sinne von "es wird bei jedem Neubau (der Elektrik) automatisch mit eingebaut" ist es ganz sicher nicht.
    Es kostet immer extra.
    Ansonsten ... eine E-Verteilung (wenn nicht gleich mit einer gehörigen Weitsichtigkeit angelegt) ist doch immer zu klein ...

  2. #12
    Registriert seit
    17.07.2009
    Ort
    Am Rande der Ostalb
    Beiträge
    5.493
    Danke
    1.142
    Erhielt 1.243 Danke für 974 Beiträge

    Standard

    Musste bei einem Bekannten mal kräftig lachen:
    Er hatte überall Baumarkt Blitzschutzstecker dazwischen. Gab es ja günstig für 3,99€.
    Die tun es genauso wie meine teuren, denn es ist ja das GS-Zeichen drauf.
    Tja 2 Jahre später hab ich gelacht

    Sobald ich meine Verteilung neu mach, kommt auf jedenfall auch Überspannungsschutz von Dehn oder Phönix rein.
    Wenn man es richtig machen will, ist ein mehrstufiger Schutz sinnvoll.

    Wenn wir schon gerade bei dem Thema sind:
    Kann jemand einen Überspannungsschutz für den DSL-Anschluss und SAT empfehlen?

    Gruß
    Dieter

  3. #13
    Registriert seit
    13.01.2008
    Ort
    Attendorn
    Beiträge
    305
    Danke
    42
    Erhielt 61 Danke für 57 Beiträge

    Standard

    Zitat Zitat von Blockmove Beitrag anzeigen

    Wenn wir schon gerade bei dem Thema sind:
    Kann jemand einen Überspannungsschutz für den DSL-Anschluss und SAT empfehlen?

    Gruß
    Dieter
    Die Dehn Blitzductor Serie, den genauen Typ kannst du am besten anhand der Anwendung heraussuchen, Seite 9 im pdf:

    https://www.dehn.de/sites/default/fi...tzductorXT.pdf

    Für SAT-Anlagen:

    https://www.dehn.de/sites/default/fi...e_dehngate.pdf

    Gruß
    Timo
    chaos, panic and disorder - my work is done!

  4. Folgende 2 Benutzer sagen Danke zu TimoK für den nützlichen Beitrag:

    Blockmove (17.08.2015),de vliegende hollander (17.08.2015)

  5. #14
    Registriert seit
    13.12.2011
    Beiträge
    1.423
    Danke
    147
    Erhielt 161 Danke für 152 Beiträge

    Standard

    Hallo Timo,
    Zitat Zitat von TimoK Beitrag anzeigen
    Die Versicherungen greifen in der Regel auf Blitzortungssysteme wie das BLITS von Siemens zurück. Damit werden Deutschlandweit Blitze geortet und es kann recht genau bestimmt werden, ob bei dir in der Gegen ein Gewitter zu der Uhrzeit war oder nicht. Defekte Leiterbahnen können findige "Versicherungsinanspruchnehmer" auch mit anderen Mitteln hinbekommen, den Blitz vor der Haustür zu simulieren wird allerdings schwierig.
    Genau wegen dieser Manipulationsmöglichkeiten gab es Leute wie mich, zumindest so lange bis der Auftraggeber immer noch Geld von der Versicherung für die Prüfungen kassierte ich aber nichts mehr für meine Arbeit bekam , die sich die Geräte genauer angesehen haben. Das erfolgte auch für Sturz und Feuchtigkeitsschäden.

    Gruß

    Oliver

  6. #15
    Registriert seit
    30.08.2010
    Ort
    Östereich
    Beiträge
    1.458
    Danke
    503
    Erhielt 217 Danke für 192 Beiträge

    Standard

    !Viel Text!

    "Richtiger" Überspannungsschutz besteht aus einem Zonenkonzept.

    1. Äusserer Blitzschutz -> Blitzableitung bei direktem Einschlag. Im Bereich der Ableitungen entstehen heftigste Magnetfelder und die induzieren in Leiterschleifen (zB.: PC am Stromnetz und Eathernet) große Spannungen (Darum sollte die Gesamte Installation möglichst sternförmig und alle Leitungen zu einem Gerät mit relativ geringen Abständen verlegt werden, je kleiner die Fläche dieser Leiterschleifen desto geringer ist auch die induzierte Leistung in diese Schleife)

    2. Innerer Blitzschutz:
    Es erden mehrere Zonen definiert.
    Alles was in eine Zone reingeht oder rauskommt muss über entsprechende Ü-Ableiter gehen. (In Rechenzentren gibt es dafür normalerweise sogar räumlich getrennte Bereiche wo das untergebracht wird).
    Es gibt hier mehrere Probleme:
    - Spannungsspitzen mit sehr steilen Flanken (also meist von Blitzeinschlägen oder Schaltvorgängen im Netz) sind Voodo also HF Vorgänge und damit werden die Laufzeiten der Impulse interessant.
    Es ist daher auf den mechanischen Aufbau/Einbau der Komponenten muss Rücksicht genommen werden, kurze geradlienige Leitungsführungen, kurzer EMV mäßiger Anschluß der Erdungsleitung an möglichst großflächigen Erdungen, . . .
    - Nach den steilen Flanken folgen meist flache Abklingfasen, hier wird nun die Übertragene Energie interessant. Die Querschnitte der Leitungen müssen so bemessen werden das es nicht zum Verdampfen oder durch die hohe Temperatur verursachten Brände kommt.

    Sehen wir jetz mal ein optimales EFH an:
    1. Ausserer Blitzschutz mit entsprechender Fanganlage; Ableiter in deren Nähe im Innenbereich keine Leitungen (egal ob Strom, Daten, oder Wasser / Heizung) verlaufen (schon gar nicht parallel zur Ableitung); Erder (möglichst großflächig (es geht gar nicht darum einen besonders kleinen Erdungswiderstand zu erreichen sondern eher um eine Potentialsteuerung und damit dadurch das auftreten größerer Potentialdifferenzen im Haus)).
    2. Die Aussenwände so wie die oberste Geschossdecke bilden einen Faradyschen Käfig (zB Einbau Stahlbewehrungsgitter die großflächig untereinander verbunden sind)
    3. Alles was ins Haus kommt sollte möglichst auf kleinstem Raum reinkommen, Schirme, leitfähige Rohre, . . direkt beim Eintritt EMV gerecht auf kürzestem Weg an den Potentialausgleich (Der Hauptpotentialausgleich sollte also auch in diesem Bereich sein und eine möglichst direkte Verbindung zum Erder bzw Faradyschen Käfig haben)
    Hier sollten auch die Übergabekästen (Zählerverteiler, Telefon Klemmdose, KTV, . . ) mit dem jeweilgen Blitzstromtragfähigen Ü-Ableitern (Grobschutz) sitzen.
    Dieser Raum sollte zum rest des Hauses auch als separater Faradyscher Käfig ausgebildet sein (Kann auch durch metallischen Verteilerkasten realisert werden der EMV gerecht geerdet ist)
    Somit wäre die 1. Zone und der Grobschutz erledigt.
    4. Jetzt gehts in die Wohnbereiche:
    Alle Leitungen (Strom, daten, Telefon, KTV, Wasser, Heizung, . . .) sollten möglichst gemeinsam mit geringen Abständen verlegt werden.
    IM Vorraum, Gang, . . . (möglichst nicht an Aussenwänden sondern am besten in Gebäudemitte) sitzt jetzt dann die elektrische Unterverteilung, der Verteiler für die Fussbodenheizung, der Switch fürs Eathernet, . . .
    Durch die Parallelverlegung werden kleine Leiterschleifenflächen geschaffen und es kann keine große Leistung bei direkten Blitzeinschlägen induziert werden.
    In der UV gibt es jetz die nächsten Überspannungsableiter, auch für die Datenleitungen, TV, . . . Es muss ein entsprechender Potentialausgleichsanschluß der HV mäßig möglichst niederohmig vom Hauptpotentialausgleich kommt vorhanden sein.
    Somit haben wir die 2. Zone erledigt. Die Überspannung ist auf Werte begrenzt worden die normale Elektrogeräte mit nur einem Anschluß (Staubsauger, Telefon, Mikrowelle, Waschmaschienen, . . .) unbeschadet verkraften kann.
    5. Jetzt kommen die "empfindlichen" Geräte (Nachrichtenelektronik, PC, . . . .)
    Die Zuleitungen zu diesen Geräten (Strom, Daten, KTV, . . .) sollten wieder möglichst mit geringen Abständen und möglichst weit von den Blitstromableitungen entfernt verlegt werden, Näherungen zu Wassser/Heizung, Treppengeländern und anderen größeren Leitfähigen Teilen sollten vermieden werden.
    Direkt an der Anschlusstelle wird nun der Feinschutz verbaut (Steckdosenleisten die auch für die Datenleitungen einen Ü-Ableiter enthalten, Einzelsteckdosen für Strom und Daten mit jeweils Feinschutz (deren Erdanschluss muss aber EMV gemäß verbunden werden!), . . .
    Die Leitungen von der Anschlußdose zum Gerät sollten möglichst parallel liegen und keine Schleifen bilden.

    Wird das konsequent so errichtet, wird ein Einschlag beim Nachbarn oder ins Leitungsnetz zu 100% keine Schäden verursachen, direkte Einschläge werden mit ziehmlich hoher wahrscheinlichkeit keine Schäden verursachen (Ü-Ableiter oder Sicherungen können natürlich beschädigt werdenoder Auslösen und sind daher regelmäßig zu kontrollieren bzw. zu ersetzen).

    Und jetzt die Praxis:

    Leitungen gehen irgendwo in die Gebäude
    Blitzschutz ev. gar nicht vorhanden wenn doch dann auf schlechte Erder
    Hauptpotentialausgleich ist ein irgenwie verlegter Leiter der vom Zählerverteiler auf die Wasserleitung geht, ev. gibt es noch eine Leitung zum Erder
    Im Zählerverteiler sitzt ev. ein Grobschutz der aber nicht EMV gemäß an den Aussenleitern und ganz sicher nicht EMV gemäß an den Potentialausgleich angeschlossen ist.
    Die elektrischen Leitungen verlaufen irgendwo, die Kommunikationsleitungen ganz wo anders (große Leiterschleifenflächen)
    Die Leitungen führen an der Innenwand an den Blitzstromableitern mit kürzesten Näherungen (<20cm) vorbei oder gar parallel
    Die Sat-Antenne am Dach ist mit 16mm² quer durchs Haus, also auch nicht EMV gemäß geerdet
    Die Sat- Kabel liegen auch "irgendwo"
    Die "guten, teueren" Geräte erhalten für die Energiezuleitung ein teuere Steckdosenleiste mit Feinschutz

    Und dann wundert man sich warum bei jedem Überspannungserreignis, Blitzeinschlag in der Nachbarschaft schäden auftreten.

    Je nach betriebenem Aufwand, . . . liegt die Wahrheit und der Schutzgad natürlich irgendwo dazwischen.
    Elektrotechnik und Elektronik funktioniert mit Rauch (Beweis: Tritt Rauch aus, funktioniert auch das Bauteil nicht mehr)

  7. Folgende 2 Benutzer sagen Danke zu winnman für den nützlichen Beitrag:

    Blockmove (17.08.2015),ducati (17.08.2015)

  8. #16
    bike ist offline Erfahrener Benutzer
    Themenstarter
    Registriert seit
    03.04.2008
    Beiträge
    6.200
    Danke
    237
    Erhielt 815 Danke für 689 Beiträge

    Standard

    Jetzt zeigt sich wieder: Realität und Wunschvorstellung.
    Ich kann und möchte nicht die ganzen Gebäude neubauen.

    Werde daher ich mir die Ratschläge zu Herzen nehmen und in den Verteilungen und Anschlussstellen entsprechende Bauteile einbauen.
    Und hoffen, dass die Gewitter einen Bogen ums Dorf machen.


    bike
    "Any fool can write code that a computer can understand.
    Good programmers write code that humans can understand."
    --Martin Fowler

  9. #17
    Registriert seit
    06.03.2008
    Ort
    Neustadt/Wstr.
    Beiträge
    276
    Danke
    35
    Erhielt 42 Danke für 39 Beiträge

    Standard


    Zuviel Werbung?
    -> Hier kostenlos registrieren
    Hallo zusammen,

    zuerst mal generell, wenn ein Nachbar im umkreis von 100 Meter einen äusseren Blitzschutz hat sollte man selbst einen inneren Blitzschutz haben.

    Wenn man nur eine Hauptverteilung hat reicht ein Kombi-Schutz (Grob und Mittelschutz Typ 1+2) sind noch Unterverteilungen die mehr als 7 Meter (u.a. OBO sagt zwar offiziell 10 Meter, empfehlen aber maximal 7 Meter) von der Hauptverteilung entfernt sind braucht die UV einen Mittelschutz Typ 2. Der Feinschutz Typ 3 bietet 5 Meter in alle Richtungen "Schutz".

    Anschließend sollte alles was von draußen reinkommt abgesichert werden. Z.B. Wetterstationen, Temperaturfühler, Sat, Telefon, usw.

    Gruß
    FF
    Lebe so als sei jeder Tag dein letzter -
    eines Tages wirst Du recht haben

Ähnliche Themen

  1. F-Steuerung, ab wann sinnvoll?
    Von kiestumpe im Forum Schaltschrankbau
    Antworten: 10
    Letzter Beitrag: 16.10.2012, 10:32
  2. Beckhoff Steuerung sinnvoll?
    Von chrisi01 im Forum CODESYS und IEC61131
    Antworten: 2
    Letzter Beitrag: 04.10.2011, 14:08
  3. Schnittstelle sinnvoll ändern im FB
    Von Oest im Forum Simatic
    Antworten: 7
    Letzter Beitrag: 01.10.2011, 17:41
  4. Trennklemmen in 800A Verteilung
    Von PGMonster im Forum Schaltschrankbau
    Antworten: 21
    Letzter Beitrag: 08.01.2007, 23:14
  5. Bildschirm"verteilung" bei 800 x 600
    Von tobias im Forum Stammtisch
    Antworten: 8
    Letzter Beitrag: 10.07.2003, 23:29

Lesezeichen

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •