PV - Speicher im Industrieumfeld

Mirko123

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Hallo,

Bei einer Fabrik mit ca. 100kW durchschnittlichen Leistungsverbrauch soll PV mit eingebunden werden. Ich gehe mal von 5000 Betriebsstunden im Jahr aus - also Gesamtverbrauch 500000 kWh
Auf den Dächern wäre Platz für min. 500kW PV. Theoretisch würde man damit den Verbrauch selbst decken können (falls Speicher einen Wirkungsgrad von 100% hätte). Aber überschüssige Energie wird man auch per Batterie nicht in den Winter retten können. Gibt es Empfehlungen für eine Batteriegrösse? Bei 400kWh wäre die bei Sonnenschein auch nach 1h voll, 4000kWh wäre vielleicht im Sommer sinnvoll, aber die meiste Zeit zu groß.
Hat jemand hier Empfehlungen / Erfahrung?

Viele Grüße
Mirko
 
Sowas kann man überhaupt nicht pauschal beantworten.
Zuerst mal die wirklichen Verbrauchsdaten über einen längeren Zeitraum erfassen.
Mit ungenauen Angaben kannst du u.U. viel Geld versenken.
Mit den Daten kannst du dich dann beraten lassen
 
Hier zählen nicht nur Durchschnittsverbräuche. Über Spitzenlastkappung lässt sich viel Geld sparen - das sollte mit der Batterie berücksichtigt werden.
Stimmt.
Bei einem Speicher gibt es neben der Kapazität weitere wichtige Kenngrößen.
Als Beispiel die maximale Lade- und noch wichtiger die maximale Entladeleistung.
 
Bei 400kWh wäre die bei Sonnenschein auch nach 1h voll, 4000kWh wäre vielleicht im Sommer sinnvoll, aber die meiste Zeit zu groß.
Wenn dfer Faktor Geld und Amortisation nicht wichtig ist ( wurde ja bisher nicht erwähnt), freut sich u.U. der Energieversorger auch über einen Spitzenlastspeicher.
Jedenfalls ist für eine Dimensionierung speziell des Batteriepuffers der Tageslastgang und die Spitze sehr relevant. U.U. sind auch zwei Batteriesysteme sinnvoll, denn wenn man eine sehr große Batterie hat, ist möglicherweise nicht für das komplette System die hohe Entladeleistung erforderlich.

Alles in allem: wer sowas nach
Hat jemand hier Empfehlungen / Erfahrung?
auslegt, versenkt oder verschenkt Geld. Hier zählen Fakten.
 
gibt es schon eine Spitzenlastoptimierung?
Gibt es Produktionspausen (Mittags, . . .) in denen mit PV zB Druckluft eingespeichert werden kann.
Gibt der Prozess noch andere Speichermöglichkeiten her? zB einlagern schweres Material in Hochregallager, . . .
Das sollte man vermutlich vorher angehen.
Batteriespeicher hat halt ca. 80% Wirkungsgrad und je nach Zyklenbelastung ca. max 10 Jahre Lebensdauer, eher weniger.

gibt es im Sommer oder Winter Beschattung vonTeilbereichen der PV, wie ist die ausgerichtet (S, O/W, . . .) Wird auch Nordseitig was belegt-

Wie ist die normale Arbeitszeit (vor allem im Sommer) kann da mit PV alleine der ganze Arbeitstag abgedeckt werden und nur in der kalten Jahreszeit nicht?

Sollen Regentage mit Batt abgedeckt werden?

kann größere PV (ev. auch mit schlechter Ausrichtung oder Norden) errichtet werden?

Hier muss sehr viel betrachtet werden und dann der Rechenstift mit vielen Szenarien bemüht werden.
 
Firma Schwarz aus Kassel hat sowas umgesetzt.
Erfahrung ist also da, vielleicht kannst du ja einen Austausch dieser erfragen.

Also wenn ich mir das anschaue, kommt mir das kalte Grausen.
Die gezeigte Anlage ist einigen Monaten in Betrieb und schaut so aus?
Verkabelung unter aller Sau. Bezeichnungen kaum vorhanden.
Basteleien bei der Firmware der Inverter, usw.
Professionell schaut anders aus!
 
Also wenn ich mir das anschaue, kommt mir das kalte Grausen.
Die gezeigte Anlage ist einigen Monaten in Betrieb und schaut so aus?
Verkabelung unter aller Sau. Bezeichnungen kaum vorhanden.
Basteleien bei der Firmware der Inverter, usw.
Professionell schaut anders aus!
Erst recht, wenn man bedenkt, dass genau dieser Hersteller "Deye" ja aktuell so positiv aufgefallen ist, in Sache "Wir setzen die Sicherheitsmaßnahmen korrekt um.Nicht" :D

Bis jetzt aber auch noch nichts in der Richtung gesehen im Industrieunfeld. Tesvolt ist immerwieder mal gefallen aber auch da noch keine Anlage gesehen ( https://www.tesvolt.com/de/ - Keine Werbung. )
 
Tesvolt will weiter wachsen, aktuell stockt aber der Baufortschritt.
ANgeblich aber nur Genehmigungsprobleme.
Definitiv aber interessante Firma.
 
Ach ja. Vorsicht bei der Leistung. Ab 136KW wird die Messung in die Mittelspannung "verschoben" bei 240kw kommt da mal kurzfristig ~100tsnd€ für Erweiterung um Kombiwandler in die Mittelspannung, ein Schaltschrank für Netz und Anlagenschutz und QU Schutz dazu. Dann die Frage, eigener Trafo oder einer vom EVU. Oder kein eigener, sondern im EVU Netz mit anderen. Der scheiß kann mittlerweile richtig Zusatzkosten bringen. Die nächste Stufe fängt bei 2MW an. Da wirds noch krimineller mit der "Vermarktung" Ab 136KW seid ihr auch Direktvermarkter für die Überschusseinspeisung. Zu dem Papierkrieg kann ich allerdings nichts sagen, da war ich zum Glück raus mit der PV Anlage und der Verkäufer hatte seinen Spaß. Halt eben dicke Kohle im ersten Moment, aber nachher war wohl nicht mehr wirklich was hängen geblieben.
Also bei Angebote einholen Aufpassen, dass diese Punkte mit berücksichtigt werden und darüber Informiert.
 
Ach ja. Vorsicht bei der Leistung. Ab 136KW wird die Messung in die Mittelspannung "verschoben" bei 240kw kommt da mal kurzfristig ~100tsnd€ für Erweiterung um Kombiwandler in die Mittelspannung, ein Schaltschrank für Netz und Anlagenschutz und QU Schutz dazu.
Meinst Du hier 136kW einspeisefähige PV Leistung ins Netz?

Oder sind die 136 kW eine Grenze unter der man in der durchschnittlichen Leistungsaufnahme vom Netz bleiben soll (im 15 Min Fenster).
Da würde PV und Speicher ja wieder helfen...
 
@Mirko123
Setz dich doch einfach mal mit deinem EVU in Verbindung und sprich mit denen.
Die kennen „ihr“ Netz und können dir Auskunft erteilen.
Da kriegst du auch Auskunft, ob sie deine 400kWp in den fertigungsfreien Zeiten überhaupt wollen.
 
Ach ja. Vorsicht bei der Leistung. Ab 136KW wird die Messung in die Mittelspannung "verschoben" bei 240kw kommt da mal kurzfristig ~100tsnd€ für Erweiterung um Kombiwandler in die Mittelspannung, ein Schaltschrank für Netz und Anlagenschutz und QU Schutz dazu. Dann die Frage, eigener Trafo oder einer vom EVU. Oder kein eigener, sondern im EVU Netz mit anderen. Der scheiß kann mittlerweile richtig Zusatzkosten bringen. Die nächste Stufe fängt bei 2MW an. Da wirds noch krimineller mit der "Vermarktung" Ab 136KW seid ihr auch Direktvermarkter für die Überschusseinspeisung. Zu dem Papierkrieg kann ich allerdings nichts sagen, da war ich zum Glück raus mit der PV Anlage und der Verkäufer hatte seinen Spaß. Halt eben dicke Kohle im ersten Moment, aber nachher war wohl nicht mehr wirklich was hängen geblieben.
Also bei Angebote einholen Aufpassen, dass diese Punkte mit berücksichtigt werden und darüber Informiert.

Direktvermarktung schon ab 100kW!

An der 135kW Grenze wird aktuell gearbeitet. EEG Einspeiser sollen, wenn die Anlage <500kW ist und durch Selbstverbrauch und technische Regelungsmaßnahmen die Einspeisung in das Netz des VNB weniger wie 270kW beträgt, dann darf nach der 4105 gebaut werden. QU-Schutz und Anlagenzertifikat fallen dann weg.

Aber aktuell ist das noch nicht. Also <135kW oder >500kW (oder besser direkt 1MW) bauen, damit sich der finanzielle Mehraufwand auch rechnet.
 
Firma Schwarz aus Kassel hat sowas umgesetzt.
Erfahrung ist also da, vielleicht kannst du ja einen Austausch dieser erfragen.


Bevor Ich hier anfragen würde, würde ich mal nach den Suchwörtern "Hoppecke Sun" und "Intilion Scalebloc" suchen.

Hoppecke ist in der Branche seit vielen Jahren ein Begriff für Batterien in der Industrie, z.B. Elektrostapler und Intilion ist der Ableger von Hoppecke für Lithium-Ionen-Technik.
Ich hatte hier vor 1 oder 2 Jahren mal eine Vorstellung von deren Produkten. Das hat alles Hand und Fuß und die Komponenten sind nach VdS für Brandschutz auch abgenommen und dürfen in feuergefährdenden Bereichen aufgestellt werden.
Eine Kombination von Blei-Akkus und Lithium-Ionen kann auch realisiert werden.

Zur Einschätzung der Größenordnung: Der Intilion ScaleCube wird in fertig bestückten Containern geliefert und kann als Einheit aus mehreren 40ft Containern bis 100MWh speichern.
 
Also wenn ich mir das anschaue, kommt mir das kalte Grausen.
Die gezeigte Anlage ist einigen Monaten in Betrieb und schaut so aus?
Verkabelung unter aller Sau. Bezeichnungen kaum vorhanden.
Basteleien bei der Firmware der Inverter, usw.
Professionell schaut anders aus!
Geht halt in Deutschland alles in Richtung US-Amerikanischen Gebastel... Hauptsache bunte Werbeprospekte und schnell nen Haufen Kohle eingesackt...

Wenn ich dann mal auf der Baustelle dazu was sage, schaun mich mitlerweile alle entgeistert an.

Was da die Verfahrenstrechniker und Anlagenbauer mitlerweile zusammenbasteln sieht auch nicht besser aus...

Die gute alte deutsche Ingenieurskunst gibts halt nicht mehr so ganz häufig. Und dass gelernte Elektriker ordentliche Arbeit leisten wird auch immer seltenen. 🤷‍♂️ Es gibt halt nurnoch ungelernte Leiharbeiter, die arbeiten.

Gleiches Thema, wenn man sich mal anscheut, wie die viel gelobten Glasfaserleitungen so grad verlegt werden... 😭
 
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