Umstieg Siemens auf Beckhoff: CPU-Äquivalent zur S7-1511 gesucht (Vergleichsliste?)

El Cattivo

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Hallo zusammen,
nach mehreren Jahren in der Siemens-Welt (S7-300/1500, TIA Portal) bin ich aktuell dabei, mich in die Beckhoff-Welt einzuarbeiten. Erste Gehversuche mit TwinCAT 3 habe ich hinter mir, aber die Hardware-Auswahl fällt mir noch etwas schwer, da die Konzepte (dedizierte SPS vs. IPC) doch sehr unterschiedlich sind.
Ich suche nach einer Art Vergleichsliste, die gängige Siemens-CPUs den entsprechenden Beckhoff-Controllern gegenüberstellt.
Speziell stellt sich mir die Frage: Was wäre das passende Beckhoff-Pendant zu einer Siemens S7-1511-1 PN?
 
Vergleichslisten sind mir nicht bekannt, aber wenn ich mir das Datenblatt der S7-1511-1 PN so ansehe, wird die wohl schon von dem kleinen CX7000 problemlos in die Tasche gesteckt. Ein CX9020 dürfte gegenüber der S7-1511 schon wie ein Düsenjet wirken.
 
Ja, mag sein. Aber je nach gewünschter Visu sollte man die CPU lieber etwas größer wählen.
Dabei muss man trotzdem nicht tiefer in die Tasche greifen... ;)
Läuft neuerdings die Visu auf der S7-1511-1 PN? ;)

@El Cattivo: Was Chräshe meint, wenn Du sowieso einen HMI-PC hast, kannst Du die TwinCAT-Runtime gleich mit auf dem laufen lassen.

Was ich dagegen halte: Die PLC-Lizenz kann je nach Performance-Level viel teurer sein als ein CX7000 oder CX9020. Aber dann hast Du auch eine Mars-Rakete gegenüber einer S7-1511.
Bei Verwendung eines externen CX braucht der HMI-PC dann u.U. keine Lizenz - das hängt nur an der Art der Visu.

Das kann man durchrechnen, billiger als mit Siemens wird es aber allemal.
 
Also die Visu auf dem IPC macht denke ich schon sinn.
Aktuell setzen wir auch oft reine Browserpanels ein.

Das ist der nächste Punkt, der mich stört.
Es gibt keinen richtigen Webshop, wo man sich verschiedene Konfigurationen zusammenstellen kann um mal ein paar Preise einzusehen.
 
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Also die Visu auf dem IPC macht denke ich schon sinn.
Überleg dir auch, was noch so an Funktionen und Software benötigt wird, bspw. OPC UA, andere Beckhoff-Funktionen oder auch Software von Drittanbietern. Wir müssen noch einige IT-Security Softwaretools auf den IPC haben. Dadurch kaufen wir immer ein paar Nummern größer, auch wenn die ganzen Beckhoff Lizenzen dadurch teurer werden.

Es gibt keinen richtigen Webshop, wo man sich verschiedene Konfigurationen zusammenstellen kann um mal ein paar Preise einzusehen.
Stimmt - ein Webshop mit direkter OCI Schnittstelle an SAP wäre toll. Frag aber mal deinen Beckhoff-Vertrieb an. Die können dir auch eine Gesamtpreisliste als pdf mit allen Konfigurationen zusenden. Ist auch okay.
 
Also die Visu auf dem IPC macht denke ich schon sinn.
Aktuell setzen wir auch oft reine Browserpanels ein.

Das ist der nächste Punkt, der mich stört.
Es gibt keinen richtigen Webshop, wo man sich verschiedene Konfigurationen zusammenstellen kann um mal ein paar Preise einzusehen.
Wir bekommen jährlich eine Gesamtpreistliste von Beckhoff als Excel Datei. Geht finde ich dann halbwegs bequem verschiedene Setups zu vergleichen.
 
Ich habe zum Testen gerade einen CX9240.
Der hat Performance Level 30 und ist mit Beckhoff Linux.
Die ersten Tests sehen sehr gut aus. Der kann zwar keine Website Rendern aber da du eh ein Webpanel benutzt, kannst du mit diesem den TF2000 Server aufrufen.

Offtopic:
Wir bekommen jährlich eine Gesamtpreistliste von Beckhoff als Excel Datei. Geht finde ich dann halbwegs bequem verschiedene Setups zu vergleichen.
Ich kenne nur den PDF Download über folgenden Link: https://www.beckhoff.com/de-de/mybeckhoff/preislisten/

Aber als Excel wäre natürlich perfekt. Hast du das einfach über den Vertrieb angefragt?
 
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Offtopic:

Ich kenne nur den PDF Download über folgenden Link: https://www.beckhoff.com/de-de/mybeckhoff/preislisten/

Aber als Excel wäre natürlich perfekt. Hast du das einfach über den Vertrieb angefragt?
Wie bist Du auf den Link gekommen? Ich habe gerade mal auf der Webseite unter myBeckhoff geschaut und dort nichts gefunden. Über Deinen Link kann man dann tatsächlich eine Preisliste als PDF herunterladen.
 
Unser Vertriebler hat uns den Link ebenfalls mitgeteilt, da Beckhoff keine gedruckten Preislisten mehr ausgeben möchte. So hat man halt auch die Möglichkeit, mitten im Jahr eine Preisänderung zu gestalten, ohne dass es zu Verwirrung führt.
Wir wurden allerdings gebeten, diesen Link erst einmal "geheim" zu halten ;)
 
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Das erste Mail an den Vertrieb im neuen Jahr ist die Frage nach der Preisliste. Dann bekomme ich das PDF und ein Excel dazu.
Und jedes mal wenn der Vertriebler bei mir ist, wünsche ich mir ein Onlineshop, resp. die Preise auf der Internetseite, wäre ja nur schon was, wenn diese in Bruttopreise wären.

Gruss blimaa
 
Und jedes mal wenn der Vertriebler bei mir ist, wünsche ich mir ein Onlineshop, resp. die Preise auf der Internetseite, wäre ja nur schon was, wenn diese in Bruttopreise
Vermutlich wurde dieser Wunsch noch nie geäußert... :cool:
 
Wie bist Du auf den Link gekommen? Ich habe gerade mal auf der Webseite unter myBeckhoff geschaut und dort nichts gefunden. Über Deinen Link kann man dann tatsächlich eine Preisliste als PDF herunterladen.
Ich habe jedes Jahr meinen Vertriebler nach den Preislisten gefragt und irgendwann kam eine Mail mit diesem Link.
Das dieser Link "geheim" sein soll ist mir neu.

Aber die Excel hätte ich gerne. Da muss ich wohl mal wieder schreiben.
So einen Online Shop wie bei Phoenix würde ich mir aber wünschen.
Alle Produkte mit der eigenen Rabattgruppe + Verfügbarkeit.
 
Vermutlich kann Beckhoff nicht mehr alle Kunden bedienen, wenn ersichtlich wird, dass sie nicht nur gut, sondern auch günstig sind. ;)
 
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Danke schon mal für den Input! Wo ich mich aber immer noch schwer tue, ist der direkte Vergleich:
-Siemens wirbt ja offensiv mit Bit-Verarbeitungszeiten. Bei Beckhoff fehlen mir solche Werte komplett. Wie vergleicht ihr das in der Praxis (z. B. 1515 vs. CX5140)?
- Ab welcher CPU-Klasse macht die Kombi auf einem Gerät wirklich Sinn, ohne dass die Visu die Echtzeit stört?
- Ohne 1-Sek-USV oder NOV-RAM kriege ich bei Beckhoff keine remanenten Daten, oder?
-Sind die Control Panels eigentlich nur reine Monitore oder?
 
Danke schon mal für den Input! Wo ich mich aber immer noch schwer tue, ist der direkte Vergleich:
-Siemens wirbt ja offensiv mit Bit-Verarbeitungszeiten. Bei Beckhoff fehlen mir solche Werte komplett. Wie vergleicht ihr das in der Praxis (z. B. 1515 vs. CX5140)?
- Ab welcher CPU-Klasse macht die Kombi auf einem Gerät wirklich Sinn, ohne dass die Visu die Echtzeit stört?
- Ohne 1-Sek-USV oder NOV-RAM kriege ich bei Beckhoff keine remanenten Daten, oder?
-Sind die Control Panels eigentlich nur reine Monitore oder?
1) Hardware-Vergleich

Tabellarisch zwischen Siemens und Beckhoff Hardware zu vergleichen ist aus meiner Sicht nicht möglich.
Wir wählen die Beckhoff Hardware so aus, dass die Visualisierung sauber drauf läuft. Bei der Fremd-Visu haben wirs selbst ausprobiert, beim TwinCAT HMI hab ich mich an die Empfehlung von Beckhoff gehalten.
Da laufen z.B. Projekte die wir bei Siemens mit einer 1512SP-1 PN + MTP1900 Unified Panel automatisieren, mit einem Beckhoff CP2218-0040.
Der SPS-Teil ist für das CP2218-0040 kaum relevant, entscheidend war die CPU Wahl zur Ausführung der HMI (lt. Beckhoff)

2) Visu / Hardware auf einem Gerät
Der Beckhoff Support hat mir gegenüber immer eher Bedenken geäußert, dass die HMI nichtmehr sauber läuft. Um die Echtzeit mache ich mir weniger sorgen.
Grund für die Hardwaretrennung sind meines Wissens eher die Lizenzkosten. -> Man könnte die SPS + HMI-Server auf einer günstigen Hardware laufen lassen (damit geringe Lizenzkosten), die HMI aber auf einem performanten Panel-PC ausführen.
Für unsere Projekte hat das kaufmännisch aber bisher nie Sinn gemacht.

3) Datenremanenz
Die größeren Geräte (Windows 10/11 + z.B. TwinCAT HMI) erfordern in der Praxis schnell eine echte USV (zum sicheren Herunterfahren des OS).
Diese Lösung kommt dann 1s-USV bzw. NOV-RAM aus, ist aber von vornherein schon teurer.

4)
"Control Panels" sind reine Touch-Monitore, verfügbar in diversen Gehäusevarianten.
Die Produktbezeichnung beginnt bei allen Touch-Geräten aber mit "CP", obwohl es sich beim z.B. CP2218 um einen Panel-PC handelt (ein Industrie-PC steckt hinten im Panel drin), der SPS + HMI ausführen kann.
 
Ab welcher CPU-Klasse macht die Kombi auf einem Gerät wirklich Sinn, ohne dass die Visu die Echtzeit stört?
Die Visu kann die Echtzeit nicht stören, weil die SPS-Runtime als ein echter Task direkt auf dem Prozessor läuft. Es ist eher anders herum, Windows muss die SPS fragen, ob es auch etwas Rechenleistung vom Prozessor bekommt. Du kannst ganze Kerne rein für SPS-Aufgaben reservieren. Auf die hat dann das Betriebssystem keinen Zugriff mehr.
-Siemens wirbt ja offensiv mit Bit-Verarbeitungszeiten. Bei Beckhoff fehlen mir solche Werte komplett. Wie vergleicht ihr das in der Praxis (z. B. 1515 vs. CX5140)?
Gar nicht. Beckhoff hat immer die Nase vorn. De Rest ist Erfahrung, die entsteht, wenn man sich die Echtzeitauslastung anschaut. Rechenleistung hast Du ohne Ende, vergleiche mal den Programm und Datenspeicher der Siemens-CPU mit dem eingesetzten Arbeitsspeicher. Die Rechenleistung selbst ist abhängig vom Prozessor, da gibt es Angaben vom jeweiligen Prozessorhersteller.
- Ohne 1-Sek-USV oder NOV-RAM kriege ich bei Beckhoff keine remanenten Daten, oder?
Ja, oder Du erarbeitest eine eigene Lösung. Es gibt noch einige andere Möglichkeiten. Ein Beispiel wäre das zyklische Zwischenspeichern der persistenten Daten in großen Zeiträumen, was aber den Flash-Speicher unnötig belastet und eine zeitlich Datenunschärfe gerade bei Stromausfall bewirkt.
Sind die Control Panels eigentlich nur reine Monitore oder?
Es gibt Control Panel und Control Panel-PC. Ja, die Control-Panel sind reine Monitore.

Wenn ich noch einen Tipp habe: Denke die Software-Architektur neu, löse Dich von der siemenstypischen Programmierung. Ein Beispiel: Auch wenn Hardware eigentlich global ist, dann man die Anbindung bei TwinCAT in der Instanz erzeugen. Damit werden die ewig langen Deklarationstabellen überflüssig.
Ich sehe oft, dass Kollegen globale Deklarationstabellen anlegen, um die dann 1:1 zu verknüpfen. Die haben die Mächtigkeit des System-Managers einfach noch nicht verstanden.
 
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