Umstieg Siemens auf Beckhoff: CPU-Äquivalent zur S7-1511 gesucht (Vergleichsliste?)

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3):
remanent geht auch ohne USV, du musst dir halt einen anderen Trigger als "jetzt noch kurz, bevor der Strom weg ist" suchen. Also z.B. Zeit- oder Bediener-getriggert.
Aus dem Infosys:
Persistente Variablen werden nur beim Shutdown von TwinCAT geschrieben. Dazu bedarf es in der Regel einer entsprechenden USV. Ausnahme: Persistente Variablen können auch mit dem Baustein FB_WritePersistentData geschrieben werden.
@tKJ: Ich fahre meine Win11 IPCs ohne USV runter, geht auch nix kaputt

4);
Control Panels sind die Monitore, Panel PCs die Monitore mit nem PC hinten dran.
 
@tKJ: Ich fahre meine Win11 IPCs ohne USV runter, geht auch nix kaputt
Ganz so würde ich das nicht unterschreiben. Wenn Du es zeitlich triggerst beschreibst Du den Flash-Speicher unnötig oft und es bleibt immer eine zeitlich Unschärfe in der Datengenauigkeit, siehe Wartungszähler. Der Flash-Speicher wird Dir das nach ein paar Jahren übel nehmen.

Eine Alternative wäre noch die EL6080.
 
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Ganz so würde ich das nicht unterschreiben. Wenn Du es zeitlich triggerst beschreibst Du den Flash-Speicher unnötig oft und es bleibt immer eine zeitlich Unschärfe in der Datengenauigkeit, siehe Wartungszähler. Der Flash-Speicher wird Dir das nach ein paar Jahren übel nehmen.

Eine Alternative wäre noch die EL6080.
Hat sich jetzt auf das Herunterfahren allgemein bezogen. Da geht ja auch ohne USV nix kaputt.

Zum zeitlich getriggerten Speichern und der Belastung des Flash-Speichers muss man sich halt was überlegen.
Z.B. kann man einen Wartungszähler beim Übergang Automatik-->Stop schreiben. Evtl. noch abgesichert über eine mindestdauer zwischen zwei Speicherzyklen. Dann verliert man halt ein bisschen was, wenn während der Automatikproduktion der Strom ausfällt, aber das dürfte in den meisten Fällen nicht das größte Problem des Betreibers sein.
 
Ich bin kein Beckhoff Anwender - aber ich verwende Siemens IPC mit Open Controller PLC, ähnlich zu ein Beckhoff IPC mit Twincat Runtime.
Meiner Meinung nach, dann muss die 1-Sekunden USV funktionieren.
Das man voraus einen herunterfahren initialisieren muss ist einfach unrealistisch.
Szenarien:
Die ganze elecktrische Versorgung in eine Anlage kann zum jeden Zeit ausgeschaltet werden. Das ist in die Länder wozu meinem Firma maschinen liefert einen Realität, nicht eine theoretischen Gefahr. Passiert einige Stellen mehrmals pro Woche.
Die Instandhalter sind Schlosser. Die haben keinen Ahnung von wie man eine herunterfahren von die unterschiedliche Maschinen startet. Aber sie sind geschult, die Hautschalter ausschalten und mit Hängeschloss sperren - und gut so.
Und und und...

Wenn die 1-Sekunden USV in Beckhoff nicht zu vertrauen ist, dann ist ein negativen Punkt für Beckhoff gegenüber Siemens.
 
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Wer hat denn so was gesagt? [dass die 1-Sekunden USV nicht zu vertrauen ist]
Hast du nicht. Aber du hast dies als Alternative zu die 1s-USV vorgeschlägt:
Ja, oder Du erarbeitest eine eigene Lösung. Es gibt noch einige andere Möglichkeiten. Ein Beispiel wäre das zyklische Zwischenspeichern der persistenten Daten in großen Zeiträumen, was aber den Flash-Speicher unnötig belastet und eine zeitlich Datenunschärfe gerade bei Stromausfall bewirkt.
Warum eigentlich diesen zusätzlichen Aufwand vorschlägen, wenn es nicht notwendig ist und auch nicht perfekt ist ?
Ich meine man soll es gar nicht überlegen, die 1-Sekunden USV muss funktionieren.

edit: Wenn ich mit die Siemens S7-1515SP Open Controller angefangen habe, war es mir damals eine Sorge ob die Remanenz zuverlässig ist.
Nach 3 Jahren ist die Erfahrung das es funktioniert und ich mich darüber keine Sorgen mehr macht.
 
Warum eigentlich diesen zusätzlichen Aufwand vorschlägen, wenn es nicht notwendig ist und auch nicht perfekt ist ?
Weil der TE indirekt danach gefragt hatte. Ich würde das aber nicht machen.

Es gibt viele Wege nach R.. aber nicht jeder ist gut. Auch wenn ich wegen meiner Erfahrung manchmal dazu neige - möchte ich am Ende doch nicht die "eine richtige Lösung" propagieren, sondern Alternativen mit Vor- und Nachteilen aufzeigen.
 
Zuletzt bearbeitet:
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Läuft neuerdings die Visu auf der S7-1511-1 PN? ;)

@El Cattivo: Was Chräshe meint, wenn Du sowieso einen HMI-PC hast, kannst Du die TwinCAT-Runtime gleich mit auf dem laufen lassen.
Meine Idee war eine andere: Wenn man die SPS etwas großzügiger auslegt, kann man die Visu auch direkt auf der Steuerung mitlaufen lassen.
Ich hatte mehrere Anwendungen mit TC2 + CX5x00 und der integrierten Target-Visu unter WinCE.

Das war sehr einfach und kompakt (vollständiges Backup ~20 MB) – SPS und Visu in einem Projekt, alles sauber zusammen.
Fällt das Touch-Panel aus, konnte man sich jederzeit mit einem normalen Monitor behelfen.

Ein kleiner Haken waren die „unerwarteten Einschränkungen“ der TC2-Web/Target-Visu, über die ich erst im realen Einsatz gestolpert bin – in der Notebook-Simulation lief vorher alles problemlos:
https://infosys.beckhoff.com/index.php?content=../content/1031/tcplchmice/11280267531.html

Unter TC3 (TwinCAT HMI) soll das deutlich besser gelöst sein – und es gibt generell viel mehr Möglichkeiten für Visualisierung.
Am Ende ist es wie immer eine Frage der Projektgröße: wenn’s größer wird -> eigener Visu-PC sinnvoll/empfehlenswert.
Für kleine bis mittlere Anlagen finde ich „Visu auf der SPS“ aber nach wie vor günstig und praxisgerecht.
 
Ohne 1-Sek-USV oder NOV-RAM kriege ich bei Beckhoff keine remanenten Daten, oder?
Doch – technisch geht es auch ohne 1-Sek-USV/NOV-RAM, aber das ist aus meiner Sicht nichts, was man für eine Anlage wirklich einplanen sollte.
Sauber und praxisfest wird es entweder mit 1-Sek-USV/NOV-RAM oder mit einer echten USV + geordnetem Shutdown.

Alternative Ansätze (z.B. gezielt Daten in eine Datei schreiben) funktionieren zwar, sind aber fehleranfälliger und hängen am Ende doch wieder daran, dass du beim Abschalten noch Zeit bekommst – und genau das ist in der Praxis oft der Knackpunkt.

Im folgenden Beitrag ist das für TwinCAT 2 gut aufgeschlüsselt:
https://www.sps-forum.de/threads/faq-alles-rund-um-twincat-2.49643/#post-362870

Das Thema remanente Daten habe ich bei Beckhoff lange als einen der größeren Nachteile im Vergleich zu klassischen SPSen empfunden – vermutlich auch, weil ich vorher fast nur S7 gemacht habe, wo man sich weniger Gedanken darum macht.
Etwas nervig finde ich, dass Beckhoff dafür mehrere Konzepte/Lösungswege hat.

Wenn man konsequent Steuerungen mit 1-Sek-USV einsetzt, relativiert sich das aber wieder deutlich – und man hat eine robuste Lösung, die auch bei „hart AUS“ noch funktioniert.

Mit TC3 habe ich selbst noch nicht genug Praxis – ich arbeite mich gerade wieder ein.
Da es 1-Sek-USV und NOV-RAM weiterhin gibt, gehe ich nicht davon aus, dass sich das Grundprinzip komplett geändert hat.
 
Bezüglich 1s USV ist noch wichtig zu erwähnen, dass man damit über die gesamte Lebensdauer des Geräts maximal 1 MB remanente Daten sicher speichern kann. Hat man mehr, muss man eine externe USV einsetzen.
 
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Bezüglich 1s USV ist noch wichtig zu erwähnen, dass man damit über die gesamte Lebensdauer des Geräts maximal 1 MB remanente Daten sicher speichern kann. Hat man mehr, muss man eine externe USV einsetzen.
Hast Du eine Quelle zu dieser Information? In der Realität hält die 1s-USV 30 Sekunden und länger. Die basiert auf Kondensatoren nicht Akkus. Der Dateizugriff auf eine CFAST-Card ist so langsam nicht.
 
Hast Du eine Quelle zu dieser Information? In der Realität hält die 1s-USV 30 Sekunden und länger. Der Dateizugriff auf eine CFAST-Card ist so langsam nicht.
Das steht in den Anleitungen zu den CXen. Wichtig ist, dass dies die garantierte Datenmenge über die gesamte Lebensdauer ist. Vor allem bei jungen Steuerungen ist natürlich mehr an Daten möglich, da die Stützzeit der USV länger ist. Wenn sich die Kapazität der USV aber schleichend verkleinert, kannst du irgendwann vielleicht nicht mehr die riesige Menge an Daten schreiben.
 
langsam lichtet sich das Durcheinander bei mir. Eine Rückfrage habe ich jedoch noch zu den Lizenzen:
Das Engineering (XAE) ist ja grundsätzlich lizenzkostenfrei. Lizenzen werden erst für das entsprechende Performance Level der Steuerung sowie für die Applikationen fällig, die auf der Runtime (XAR) laufen sollen (z. B. HMI, OPC UA, etc.).
Dazu zwei Fragen:
Gibt es spezielle Funktionen, für die man bereits eine Lizenz für das Engineering selbst benötigt?
Welche Lizenzen kauft ihr für eure Projekte gerne dazu, weil sie den Arbeitsalltag erleichtern, obwohl sie technisch gesehen nicht zwingend notwendig sind (z. B. Analyse-Tools)?
 
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Ganz offiziell brauchst Du keine Lizenzen. Die Empfehlung von Beckhoff ist sogar: Bring die Maschine mit der endlos verlängerbaren 7 Tage Lizenz zum Laufen und kaufe die benötigten Lizenzen, wenn Du genau weißt, welche Lizenz Du brauchst.
Genauso kannst Du mit Engineering Lizenzen verfahren.

Also ich habe mir mal nur die TE1111 EtherCAT-Simulation gekauft, weil die Testlizenz da nur 30 Minuten läuft.
 
Gibt es spezielle Funktionen, für die man bereits eine Lizenz für das Engineering selbst benötigt?
ja. Hier gibt es unterschiedliche Funktionen, die einem die Störungssuche, Entwicklungs- und Dokumentationsarbeit und Analysearbeit einfacher machen. Dazu zählen bspw.:
  • ScopeView Professional
  • Statische Codeanalyse
  • PLC Profiler
  • Kurvenscheibeneditor
  • Schnittstellen zu 3D-CAD
  • Die ganzen Analytics-Tools
  • usw.
Schau mal in die Preisliste zu den TExxxx Produkten. Da siehst du alle Engineering Funktionen, die extra kosten.

Welche Lizenzen kauft ihr für eure Projekte gerne dazu, weil sie den Arbeitsalltag erleichtern, obwohl sie technisch gesehen nicht zwingend notwendig sind (z. B. Analyse-Tools)?
XAE seitig habe ich unterschiedliche Tools lizenziert. Nennenswert vor allem ScopeView Professional, Static Analysis, PLC Profiler, OPC UA Nodeset Editor und für meine Nutzung auch den Kurvenscheibeneditor. Ein paar andere Sachen habe ich auch lizenziert, bspw. den Dokumentationsgenerator. Den finde ich aber nur mäßig und nutze den nicht.

XAR seitig lizenzieren wir immer den ScopeServer und sehen einen zusätzlichen HMI Client für eine Remote Verbindung vor.
 
Gibt es spezielle Funktionen, für die man bereits eine Lizenz für das Engineering selbst benötigt?
Ja gibt es, zum Beispiel für das CAM Design Tool (TE1510) zur Erstellung von Kurvenscheiben.
Soweit Lizenzen für die Entwicklungsumgebung benötigt werden beginnen diese mit TE, sehr viele gibt es davon aber nicht.
@roboticBeet war schneller.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das war mir tatsächlich auch neu, wieder etwas gelernt, danke.
Hier mal der Auszug aus dem Handbuch.
Aus der Praxis kann ich sagen, dass das echt ultrakonservativ ausgedrückt ist. Ich habe durchschnittlich 35-60MB an persistenten Daten und das einzige, was in den letzten 10-12 Jahren an einzelnen Anlagen gemacht werden musste, was der Tausch der CF-Card. Ich denke nach 20 Jahren darf dann auch mal das Netzteil erneuert werden. (CX2000'er Serie). Eine typische USV hält nicht so lange.
 
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