EPLAN Struktur

JanP

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Guten Abend Forum,

ich sitze aktuell an einem Retrofit Projekt eines großen Hochregals und bin schwer am grübeln. Die Struktur der Anlage wurde ursprünglich nur in drei Bereich aufgeteilt,
wobei die Bereich an verschiedenen Enden der Halle stehen. Da mir diese "Lösung" nicht zu 100% gefällt und mich nun der eigene Ehrgeiz gepackt hat, würde ich es gerne besser machen.

Anhand einer alten Aufbau-Zeichnung habe ich nun Funktionsgruppen gebildet und würde sehr Funktionsorientiert zeichnen.
ungefähr so stelle ich mir das vor:
=HRG+00(Hauptschrank)&EAC...
=HRG+10(Bedienpult)&EAC...
=HRG+100(Austransport)&EAC
=HRG+800(Übergabe Verpackung)&EAC

Nun meine Fragen:
- Würdet ihr die Funktionen als Einbauort(+) definieren, oder als Funktion (=)?
- In Welcher Reihenfolge nutzt ihr die Unterteilung? (z.B. =HRG&EAC+00(Hauptschrank )
- Würdet ihr die alte Unterteilung übernehmen (z.B. ==HRG=Bereich1+00(Hauptschrank)&EAC )
- Wie handhabt ihr solche Unterteilungen?


Mein System: EPLAN P8 2022
 

Blockmove

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Ich unterscheide hier zwischen Umbauten / Retrofit und Neuanlagen.
Wenn du ein Retrofit machst, ist halt die Frage wie tiefgreifend es ist.
Behältst du viel von der Hardware bei, dann ist es sinnvoll die alte Struktur zu behalten.
So kannst du Klemmkasten, Kabel und ähnliche Bezeichnungen beibehalten.
Machst du alles neu, dann hast du freie Hand.
Ob nun '+' oder '=' ist dem Instandhalter letzlich egal. Das ist im Grunde genommen reine Kosmetik.
Wichtig ist, das ich eine einfache, schnelle Zuordnung zwischen Bauteilen an der Anlage und dem Schaltplan habe.
Hier ist erfahrungsgemäß weniger oft mehr. Der Mensch kann sich nur eine begrentzte Anzahl von Zahlen / Buchstaben im Kurzzeitgedächtnis merken. Daher sind extrem lange, tiefgeschachtelte BMK in der Praxis schlecht. Was gut und einfach für den Konstrukteur ist, ist manchmal schei.. für den Instandhalter. Frag einfach die Kollegen, die nachher die Anlage betreuen müssen.
 
OP
J

JanP

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Mich beschäftigt in dem Zusammenhang auch die Vergabe der BMKs.

Wenn meine Struktur nun so aussehen würde:
==HRG (Hochregallager)=100 (Transportstrecke 1) +UC01
==HRG (Hochregallager)=200 (Transportstrecke 2) +UC01

Dann gäbe es unter Umständen -1F1 doppelt, sprich das BMK auf dem Gerät müsste lauten:
=100-1F1 oder =200-1F1

Dabei müsste der Schaltschrank natürlich noch klar als +UC01 gekennzeichnet sein.

Ein Kabel könnte z.B. so bezeichnet werden:
==HRG=100+UC01-1W1 oder auch ==HRG=200+UC01-1W1

Damit wäre es der Anlage und einer Funktion zugeordnet, und der Entsprechende Schrank ist ebenfalls benannt.


Für den Schaltschrankbau könnte ich den Plan dann ja noch Ortsbezogen ausgeben, so dass der Kollege nicht zu viel Blättern muss.

Würde mich sehr interessieren, wie ihr dieses Thema handhabt!

Gruß :)
 

Otwin

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==HRG=100+UC01-1W1
Mir persönlich wäre das schon eine Nummer zu lang auf einem Kabel.
 

Otwin

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Dann gäbe es unter Umständen -1F1 doppelt, sprich das BMK auf dem Gerät müsste lauten:
=100-1F1 oder =200-1F1

Ich arbeite schon recht lange im Schaltschrankbau und finde doppelt vorkommende BMKs massiv ungut.
Da ich auch in eplan zeichne, weiss ich schon, dass es beim Zeichen einfacher ist, das so zu machen.
Wenn du im Schrank aber ~10 Releis hast die .......1K1 heissen, dann wirst du als Verdrahter/Instandhalter wahnsinnig.
Ich habe nach solchen Plänen schon Schränke gebaut/geprüft und weiss wovon ich rede.
 
OP
J

JanP

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Ist ein Punkt 😅

Es gibt jedoch Bereiche an den Förderstrecken, wo andere Anlagen eingreifen, z.B. nimmt die Verpackung das Produkt von der Förderstrecke. Das ist teilweise recht verschachtelte aufgebaut.

Was wäre dein Vorschlag zur sinnvollen Aufteilung?

Aus Funktionssicht sind es 8 Bereiche der Maschine und es wird 6 Schaltschränke geben.
 
F

foierstoss

Guest
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Ich habe in freier Wildbahn fast immer die BMKs mit Seitenzahlen gefunden. Für mich war es die Höchststrafe wenn dann mal eine Seite eingefügt wurde.
Die Anordnung nach =Funktion und +Ort ist meiner Meinung nach das Maß aller Dinge.
Wenn es zehnmal -F1 gibt, so gibt es sie nur einmal pro Funktion oder Ort.
Unschlüssig bin ich bei Kabeln; sie haben zwei Orte... 🤔
@Otwin :
Ich sehe das auch so, je kürzer das BMK desto besser. Es müssen nicht die Funktionen als Klartext enthalten sein.
Das ergibt sich schon aus + oder =.
 

Wigan

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Du musst dir halt überlegen wie du dir die geforderte Eindeutigkeit gewährleistet.
Ob du das jetzt rein Funktional oder nach Orten machst ist letztendlich egal. Beschreibend ergänzen darfst du ja
alles mögliche und musst es dann nicht auf dein Schild schreiben.

Deine Beispiele würd eich so umsetzen:

Wenn meine Struktur nun so aussehen würde:
==HRG (Hochregallager)=100 (Transportstrecke 1) +UC01
==HRG (Hochregallager)=200 (Transportstrecke 2) +UC01
--> Hier würde ich überlegen die == Ebene nicht zu verwenden und stattdessen =HRG.100 und =HRG.200 zu nehmen.
Die Norm erlaubt das unterteilen durch den Punkt und ePlan unterstützt das auch.

Dann gäbe es unter Umständen -1F1 doppelt, sprich das BMK auf dem Gerät müsste lauten:
=100-1F1 oder =200-1F1

Dabei müsste der Schaltschrank natürlich noch klar als +UC01 gekennzeichnet sein.
--> ja, reicht aber beschreibend aus meiner Sicht.
Ein Kabel könnte z.B. so bezeichnet werden:
==HRG=100+UC01-1W1 oder auch ==HRG=200+UC01-1W1
--> Den Ort würde ich weglassen wenn er nur beschreibend ist
=HRG.100-1W1 oder auch =HRG.200-1W1



Bei deinen 100/200 würde ich noch überlegen, wenn dich der Fleiß eh schon gepackt hat, das Ganze
mit Funktionalen Buchstaben nach Norm umzusetzen.
 

Twirl

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Den Ort würde ich nie weglassen, denk mal an Klemmenkästen o.ä. Und es müsste auch =.100 sein wenn du HRG weglässt.
 

Wigan

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Finde man muss sich halt entscheiden ob man sich Funktional oder nach Orten strukturiert, beides gleichzeitig hat aus meiner Sicht zu lange BMK zur Folge. Auch wenn ich mich für Funktional entscheide, heißt es ja nicht, dass ich ohne Orte arbeite, nur eben nicht identifizierend sondern beschreibend.
 
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