TIA Umschaltung auf Eigenstromversorgung bei Netzausfall

Guste

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Hallo zusammen. Ein brennendes Thema. Auf Grund sich häufender Netzausfälle wollen wir einen Batteriespeicher mit ca. 4 MWh installieren. Der Hersteller vom Speicher spricht von ca. 10ms Umschaltzeit. Ist das realistisch. Was kann eine 840d, 840d sl an Netzausfallzeit verkraften. Bisher isr es Standart daß nach einem flackern der Hallenbeleuchtung der ganze Betrieb steht. Wer hat hier schon Erfahrung gesammelt. Danke.
 
Was haengt den da so alles dran?
Um eine SPS zu puffern braucht man solche Leistungen?Ich habe eine Projekt in Erinnerung wo man mit 5KW USV (400V)eine redundante Steuerung mit ca. 10 ET Stationen 3 Stunden gepuffert hat.Jede Station hatte so 6 Karten etwa.Jeder Schrank hatte eine 400V Einspeisung.
Die USV hat ein Batteriepack mit Reihen und Parallelschaltungen wo die Gleichspannung wieder in die USV eingespeist wurde und dann wieder zerhackt wurde.Bei einer normalen TIA-Steuerung habe ich beim abklemmen der Einspeisung nichts bemerkt.
Dir USV selbst war von AEG.
 
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Ich will damit sagen das im Strang-Schema die SPS eine eigene Pufferung(USV haben sollte), die man dann zeitlich/leistungsmaessig dimensioniert.
Das Netzteil mit Einspeisung 400V ist dann auch noch mal doppelt vorhanden.
 
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Die 10ms sollten ausreichen um einen 840Dsl mit Antrieben am leben zuhalten wenn deine USV alles stützt .
Aber wenn du nicht gerade in Indien mit deiner Produktion bist würde ich den Netzbetreiber mal einbestellen .
 
Hallo zusammen. Hallo Peter Gedöns. Der Netzbereiber lacht sich bucklik. Wir sind in Deutschland nicht in Indien. So fast alle Monat passiert irgendwas. Und niemand ist schuldig. Höhere Gewalt. Ein Flackern auf der Netzleitung und alle Anlagen mit CNC Steuerung stehen. Produktionsstillstand bis zu 8 Std. Dazu regelmäsig ausfall auf der IT-Seite. Der Speicheranbieter hat mir mündlich zugesichert daß innerhalb von 10ms die Ersatzstromversorgung, Hier Batteriespeicher mit 4 MWh einspringt. Die Frage ist hier. Funktioniert das.
 
Der Speicheranbieter hat mir mündlich zugesichert....
Sorry aber bei einem 4MWH Speicher wird es ja wohl schriftliche Zusagen geben. Außerdem eine genaue Auslegung, der Speicher muss ja auch das liefern können was ihr braucht. 20ms? Bei 20ms Netzausfall ( oder Auf Schaltzeit ) wird ja das Sitop ja nicht komplett runtergehen von der Spannung. Ansonsten halt noch ein Puffermodule verbauen ( wobei ich es für unnötig halte ). Da wird es vermutlich eher ganz andere Probleme geben.
 
Zuletzt bearbeitet:
Also fürs reine Puffern der 24V DC gibt es genug Möglichkeiten. Wir setzen z.B. mittlerweile gerne diese Sitop Kondensator-Puffermodule oder direkt Online Sitop 24V-USV ein.
Auch FUs haben normalerweise genügend Kapazität im Zwischenkreis für 10ms Ausfall.
Bei den S120-Reglern haben sich bei uns die Anlagen mit Active-Line-Module als sehr robust herausgestellt.
Was für mich meistens der schwierigere Fall ist, ist das wieder Draufschalten aufs Netz nach dem Inselbetrieb unter Last.
 
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Kannst Du rotatorische Energie Deiner Achsen nutzen? Kann man manche Verbraucher ausdrudeln lassen und nach Netzwiederkehr wieder zuschalten? Das wäre die erste Wahl.
Ansonsten kann man auch Energiespeicher direkt im Zwischenkreis anbinden. Kondensatormodule, Schwungradspeicher, Supercaps über DC- Converter (da kann man ein normales Motormodule nehmen). Dieser Energiespeicher kann man auch noch zur netzseitigen Spitzenleistungsreduktion nutzen, also auch eine kleinere Einspeisung nehmen - je nach Auslegung.
 
Die 10ms sollten ausreichen um einen 840Dsl mit Antrieben am leben zuhalten wenn deine USV alles stützt .

Beispiel: aktuelle Leistung 150 kW
Zulässiger Spannungseinbruch 600V (wenn es die Spannungsfestigkeit der Motoren erlaubt fahre ich da gerne mit 720Vdc) auf 450Vdc (hängt auch davon ab, ob dann die Antriebe überhaupt noch die Leistung abgeben können)
Notwendige Kapazität:
C = 2 * W / (U1*U1 - U2*U2) = 2 * 150kW * 10ms *(600*600 - 450*450) = 19mF

Auf sowas ist dann schon zu achten...

Wieviel kostet denn so eine große USV?

Da ist eine Nachrüstung einer solchen Lösung einfacher.:

Hast Du ein Leistungsprofil über die Zeit die gepuffert werden muss? Z.B. trace von r82 an der Einspeisung- kann dann als .CSV exportiert werden und dem Siemens SPM Team spm_team.industry@siemens.com
gegeben werden. Aus dem Leistungsprofil kann ein geeigneter Speicher berechnet werden....
 
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Die 840 sollte das aus dem Zwischenkreis puffern können.
Alternative zur Sicherheit ist natürlich in solch einem Fall, ESR einzusetzen um die Achsen abzuheben.
Kommt natürlich auch auf z.B. die Größe der Hauptspindel und Co. an.
Allerdings empfiehlt Siemens ein Sitop mit USV für den IPC/PCU einzusetzen.
Müsste ich aber auch selbst bei uns nachschauen, was wir da so angeben oder Erfahrung haben.
Gerade wegen Maschinen in Ländern mit kritischeren Versorgungen.
 
Ich vermute mal, dass es sich bei 10ms um eine USV im Online-Modus handelt.
Du also im Prinzip gar keine direkte Verbindung mehr zum Netz hast, sondern alles über (durch) die USV läuft.
Da musst du halt auch andere Parameter betrachten. Eine große CNC hat z.B. einen ordentlichen Einschaltstrom oder macht so gemeine Dinge wie Energie ins Netz zurückzuspeisen.
 
Der Puffer ist ja für die ganze Fa. gedacht. Sagt mir dann bei Netzausfall der Netzbetreiber es dauert länger so können die Maschinen gezielt runter gefahren werden. Das IT-Netz, Licht, Kaffemaschine, etc. benötigt ja nicht die große Energiemenge. die laufen dann über den Batteriespeicher weiter. Bei der geplanten Installation würde der Batt.Speicher ja dann an der Trafostation hängen. Mittel oder Niederspannungsseitig. Das ist noch in Klärung. Mir geht nur um die Frage 10ms Umschaltzeit ist das relalistisch oder sieht das der Kaufmann (Techinker ?) vom Speicheranbieter etwas blauäugig. Mündlich oder schriftlich. ich gebe durch meine lange Erfahrung auf beides nicht mehr viel. Darum will ich hier eure Meinung hören.
Natürlich würde der Batterispeicher auch teure Lastspitzen abfedern.
 
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Hallo DeltaMikeAir. So ein Ausfall kann eine Sekunde betragen. Laut Netzbetreiber EN-BW kommt das von einer übergeordeten Einrichtung bei einer Fehlschaltung. Oder mal 30 Minuten wenn wieder ein Bagger eine Mittelspannungsleitung in der Nachbargemeinde erwischt. In beiden Fällen bleiben wir auf dem Schaden sitzen.
Hallo Zako. Die Lösung soll ja übergeordnet sein. wenn ich mit den Leuten vom Netzbetreiber privat rede, so malen die mir ein düsteres Bild an die Wand. Offiziell reden die natürlich wie es die aktuelle Energiepolitik vorgibt und verlangt
 
Es soll ja wohl nur um eine kurze Überbrückung gehen.
Ich habe letztes Jahr für einen USV Hersteller gearbeitet, der USVen mit Schwungrad herstellt. Er bietet auch Lösungen zur Stabilisierung des Netzes an. Eine Umschaltzeit gibt es da nicht, da keine Umschaltung erfolgt.
Die Firma heißt PILLER Power Systems und sitzt in Osterode am Harz. Schau Dir mal deren Webseite an, vielleicht könnte das auch eine Alternative für Euch sein.
Ansonsten bin ich aber auch der Meinung, dass da Euer Netzbetreiber in der Pflicht ist. Hilf Euch zwar nicht kurzfristig weiter, aber vielleicht wird er ja bei Klageandrohung wach. Höhere Gewalt halte ich bei mehr oder minder regelmäßigen Ereignissen für ein Gerücht.
 
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