Welches System für den Funktions-Potentialausgleich innerhalb der Maschine setzt ihr ein?

L.T.

Level-2
Beiträge
199
Reaktionspunkte
26
Zuviel Werbung?
-> Hier kostenlos registrieren
Hallo zusammen,

welche Systeme setzt ihr für die skalierbare Verbindung der FE-Potentialausgleichsleitungen innerhalb der Maschine ein?
Ich meine nicht den Schutzpotentialausgleich, sondern beziehe mich auf EMV-Themen.
Also wie sammelt ihr die FE-Leitungen mehrerer Teilnehmer ein?
Das Ganze möglichst erweiterbar und trotzdem platzsparend.

Rittal und Co bieten zwar Schienenlösungen mit Klemmbügel an. Allerdings für relativ große Querschnitte.
Da wir jedoch von 4 mm² sprechen, sind diese oft weit überdimensioniert und für die Montage innerhalb der Maschinen zu groß.
Wago hätte mit der 812-100 eine 12-fach Variante im Angebot.
Aber vielleicht hat von euch jemand ein System im Einsatz, welches wir uns einmal alternativ anschauen sollten.

Danke für jeden Hinweis ;-)

Gruß L.T.
 
Alles, was geht, geht direkt auf die Montageplatte. Das ist für EMV so ziemlich das beste, weil alles recht nah daran ist und somit Störfelder räumlich begrenzt werden.

Schirme kommen je nach verfügbarem Platz entweder per EMV-Verschraubung, Schirmklemme (direkt an ET 200SP oder via so eine abgesetzte Schirmklemme für die Reihenklemmen), oder direkt an die Schirmplatte des Umrichter.

EMV-Verschraubungen bilden die beste Abschirmung, sind aber fummelig und teuer.
 
Zuviel Werbung?
-> Hier kostenlos registrieren
Wir gehen eigentlich auch immer mehr oder weniger direkt auf die Montageplatte bzw. Hutschiene.
Für Schirmtechnik nehmen wir meistens entweder die WAGO 790er Schirmklemmbügel oder die KLBÜ von Weidmüller.

Gehäusedurchführungen werden, mindestens bei Motorkabeln, auch immer mit EMV-Verschraubungen ausgerüstet (=> LAPP SKINTOP & Co).

Einzeladern werden entweder mit normalen PE-Klemmen eingesammelt oder bekommen bei größeren Mengen eine eigene Sammelschiene (12x2mm oder ähnliches) paralell zum Klemmenblock bzw zwischen Klemmenblock und Kabelkanal (=> Meistens in Kombination mit Weidmüller KLBÜ-Schirmklemmen & Hutschienen-Schienenhaltern).

Kabeltrassen & so Zeug werden meistens klassisch mit Erdungsbändern ausgerüstet (haben die jeweiligen Trassen-Hersteller eigentlich immer im Programm).
Indu-Sol hat mit den EMCLots noch was ganz putziges im Programm.
Hab die aber nur mal als Option/Idee von der SPS-Messe mit gebracht & noch nie selbst eingesetzt.
 
Danke für die Rückmeldung.

Schirmverschraubungen für geschirmte Leitungen und Erdungsbänder für Türen und Geräte auf der Montageplatte setzen wir auch ein.
Wenn Ihr die Einzeladern auf Sammelschiene führt, wie macht ihr das?
Wir hatten schon die 10x3 Sammelschiene (0402174) von Phoenix im Auge.
Aber da muss die Anschlussklemme (z.B: 0421029) aufgefädelt und kann nicht aufgeclipst werden.
Dies würde bei zusätzlichen Adern bedeuten, jeweils die Sammelschienenhalterung zu lösen um zusätzliche Abgänge aufzureihen. (oder im Vorfeld grundsätzlich x Reserve Anschlüsse aufzureihen).

Rittal und Co. bieten für große Sammelschienen Leiteranschlussklemmen an, welche einfach aufgeschoben und mit der Ader angezogen werden. (z.B. SV 3451500)
Aber leider nur für Schienendicke > 5 mm.
Wir suchen jedoch ein etwas kompakteres System da wir die riesigen Querschnitte nicht benötigen.
Ringkabelschuh und Löcher mit Gewinde finde ich auch nicht gerade schön.
 
Dies würde bei zusätzlichen Adern bedeuten, jeweils die Sammelschienenhalterung zu lösen um zusätzliche Abgänge aufzureihen. (oder im Vorfeld grundsätzlich x Reserve Anschlüsse aufzureihen).
Ne bessere Idee ist uns dafür bisher leider auch noch nicht unter gekommen ¯\_(ツ)_/¯
Die seitlich aufsteckbaren Leiteranschlussklemmen kenne ich auch nur ab 5mm.
Vllt mal direkt bei Weidmüller oder Phoenix anfragen?
 
Zurück
Oben