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Für Interessierte:
Siemens FAQ: Zählung von Power Tags in WinCC Unified PC Runtime (V18-V20)
Siemens FAQ: WinCC Unified V21: Variablenoptimierung und Zählung der Power Tags
Aber Achtung:
Siemens FAQ: Zählung von Power Tags in WinCC Unified PC Runtime (V18-V20)
==>Hinweis zu WinCC Unified V21
Ab V21 kann je HMI‑Gerät die Option „Variablenoptimierung“ (Tag Optimization) verwendet werden. Bei aktivierter Optimierung werden nur tatsächlich verwendete externe HMI‑Variablen (bzw. Elemente in UDTs/Arrays) als Power Tags gezählt und in die Runtime geladen. Informationen finden Sie im Beitrag
Siemens FAQ: WinCC Unified V21: Variablenoptimierung und Zählung der Power Tags
Beispiel: Effekt der Variablenoptimierung
Für das Übersetzen und Laden ergibt sich bei Verwendung von beispielsweise 10 projektierten PLC Variablen:
- Ohne Variablenoptimierung: Es werden alle 10 Variablen als "Power Tags" gezählt.
- Mit Variablenoptimierung: Es werden nur die Variablen als "Power Tags" gezählt, die tatsächlich verwendet werden.
Praxisbeispiel mit UDTs (User-Defined Types):
Angenommen, Sie nutzen eine UDT „Pumpe“ mit 20 Feldern und haben 10 Instanzen (z. B. in Faceplates).
- Ohne Variablenoptimierung: Alle 200 Felder werden als Power Tags gezählt, egal ob sie verwendet werden.
- Mit Variablenoptimierung: Nur die tatsächlich genutzten Felder (z. B. jeweils 3 pro Instanz) zählen - also nur 30 Tags.
Für dynamische oder indirekte Verwendungen stellen Sie sicher, dass die benötigten Variablen mindestens einmal direkt eingebunden oder referenziert werden. So vermeiden Sie, dass wichtige Variablen durch die Variablenoptimierung versehentlich aus der Runtime entfernt werden.
Vorteile der Variablenoptimierung
Die Funktion optimiert bei Projekten mit vielen deklarierten, aber nur teilweise genutzten HMI-Variablen den Lizenzbedarf und Ressourcenverbrauch, verbessert die Übersicht und kann Lizenzkosten senken, insbesondere bei dynamischen Visualisierungen oder der Nutzung von PLC-Strukturen/UDTs mit nur teilweise genutzten Tags.
Aber Achtung:
Hinweise zur Verwendung der Variablenoptimierung
Die Variablenoptimierung sollte in bestimmten Fällen nicht oder nur mit besonderer Sorgfalt eingesetzt werden:
- Indirekte Referenzierung
Werden Variablen über dynamische Namensbildung (z. B. in Skripten, als Stringparameter, über Systemfunktionen oder Bildobjekte) adressiert, können unreferenzierte Variablen in der Runtime fehlen, da nur explizit verwendete (direkt referenzierte) Tags optimiert geladen werden.
- Einsatz von Faceplates in Pop-up-Bildern
Bei indirekter Referenzierung oder dynamischer Zuweisung können Variablen durch die Variablenoptimierung in der Runtime fehlen.
- OPC UA Server-Anbindung
Bei aktivierter Variablenoptimierung sind im OPC UA Server nur direkt referenzierte Variablen verfügbar. Indirekt genutzte Variablen werden nicht übertragen und sind nicht zugänglich.
Sollten Sie viele indirekte Adressierungen oder dynamische Variablenreferenzen im Projekt verwenden, deaktivieren Sie die Variablenoptimierung oder sorgen Sie dafür, dass alle benötigten Variablen wenigstens einmal direkt – z. B. in einem Bild – verwendet werden, damit sie als direkt referenziert und somit geladen gelten.