Frage zu der Inbetriebnahme einer SIWAREX WP351

Elektrikus

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Hallo Zusammen,

ich habe das erste mal mit einer Waage zutun, ich habe eine ConiQ von Schenck durch eine Siwarex WP351 ersetzt.
Die WP351 ist im Feld verbaut mittels einer ET200 SP HA, dies ist auch der einzige Teilnehmer an dem Profinet IO System.

Die Verbindung, Kommunikation, Faceplate alles ist in Funktion und in Ordnung.

Mechanischer Aufbau/Funktion:
Es handelt sich dabei um einen Transportwagen, der auf Schienen und verfahrt. Es können 2 Behälter auf den Wagen abgestellt werden. Es sind jeweils 4 Kraftaufnehmer an den Ecken verbaut RTN 10t C3. Das Einzelgewicht der Behälter beträgt 4100kg und 4200kg. Die Behälter wurden auf einer geeichten Waage verwogen. Im Prozess ist jeweils nur 1 Behälter auf den Transportwagen und dieser wird befüllt. Somit ist dabei die Kraftverteilung immer auf 2 Wägezllen, da die andere hälfte des Transportwagen frei bleibt. Nur bei der Übergabe befinden sich kurzeitig beide Behälter auf den Transportwagen, das Gewicht spielt in diesem Moment keine Rolle. Das Gewicht ist dafür wichtig, wenn die einzelnen Stoffe in den Behälter gefüllt werden, der Austrag erfolgt mittels rinnen. im Prozess wird das Gewicht des Behälter Tariert und es werden 0Kg angezeigt und anschließend 4 verschiedene Stoffe in unterschiedlichen Gewichten gefüllt. Chargengewicht 3t - 5t

Justage
Die totlast auf den Wägezellen ist mir unbekannt, ich habe den Justagepunkt 0 vorgenommen und 0kg vorgegeben, anschließend habe ich beide Behälter auf den Transportwagen abgesetzt und den Justagepunkt 1 definiert mit 8300kg. Das Gemessene Gewicht stimmt, ich habe aktuell noch keine Prüfgewichte und somit eben mit ein paar verfügbaren Kollegen Gewichte simuliert und das sah soweit passend aus. 5kg Teilung wird verwenden. Es ist keine Eichfähiger betrieb gefordert und ich denke mit + - 50kg Abweichung könnte man leben. Die Waage wird intern auch einfach nur als "Schätzeisen" bezeichnet.

Problem
Es fällt mir auf das beim verfahren teilweise die Gewichtsanzeige stark ausschlägt, dort werde ich noch exakt prüfen das dies nicht durch EMV versucht wird.
Das andere Problem ist, das ich eine ein paar Positionen habe, dort weicht das Gewicht mit leeren Behälter 4100kg von bis zu 300kg - 400kg ab. Das ist reproduzierbar. Ich vermute eine nicht mehr exakte Schiene und dadurch ein andere Kraftverteilung. Bei der Belastung mit einen Kübel ist eine der 4 Wägezellen entgegen den anderen drei nahezu lastfrei. Anfänglich war die Lastenverteilung nur auf 2 Gegenüberliegenden Wägezellen und eine Zelle lies sich gar von Hand bewegen. Das wurde ebenfalls bestmöglich ausgerichtet.


Fragen
  • Ist diese Vorgehensweise korrekt, oder hätte ich im Justagepunkt 0 die Totlast eintragen sollen ?
  • Wäre es möglich die Totlast über einen Dreisatz zu bestimmen, anhand der angezeigten Digitis, wenn ich weiß das bei 20Mio Digits 40t entsprechen (theoretische)
  • Wäre es sinnvoller noch mit weiteren Gewichten einen 2. Justagepunkte zu setzen ?
  • Kann man die Abtastrate von 1Khz herabsetzen mittels Parameter ?
  • Was sind die entscheidenen Parameter, wenn ich das Lastsignal während einer fahrt beruhigen will ?
  • Wie geht man beim ermitteln vor, gibt es eine Faustformel oder empirisch probieren ?
 
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Mal eine andere Frage :
du hast alle 4 Wägezellen an derselben WP ? as heißt, dass die Wägezellen im Grunde parallel geschaltet sind ?

Das du beim Verfahren deiner Einheit Gewichtsschwankungen bekommst ist für mich komplett verständelich - Beschleunigung, Bremsen oder nicht glatter Untergrund spielen da immer mit rein.
Wenn deine Einheit nicht komplett auf dem Untergrund steht wirst du immer Fehlwiegungen haben - das kannst du auch leicht mit deiner Personenwaage zuhause ausprobieren ...
 
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Mal eine andere Frage :
du hast alle 4 Wägezellen an derselben WP ? as heißt, dass die Wägezellen im Grunde parallel geschaltet sind ?
Es ist eine "Junction Box" SIWAREX DB verbaut, dort laufen alle 4 Wägezellen auf und es wird mittels RS485 auf die SIWAREX WP351 übertragen.
 
Sowas hatte ich mir schon gedacht und das ist ja auch okay wenn alle Zellen korrekt belastet werden ... ich denke mal, dass du daran arbeiten mußt ... Wenn du für jede Zelle eine eigene Auswertung hättest dann könntest du ggf. Fehlwerte unberücksichtigt lassen (aber das ist auch nicht so ganz einfach ...)
 
Wenn ich bei einer Waageneichung dabei bin (Plattformwaage) wird immer das Gewicht in jeweils eine Ecke gestellt und auf dem Display muss immer das gleiche Gewicht angezeigt werden. Ich verstehe bei deinem Aufbau jetzt nicht wie du darauf kommst das nur 2 Wiegezellen benutzt werden.
Somit ist dabei die Kraftverteilung immer auf 2 Wägezllen, da die andere hälfte des Transportwagen frei bleibt

Das ganze System steht doch auf allen 4 Wiegezellen und das Gewicht verteilt sich entsprechend.
 
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Sowas hatte ich mir schon gedacht und das ist ja auch okay wenn alle Zellen korrekt belastet werden ... ich denke mal, dass du daran arbeiten mußt ... Wenn du für jede Zelle eine eigene Auswertung hättest dann könntest du ggf. Fehlwerte unberücksichtigt lassen (aber das ist auch nicht so ganz einfach ...)
Das wäre natürlich das beste, und würde die höchste Genauigkeit versprechen, aber das ist in meiner Anforderung nicht erforderlich. Die Genauigkeit, wenn der Transportwagen steht ist gegeben. Mich stört hauptsächlich die Schwankung beim verfahren des Transportwagen, man könnte den letzten Wert in der VISU einfrieren beim verfahrne, ist aber unschön...
 
Wenn ich bei einer Waageneichung dabei bin (Plattformwaage) wird immer das Gewicht in jeweils eine Ecke gestellt und auf dem Display muss immer das gleiche Gewicht angezeigt werden. Ich verstehe bei deinem Aufbau jetzt nicht wie du darauf kommst das nur 2 Wiegezellen benutzt werden.


Das ganze System steht doch auf allen 4 Wiegezellen und das Gewicht verteilt sich entsprechend.
Als ich mit der Inbetriebnahme angefangen habe, da konnte ich sehen das die Lastenverteilung überwiegend auf 2 Wägezellen war aufgrund von Kraftnebenschlüssen und nicht optimaler Ausrichtung, bzw. ich denke mir mal das hat sich über die Jahre alles etwas gesetzt und verzogen...Ich habe dann versucht alle 4 Wägezellen im unbelasteten Zustand nur mit totlast des mechanischen Aufbau gleichmäßig zu belasten. Das ist bei 3 Stück sehr gut gelungen, aber eine Wägezellen da ist das etwas kompliziert und schwer möglich. Da bin ich aber in der glücklichen Situation testweise eine neue zu verbauen, aber ich gehe nicht von ein Schaden aus.
 
Mich stört hauptsächlich die Schwankung beim verfahren des Transportwagen, man könnte den letzten Wert in der VISU einfrieren beim verfahrne, ist aber unschön...
Das wirst du aber nie wirklich wegbekommen ... Erschütterungen werden in deine Verwiegung mit eingehen (immer) und das Beschleunigen und Abbremsen bewirkt eine Gewichtsverlagerung bzw. sogar -Veränderung. Denk einfach mal daran wie es dir selbst beim Autofahren ergeht - wenn du beschleunigst wirst du in den Sitz gedrückt. Hättest du nun Wägezellen unter dem Sitz dann würden die das als Gewichtszunahme registrieren (obwohl du selbst ja gar nicht schwerer geworden bist).
 
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Das wirst du aber nie wirklich wegbekommen ... Erschütterungen werden in deine Verwiegung mit eingehen (immer) und das Beschleunigen und Abbremsen bewirkt eine Gewichtsverlagerung bzw. sogar -Veränderung. Denk einfach mal daran wie es dir selbst beim Autofahren ergeht - wenn du beschleunigst wirst du in den Sitz gedrückt. Hättest du nun Wägezellen unter dem Sitz dann würden die das als Gewichtszunahme registrieren (obwohl du selbst ja gar nicht schwerer geworden bist).
Die vorherige Schenck / Klar ConiQ hat dies nicht so extrem gemacht. Das Problem ist für mich, das mir die exakten technischen Daten der verbauten Schenck nicht bekannt sind. Via google ist es auch etwas schwer.


Die Siwarex WP351 hat eine Auflösung von 20 000 000 Mio Digits bei einer Abtastrate von 1kHz und Die Schenck / Qlar ConiQ besitz eine Auflösung von 16 000 000 Mio Digits bei einer Abtastrate von 129Hz. Hinsichtlich Abtastrate ist das schon ein deutlicher unterschied.


Da habe ich leider noch keine Möglichkeit gesehen dies mal herabzusetzen, ich könnte in der SIWAREX die Digits mal auf 16 000 000 Mio Herabsetzen, damit würde ich mir ja auch wieder etwas Genauigkeit nehmen. Das wäre in einen Überschaubaren rahmen mal getestet...
 
..., ich könnte in der SIWAREX die Digits mal auf 16 000 000 Mio Herabsetzen, damit würde ich mir ja auch wieder etwas Genauigkeit nehmen. Das wäre in einen Überschaubaren rahmen mal getestet...
An der Auflösung herum zu spielen ist ganz sicher das Falsche Weg.
Wenn es über die Software geht, dann über Filter und Dämpfung.
Aber bitte in der unten aufgeführten Reihenfolge – die ist wirklich relevant.
  • Mechanik prüfen/optimieren
    (Führung, Verspannungen, Kabelführung/Kabelschlepp, keine Kräfte auf die Wägezelle)
  • EMV-Einflüsse prüfen/beseitigen
    (Schirmung, Erdung, Kabeltrennung, Potentialausgleich)
  • Signal beruhigen über SIWAREX-Parameter
    (Netzfilter, Digitalfilter/Dämpfung, ggf. Stabilitätszeit)
 
Ich hatte mal den Fall dass ich bei einen Behaelter auf Waegezellen falsche Werte bekam.Behaelterinhalt Temperatur aenderte sich.
Die peripheren Rohrzufuehrungen zum Behaelter haben die Messbruecke belastet.
Die Rohre wurden dann vergroessert und spannungsfrei montiert.Siehe obendran(Mechanik pruefen)
 
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