LWL Kabel in ATEX-Zone

Krumnix

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Hallo zusammen,

ich bin auf der Suche nach einem LWL-Kabel, welches ich durch eine ATEX-Zone ziehen kann.
Hat jemand einen Lieferanten, welcher bestätigt, dass die Norm DIN EN IEC 60079-14
eingehalten wird?

Danke
 
Das Kabel geht durch den Raum. Es wird kein Gerät in dem Raum betrieben.
Ein- und Ausgang sind Gasdicht verschlossen.

Problem ist in der Norm, wenn das Kabel verletzt wird, darf kein Gas/Staub durch das Kabel weitergeleitet werden. Also längsdicht.
Dazu gibt es ein Haufen Kabel, die das erfüllen, aber kein Zertifikat zu Atex haben, auch wenn sie es erfüllen würden.
 
Das längssichere verstehe ich, kann aber gerade keine Antwort geben. Müsste ich mich auch nochmal schlau machen.
Ansonsten bitte auch mal das Folgende beachten. Natürlich ohne Gewähr!

IEC/EN60079-28 2015

  • Optische Systeme mit Verriegelung (op sh)
  • Geschützte optische Strahlung (op pr)
  • Inhärent sichere optische Strahlung (op is)

Zitat:


Zusammengefasst können als mögliche Lösung drei unterschiedliche Ansätze betrachtet werden:
  • Optische Systeme mit Verriegelung (op sh)
  • Geschützte optische Strahlung (op pr)
  • Inhärent sichere optische Strahlung (op is)
Die erste Variante dient überwiegend dem Einsatz in Laboren und kleinen Anlagenteilen, da hier die gesamte Anlage oder ein definierter Bereich bei Auftreten eines entsprechenden Gasgemisches sehr schnell abgeschaltet wird. Diese Schutzmaßnahme, die sich op sh (Optische Strahlung mit Verriegelung) nennt, ist aber für Produktionsanlagen nicht sinnvoll, da bedingt durch die Abschaltung großer Schaden entstehen kann.

Die nächste praktikable Lösung wäre die geschützte Verlegung der LWL-Leiter. Diese Variante heißt op pr (Geschützte Optische Strahlung). Aufgrund von örtlichen Widrigkeiten kann sie jedoch schnell zu einem teuren Projekt werden, da die Faser in ihrem gesamten Verlauf geschützt verlegt werden muss. Dazu gehört unter Umständen auch das Überspringen verschiedener Etagen, das Durchlaufen unterschiedlicher Brandabschnitte und, nicht zu unterschätzen, der komplette Potenzialausgleich des zu schützenden Rohres. Alles in allem erfordert dies eine äußerst sorgsame Planung und eine entsprechend zu überwachende Ausführung.

Die einfachste und kostengünstigste Lösung besteht darin, die Leistung der Lichtenergie auf unter 35mW zu begrenzen. Somit kann es aufgrund der benötigten Zündenergie verschiedener Gase niemals zu einer Zündung/Explosion kommen. Diese Lösung nennt sich op is (inhärent sichere optische Strahlung, ähnlich Ex „i“ bei Kupferverkabelung). Hierzu werden einfach Module in die Sende- und Empfangsleitung eingesetzt, die im Schadensfall dafür sorgen, dass es niemals zu einer Überschreitung der 35mW kommen kann. Wichtig ist hierbei, dass die Leitung auf beiden Seiten abgesichert wird, wenn Daten übertragen und nicht nur empfangen werden. Doch auch die dazugehörige Spannungsversorgung sollte nicht vernachlässigt werden. Was heißt, dass eine defekte oder fehlerhafte Stromquelle die Funktion der Laserdiode nicht beeinträchtigen darf.
 
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Laut Siemens

Generell sind Kabel und Stecker passive Elemente und können unabhängig vom Ex-Schutz frei gewählt werden. Sie müssen allerdings zu den Umgebungsbedingungen passen und die Installationsrichtlinien EN / IEC 60079-0 und -14 müssen beachtet werden.

 
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