-> Hier kostenlos registrieren
Moin,
ich suche aktuell ein preiswertes HMI-Display im Größenbereich von 7", das mit einer Siemens S7-1200 kommunizieren soll. Da die 1200er-Generation meines Wissens nach keinen Webserver für eine Visualisierung bietet, soll die Projektierung direkt auf dem HMI-Gerät erfolgen.
Kurz zum Hintergrund: Vor einiger Zeit habe ich einen Beitrag zu einer kompakten Schüttgut-Dosiermaschine verfasst. Die Maschine ist grundsätzlich sehr einfach aufgebaut. Die Platzierung erfolgt auf einem Arbeitstisch. Ein Vorratsbehälter wird mit beliebigem Schüttgut gefüllt. Über eine Dosierrinne, die durch einen elektromagnetischen Schwingantrieb angeregt wird, wird das Material in einen Zwischenbehälter oder direkt in die Produktverpackung dosiert. Die Rückkopplung erfolgt über eine Wägezelle. Die Steuerung arbeitet aktuell nach einem einfachen 3-Stufen-Prinzip (Grob, Mittel, Fein). Ich verzichte komplett auf Pneumatik; alle beweglichen Teile werden über PTO-gesteuerte Stepper realisiert. Mit dem Konzept bin ich inzwischen zufrieden und habe bereits die erste Abfüllung getestet. Nun bewege ich mich in Richtung Fertigung der ersten vorzeigbaren Maschine.
Die Steuerung ist derzeit eine S7-1214 G1. Sollte sich der Prototyp innerbetrieblich bewähren und in eine Kleinserie gehen (was noch etwas dauern wird), plane ich vermutlich einen Wechsel auf eine S7-1212 G2. Ungewöhnliche Anforderungen habe ich nicht. Ich würde mir entweder eine herstellernative Lösung aus CPU und HMI oder eine Kommunikation per OPC UA wünschen. Einen Put-Get Zugriff erachte ich aus Sicherheitsgründen als bedenklich, auch wenn es bei solch einer Mini-Anlage wohl kaum relevant sein sollte. Kernelement der Maschine soll ein Rezeptmanager sein, über den Materialien und Zielgewichte ausgewählt werden können und dann die entsprechenden Parameter für die 3-Stufen Steuerung geladen werden. Der Bediener soll zu Produktionsbeginn sein Rezept auswählen können (eventuell per EAN-Code-Scan), anschließend werden während der Abfüllung hauptsächlich Soll- und Ist-Gewichtswerte angezeigt. Benachrichtigungen bei Über- bzw. Unterschreitung von Grenzwerten sowie ein Export der Batch-Daten auf einen USB-Stick wären wünschenswert.
Geplant ist außerdem die Möglichkeit, mehrere Maschinen desselben Typs kabelgebunden zu vernetzen und einen gemeinsamen Rezepturspeicher zu nutzen, sodass ein auf Maschine A erstelltes Rezept auch auf Maschine B verfügbar ist. Diese Funktion, wenn sie zum tragen kommt, würde ich voraussichtlich über die CPU und nicht über das HMI realisieren.
Aktuell habe ich ein Unified MTP400 vor Ort. Funktionalität und Oberfläche gefallen mir grundsätzlich gut, auch wenn man merkt, dass es sich um ein „Basic“-Panel handelt. Ich werde noch etwas damit experimentieren, gehe aber davon aus, auf ein 7"-Panel umzusteigen. Das Anlegen neuer Rezepte sowie die Visualisierung und Dokumentation von Gewichtstoleranzen per Graph ist auf 4" recht mühsam, zudem wirkt diese Größe inzwischen nicht mehr zeitgemäß. Naheliegend wäre daher das größere MTP700. Für das MTP400 habe ich über einen Onlinehändler ca. 250 € netto bezahlt, das günstigste Angebot lag bei etwa 225 €, allerdings mit langer Lieferzeit. Das MTP700, vermutlich mit identischem Prozessor und gleicher Auflösung, liegt beim günstigsten Anbieter bereits bei ca. 450 € netto, mit moderater Lieferzeit und über einen autorisierten Händler eher bei 500 € netto. Bei Stückzahlen lässt sich sicher noch etwas verhandeln, große Sprünge erwarte ich jedoch nicht. Zu diesem Preis hätte das Display allerdings einen proportional recht hohen Anteil an den Maschinenkosten.
Daher meine konkrete Frage: Gibt es neben Kinco und Weintek Alternativen zum MTP700, die auch bei kleinen Stückzahlen einen echten Kostenvorteil bieten? Welche Erfahrungen habt ihr mit Kinco und Weintek gemacht? Der Komfort und die Sicherheit einer durchgängigen Systemlösung (CPU und HMI aus einem Haus) müssten meines Erachtens mit einem deutlichen Preisvorteil oder einem klaren Feature-Mehrwert eines Drittanbieters einhergehen, um einen Wechsel zu rechtfertigen. Preislich müsste man sich also vermutlich im Bereich von etwa 300–350 € netto bewegen.
Mein Eindruck bislang: Ein Kinco 7" aus der aktuellen Mittelklasse-Serie (z.B G2070HE) liegt bei Einzelstückzahlen bei rund 210 € netto. Für Weintek habe ich keine verlässlichen Onlinepreise gefunden, gehe jedoch von einer ähnlichen Preisstruktur aus. Für Kinco scheint es einige Anwender zu geben, und der Support des deutschen Vertriebs wirkt auf mich positiv. Skeptisch sehe ich jedoch den Umgang mit Modellvarianten und Produktpflege bei asiatischen Herstellern. Die Anzahl der Displayvarianten ist groß und wächst jährlich, was bei mir Fragen zur Langzeitverfügbarkeit und zum Support einzelner Modelle aufwirft. Auch softwareseitig scheint es gelegentlich Kompatibilitätsprobleme zwischen Versionen zu geben. Bei Kinco existieren aktuell zwei Projektierungssoftwares; die neue Version scheint funktional noch nicht ganz auf dem Niveau der alten zu sein, wird jedoch von neuen Geräten vorausgesetzt. Hardwareseitig wirken die Produkte durchaus potent. Wenn ich die Maschine jetzt projektiere, möchte ich jedoch idealerweise auch in zehn Jahren noch Support für das gleiche Panel erhalten.
Zusätzlich habe ich folgende Hersteller im Blick, mit denen ich bisher jedoch noch keinen Kontakt hatte:
- Beijer (z.B. X2 Base 7 v2),
- Sigmatek
- Exor
Über Erfahrungswerte oder Einschätzungen zu diesen Herstellern, insbesondere im Hinblick auf Preis-Leistungs-Verhältnis, Support und Langzeitverfügbarkeit, würde ich mich freuen.
Grundsätzlich bin ich auch nicht zwingend auf die S7-1200 festgelegt. Ein größerer Kostenfaktor der Maschine ist der Wägetransmitter bzw. Messverstärker. Aktuell setze ich eine Komponente von Laumas ein. Zwischenzeitlich hatte ich auch Beckhoff als Systemlösung in Betracht gezogen, da dort ein DMS-Verstärker im Portfolio ist, der deutlich kostengünstiger wäre. In diesem Zusammenhang hatte ich die CPU CX9240 ins Auge gefasst. Über den DisplayPort hätte ich direkt ein Touchdisplay (z. B. von Beetronics) anschließen können. Aufgrund der höheren CPU-Kosten sowie zusätzlicher Runtime- und Paketkosten liege ich am Ende jedoch wieder über dem Preisniveau der Siemens-Lösung, weshalb ich diesen Ansatz vorerst verworfen habe.
ich suche aktuell ein preiswertes HMI-Display im Größenbereich von 7", das mit einer Siemens S7-1200 kommunizieren soll. Da die 1200er-Generation meines Wissens nach keinen Webserver für eine Visualisierung bietet, soll die Projektierung direkt auf dem HMI-Gerät erfolgen.
Kurz zum Hintergrund: Vor einiger Zeit habe ich einen Beitrag zu einer kompakten Schüttgut-Dosiermaschine verfasst. Die Maschine ist grundsätzlich sehr einfach aufgebaut. Die Platzierung erfolgt auf einem Arbeitstisch. Ein Vorratsbehälter wird mit beliebigem Schüttgut gefüllt. Über eine Dosierrinne, die durch einen elektromagnetischen Schwingantrieb angeregt wird, wird das Material in einen Zwischenbehälter oder direkt in die Produktverpackung dosiert. Die Rückkopplung erfolgt über eine Wägezelle. Die Steuerung arbeitet aktuell nach einem einfachen 3-Stufen-Prinzip (Grob, Mittel, Fein). Ich verzichte komplett auf Pneumatik; alle beweglichen Teile werden über PTO-gesteuerte Stepper realisiert. Mit dem Konzept bin ich inzwischen zufrieden und habe bereits die erste Abfüllung getestet. Nun bewege ich mich in Richtung Fertigung der ersten vorzeigbaren Maschine.
Die Steuerung ist derzeit eine S7-1214 G1. Sollte sich der Prototyp innerbetrieblich bewähren und in eine Kleinserie gehen (was noch etwas dauern wird), plane ich vermutlich einen Wechsel auf eine S7-1212 G2. Ungewöhnliche Anforderungen habe ich nicht. Ich würde mir entweder eine herstellernative Lösung aus CPU und HMI oder eine Kommunikation per OPC UA wünschen. Einen Put-Get Zugriff erachte ich aus Sicherheitsgründen als bedenklich, auch wenn es bei solch einer Mini-Anlage wohl kaum relevant sein sollte. Kernelement der Maschine soll ein Rezeptmanager sein, über den Materialien und Zielgewichte ausgewählt werden können und dann die entsprechenden Parameter für die 3-Stufen Steuerung geladen werden. Der Bediener soll zu Produktionsbeginn sein Rezept auswählen können (eventuell per EAN-Code-Scan), anschließend werden während der Abfüllung hauptsächlich Soll- und Ist-Gewichtswerte angezeigt. Benachrichtigungen bei Über- bzw. Unterschreitung von Grenzwerten sowie ein Export der Batch-Daten auf einen USB-Stick wären wünschenswert.
Geplant ist außerdem die Möglichkeit, mehrere Maschinen desselben Typs kabelgebunden zu vernetzen und einen gemeinsamen Rezepturspeicher zu nutzen, sodass ein auf Maschine A erstelltes Rezept auch auf Maschine B verfügbar ist. Diese Funktion, wenn sie zum tragen kommt, würde ich voraussichtlich über die CPU und nicht über das HMI realisieren.
Aktuell habe ich ein Unified MTP400 vor Ort. Funktionalität und Oberfläche gefallen mir grundsätzlich gut, auch wenn man merkt, dass es sich um ein „Basic“-Panel handelt. Ich werde noch etwas damit experimentieren, gehe aber davon aus, auf ein 7"-Panel umzusteigen. Das Anlegen neuer Rezepte sowie die Visualisierung und Dokumentation von Gewichtstoleranzen per Graph ist auf 4" recht mühsam, zudem wirkt diese Größe inzwischen nicht mehr zeitgemäß. Naheliegend wäre daher das größere MTP700. Für das MTP400 habe ich über einen Onlinehändler ca. 250 € netto bezahlt, das günstigste Angebot lag bei etwa 225 €, allerdings mit langer Lieferzeit. Das MTP700, vermutlich mit identischem Prozessor und gleicher Auflösung, liegt beim günstigsten Anbieter bereits bei ca. 450 € netto, mit moderater Lieferzeit und über einen autorisierten Händler eher bei 500 € netto. Bei Stückzahlen lässt sich sicher noch etwas verhandeln, große Sprünge erwarte ich jedoch nicht. Zu diesem Preis hätte das Display allerdings einen proportional recht hohen Anteil an den Maschinenkosten.
Daher meine konkrete Frage: Gibt es neben Kinco und Weintek Alternativen zum MTP700, die auch bei kleinen Stückzahlen einen echten Kostenvorteil bieten? Welche Erfahrungen habt ihr mit Kinco und Weintek gemacht? Der Komfort und die Sicherheit einer durchgängigen Systemlösung (CPU und HMI aus einem Haus) müssten meines Erachtens mit einem deutlichen Preisvorteil oder einem klaren Feature-Mehrwert eines Drittanbieters einhergehen, um einen Wechsel zu rechtfertigen. Preislich müsste man sich also vermutlich im Bereich von etwa 300–350 € netto bewegen.
Mein Eindruck bislang: Ein Kinco 7" aus der aktuellen Mittelklasse-Serie (z.B G2070HE) liegt bei Einzelstückzahlen bei rund 210 € netto. Für Weintek habe ich keine verlässlichen Onlinepreise gefunden, gehe jedoch von einer ähnlichen Preisstruktur aus. Für Kinco scheint es einige Anwender zu geben, und der Support des deutschen Vertriebs wirkt auf mich positiv. Skeptisch sehe ich jedoch den Umgang mit Modellvarianten und Produktpflege bei asiatischen Herstellern. Die Anzahl der Displayvarianten ist groß und wächst jährlich, was bei mir Fragen zur Langzeitverfügbarkeit und zum Support einzelner Modelle aufwirft. Auch softwareseitig scheint es gelegentlich Kompatibilitätsprobleme zwischen Versionen zu geben. Bei Kinco existieren aktuell zwei Projektierungssoftwares; die neue Version scheint funktional noch nicht ganz auf dem Niveau der alten zu sein, wird jedoch von neuen Geräten vorausgesetzt. Hardwareseitig wirken die Produkte durchaus potent. Wenn ich die Maschine jetzt projektiere, möchte ich jedoch idealerweise auch in zehn Jahren noch Support für das gleiche Panel erhalten.
Zusätzlich habe ich folgende Hersteller im Blick, mit denen ich bisher jedoch noch keinen Kontakt hatte:
- Beijer (z.B. X2 Base 7 v2),
- Sigmatek
- Exor
Über Erfahrungswerte oder Einschätzungen zu diesen Herstellern, insbesondere im Hinblick auf Preis-Leistungs-Verhältnis, Support und Langzeitverfügbarkeit, würde ich mich freuen.
Grundsätzlich bin ich auch nicht zwingend auf die S7-1200 festgelegt. Ein größerer Kostenfaktor der Maschine ist der Wägetransmitter bzw. Messverstärker. Aktuell setze ich eine Komponente von Laumas ein. Zwischenzeitlich hatte ich auch Beckhoff als Systemlösung in Betracht gezogen, da dort ein DMS-Verstärker im Portfolio ist, der deutlich kostengünstiger wäre. In diesem Zusammenhang hatte ich die CPU CX9240 ins Auge gefasst. Über den DisplayPort hätte ich direkt ein Touchdisplay (z. B. von Beetronics) anschließen können. Aufgrund der höheren CPU-Kosten sowie zusätzlicher Runtime- und Paketkosten liege ich am Ende jedoch wieder über dem Preisniveau der Siemens-Lösung, weshalb ich diesen Ansatz vorerst verworfen habe.










