Formieren von Frequenzumrichtern vereinfachen

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Wir haben immer wieder den Fall, dass wir größere FU´s formieren müssen (110-315kW). Aktuell machen wir das mit einem Ringkernstelltrafo an dem ein B4 Gleichrichter angeschlossen ist. Diese Geschichte hängen wir dann direkt an den Zwischenkreis.
Ich hatte nun den Gedanken, dass man das doch auch Automatisiert über einen kleinen FU machen könnte. Idee ist es, an einen 1,1kW Umrichter einen B6 Gleichrichter zu hängen und damit den Zwischenkreis der großen Geräte zu laden. Mit einer 1200er Steuerung und Display könnte man dann noch verschieden Ladeprofile hinterlegen, je nach dem wie lange das zu formierende Gerät gelegen hat. Das würde uns die Arbeit erleichtern, da wir auch manchmal die Geräte beim Kunden formieren.
Hat hier jemand schon mal was in diese Richtung versucht?

edit:
Lastwiderstand wäre vorhanden um den Strom zu begrenzen. Im Lager hätten wir auch einen "herrenlosen" Sinusfilter welchen wir nutzen könnten um die PWM zu Glätten.


Beste Grüße
 
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Wir machen das im Betrieb ganz hemdsärmelig mit 3 Stück 60W Glühbirnen und zuerst an L1 + N mit Glühbirne in Reihe im L1 und nachdem der Zwischenkreis auf 270V + 5min ist, werden L1 / L2 / L3 jeweils mit einer Glühbirne angeschlossen. Wenn Zwischenkreis bei 560V ist + 5min -> fertig.
Hintergrund der Glühbirnen ist die Leistungsbegrenzung für das Formieren des Zeischenkreises. Das Ganze dauert zwischen 15 Minuten und 5 Stunden je nach FU und Liegedauer. Bis jetzt gabs so noch nie einen defekten Umrichter beim formieren. Danach sind alle wieder einsatzbereit gewesen.
 
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Das kommt etwas auf die Anzahl drauf an. Ich hatte mit wesentlich kleineren Geräten zu tun, etwa 12 Stück. Diese wurden mit einer Schaltuhr (da bereits KNX zur Verfügung stand mit Schaltaktoren) einmal monatlich etwa zwei Stunden gespiesen. Also der Schaltaktor schaltete einen Schütz, um 3L einspeisen zu können. Je nach Modell musste der Eingang oder der Ausgang des FU gespiesen werden.
So konnte im Bedarfsfall der FU demontiert und ohne Formierung direkt ausgetauscht werden.
Aber wie gesagt, das waren kleine FU...
 
In der Regel gehe ich beim formieren ** bis auf 90% der max. Kondensatorspannung. Da idR die ZK Kondensatoren 450V Nennspannung haben, lade ich bis ca750..800V *. Und das geht definitiv mit nem 1000V DC Netzteil regelbar mit Strombegrenzung einfacher und sicherer. Labornetzteile haben dann auch ne Steuerschnittstelle.

* 400V Geräte 2 in Serie, 690V Geräte 3 in Serie.
Bei Geräten mit Folienkondensator ist formieren unnötig. Z.b. Vacon100

** kann man sich komplett sparen, wenn man z.b. den FU über ne Zeitschaltuhr alle x Monate für y Stunden einfach mit Netzspannung versorgt. Lagerwand mit entsprechender Schaltung und gut.
 
Aktuell machen wir das mit einem Ringkernstelltrafo an dem ein B4 Gleichrichter angeschlossen ist. Diese Geschichte hängen wir dann direkt an den Zwischenkreis.
Den B4 könntest Du Dir sparen, wenn Du die Freilaufdioden der IGBT benutzt. Aber dann darf auf keinen Fall der Umrichter ne Freigabe bekommen 🤪
Vorteil gegenüber des direkten connect auf den ZK: Verpolen unmöglich.
Ich geh bei großen Geräten eigentlich immer über die Motorklemmen rein, außer wenn ich beim formieren noch weitete Funktionstests machen will.

Strombegrenzug ist sinnvoll. Vor allem bei unbekannten FU. Könnte man ja auch primär am Ringkerntrafo umsetzen.
 
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