TIA MRP Interconnection, nach Siemens anleitung fehlerhaft, Alternative Redundanz?

vollmi

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Hallo zusammen.
Ich versuche gerade zwei MRP Ringe mit XC-206 Switches per Interconnection miteinander zu verbinden.
Ich meine ich bin auch richtig nach der Anleitung von Siemens vorgegangen.
Projektierungshandbuch XC-200 Kapitel 5.3.5.6
1766149125781.png
1766149644650.png
Beim übersetzen bekomme ich diesen Fehler
1766149145307.png
Der führt mich hierher:
1766149187065.png
Wenn ich hier aber Alternative Redundanz anhake wird MRP offenbar deaktiviert und ein übersetzen ist dann nicht mehr möglich weil P1R und P2R keine Ringports mehr sind und darob die RIOs natürlich keine Rinpartner mehr finden.
Hat hier jemand eine Idee an welchem Punkt ich noch einen Fehler habe?
 
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Da geht's mehr darum, dass man sich nicht den Zugang zu den noch nicht konfigurierten Geräten versperrt.
Wenn man z.B. beim entfernten Gerät den Loopprotection einschalten will, dann darf man natürlich noch kein Loop verdrahtet haben, weil dann das Netzwerk ja schon nicht mehr funktioniert und man keine Chance hat zum laden der Konfiguration die den Loop verhindern soll.
 
OK.Das habe ich noch gefunden.

Die Fehlermeldung "gehört zu einer Ringstruktur ohne eine MRP-Einstellung" bedeutet, dass Sie ein Gerät (z.B. einen Switch) in eine physische Ringtopologie eingebunden haben, aber es nicht als Teil einer Media Redundancy Protocol (MRP)-Domäne konfiguriert ist, was zu unerwünschtem Verhalten (wie Paketverlust oder unnötigem Datenverkehr) führen kann; Sie müssen entweder das Gerät als MRP-Manager/Client konfigurieren oder die Ringstruktur aufbrechen, um dieses Protokoll zu aktivieren oder das Problem zu beheben.
 
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OK.Das habe ich noch gefunden.

Die Fehlermeldung "gehört zu einer Ringstruktur ohne eine MRP-Einstellung"
Diese Fehlermeldung habe ich ja nicht, aber die kommt dann natürlich wenn ich Alternative Redundanz anhake wie in der Fehlermeldung die ich habe angewiesen ist.
Ich denke mir fehlt noch ein entscheidender Schritt um die Interconnect einzuschalten um die zwei MRP Ringe zusammenzuhängen.
 
kannst Du mal aufzeichnen, wie die Ringe aussehen sollen? Du hast zwei Ringe und zwei Linien? Geht das so überhaupt bei 1500H? Oder soll das über die 1500H und die unteren Switche auch nochmal nen Ring werden? Dann fehlt unten noch nen Kabel quer.
Theoretisch sollten die Scalance mehrere Ringe können. Da gibts aber zig Einstellungen. Hast Du verschiedene MRP-Domains?
Machst Du Systemredundanz S2 oder R2?
Vielleicht wäre R2 besser als diese ganzen ineinander überlappenden MRP-Ringe. Oder einen grossen Ring?
Ich glaub, ich würd nochmal über die Sinnhaftigkeit der Ringe nachdenken.
Da gabs doch nen Handbuch zu 1500H wie man Redundanz am besten aufbaut.
Ich würd die Switche auch nicht als Manager(Auto) konfigurieren sondern MRP-Manager und MRP-Clients fix festlegen.
 
Zuletzt bearbeitet:
kannst Du mal aufzeichnen, wie die Ringe aussehen sollen?
Grundsätzlich sollen die Ringe so aussehen wie im Handbuch.
Wobei bei mir der Primary MIC/MIM Ring nur aus zwei Switches und einem ET200sp RIO bestehen. die SPS ist nicht Teilnehmer des Rings sondern nur per Stich angeschlossen.
1766179236556.png

Du hast zwei Ringe und zwei Linien?

Das ist korrekt der Obere Ring mit Primary MIC und MIM.
Der Untere Ring mit Primary Coupled MIC und Secondary Coupled MIC
Und diese Sind verbunden mir Primärer und Sekundärer Verbindung.

Geht das so überhaupt bei 1500H?

Die 1500H spielt hier überhaupt keine Rolle, sie ist in keinem dieser Ringe irgendwas, weder MRP Master noch Client.
Das verhalten ist übrigens mit einer "normalen" S7-1515 exakt gleich.
Mit der H Steuerung entfernt man aus dieser Konstellation dann nur die letzten zwei "Single Point of Failure".
Grundsätzlich sind die H/R Steuerungen aber Interconnection fähig, ich nutze sie hier nur nicht, da diese gar nicht teilnehmer des Rings werden sollen. Auszug aus dem H/R Systemhandbuch.
1766180775576.png
MRP Interconnection with S7-1500R/H

Oder soll das über die 1500H und die unteren Switche auch nochmal nen Ring werden? Dann fehlt unten noch nen Kabel quer.
Theoretisch sollten die Scalance mehrere Ringe können. Da gibts aber zig Einstellungen. Hast Du verschiedene MRP-Domains?
Machst Du Systemredundanz S2 oder R2?
Die Scalance können mehrere Ringe, allerdings kann ein Scalance wenn mehrere Ringe eine Rolle spielen darin dann nur MRP Master sein. Das heißt dieselben zwei ringe durch zwei Scalance ziehen geht nicht als normale Ringkonfiguration, dafür ist genau die MRP-Interconnection da.

Vielleicht wäre R2 besser als diese ganzen ineinander überlappenden MRP-Ringe. Oder einen grossen Ring?
Ich glaub, ich würd nochmal über die Sinnhaftigkeit der Ringe nachdenken.
Da gabs doch nen Handbuch zu 1500H wie man Redundanz am besten aufbaut.
Ich würd die Switche auch nicht als Manager(Auto) konfigurieren sondern MRP-Manager und MRP-Clients fix festlegen.
Auch als Fix MRP-Master etc. kriege ich die MRP-Interconnection nicht konfiguriert.
R2 hat halt überhaupt nichts damit zu tun was ich erreichen will. Ich habe mehrere Gewerke an dieser H-Steuerung.
Da die Gewerke zu unterschiedlichen Zeitpunkten in Betrieb gehen müssen die Ringe an unterschiedlichen Stellen gleichzeitig aufgetrennt werden können. Ringe haben aber halt die Eigenschaft, dass sie nur an einer Stelle aufgetrennt werden können ohne dass Teilnehmer ausfallen.
Und mir würde es auch missfallen wenn Teilnehmer verschiedener Gewerke sich einen Ring teilen, der ring soll nicht aus 100 Teilnehmern bestehen sondern ich möchte am Schluss 4 Ringe haben wovon einer Primary MIC und MIM Ring spielt. Aber erstmal reicht es mir wenn ich das wie im Handbuch beschriebene Konstrukt konfigurieren könnte.
 
Zuletzt bearbeitet:
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Oh jetzt sehe ich den essentiellen Part im Handbuch :-(
1766182056081.png
Die Menupunkte in TIA haben mich da in die Irre geführt.
Da die Punkte wirklich alle in TIA vorhanden sind. Krass.
Das wird jetzt interessant, wie ich mrp in tia konfiguriere und interconnection in WBM ohne das Tia das dann wieder überschreibt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Und mir würde es auch missfallen wenn Teilnehmer verschiedener Gewerke sich einen Ring teilen, der ring soll nicht aus 100 Teilnehmern bestehen sondern ich möchte am Schluss 4 Ringe haben wovon einer Primary MIC und MIM Ring spielt. Aber erstmal reicht es mir wenn ich das wie im Handbuch beschriebene Konstrukt konfigurieren könnte.
ja, ich verstehe dich schon.
Wieviele ET200SP sind denn im Endausbau jeweils in den 4 Ringen vorgesehen.
Mit R1 oder R2 brauchst halt die Ringe nicht, musst aber die richtigen IMs einsetzen.
Bevor ich halt mit "exotischen" Switchkonfigurationen am Feldbus "rumexperimentiere", setz ich lieber auf bewährte "Standardverfahren" im Feldbus.
Hab letzte Woche erst so Monsterringe miteinander verheiratet (ohne Interconnection). Da krigst die Krise mit den ganzen Einstellmöglichkeiten an den Switchen. Auch hier gilt wieder, Netze lieber mit zusätzlichen CPs trennen, als alles zusammenzuknallen. Aber erzähl des den Kunden...
Am Ende kommts auf die konkreten Anforderungen drauf an, und viel Gehirnschmalz in der Planung, sonst liegen die LWLs sonstwo...
Nächstes Thema sind Umschaltzeiten und Konfiguration der Überwachungszeiten an den PNIO-Teilnehmern...
Irgendwann hast bei der IBN aus Versehen nen Loop konfiguriert und es geht garnichts mehr. Dann fängst den Fussmarsch an und hast hoffentlich alle Schlüssel und Zugangsberechtigungen...
 
ja, ich verstehe dich schon.
Wieviele ET200SP sind denn im Endausbau jeweils in den 4 Ringen vorgesehen.

Zwischen 10 und 20 Stück.
Mit R1 oder R2 brauchst halt die Ringe nicht, musst aber die richtigen IMs einsetzen.
Bevor ich halt mit "exotischen" Switchkonfigurationen am Feldbus "rumexperimentiere", setz ich lieber auf bewährte "Standardverfahren" im Feldbus.
Hab letzte Woche erst so Monsterringe miteinander verheiratet (ohne Interconnection). Da krigst die Krise mit den ganzen Einstellmöglichkeiten an den Switchen. Auch hier gilt wieder, Netze lieber mit zusätzlichen CPs trennen, als alles zusammenzuknallen. Aber erzähl des den Kunden..

zusätzliche CPs gehen leider nicht, da CPs in plc sim nicht simuliert werden können, da muss man dann wieder was für die Simulation basteln.

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Am Ende kommts auf die konkreten Anforderungen drauf an, und viel Gehirnschmalz in der Planung, sonst liegen die LWLs sonstwo...
Nächstes Thema sind Umschaltzeiten und Konfiguration der Überwachungszeiten an den PNIO-Teilnehmern...
Irgendwann hast bei der IBN aus Versehen nen Loop konfiguriert und es geht garnichts mehr. Dann fängst den Fussmarsch an und hast hoffentlich alle Schlüssel und Zugangsberechtigungen...
Umschaltzeiten sind bei uns zum glück kein Thema. Und diese Anlage ist auch nur 800 meter weit.
Ich bin etwas konsterniert, das interconnection in TIA angeboten wird, aber dann im onlinehandbuch als nicht in TIA konfigurierbar gilt.

Sehr kurios. Ich geb das Thema jetzt nochmal an Siemens.
 
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Ich bin etwas konsterniert, das interconnection in TIA angeboten wird, aber dann im onlinehandbuch als nicht in TIA konfigurierbar gilt.
Das ist so nen Ding, wo ich letztens auch verwirrt war. Mache Dinge kannst in TIA konfigurieren und der Switch krigt diese Konfiguration direkt von der SPS als PNIO-Teilnehmer. Manchmal musst/kannst den Switch übers TIA laden. Manchmal musst über die Weboberfläche konfigurieren...

Früher hat ich mal so nen Fall, dass bei jedem CPU Run-Stop die Switche kurz ausgefallen sind bzw. bei jedem HW-Konfig-Laden der SPS, war blöd, weil da noch mehr über den LWL-Ring kommuniziert hat. Also eigentlich sollten die Switche bei komplexeren Netzwerken besser nicht im TIA drinn sein. Dann hast aber auch keine PNIO-Diagnose und musst die händisch über SNMP machen, oder den Störmeldekontakt verkabeln...

Also es sind viele Dinge zu bedenken...
 
Die Scalance können mehrere Ringe, allerdings kann ein Scalance wenn mehrere Ringe eine Rolle spielen darin dann nur MRP Master sein. Das heißt dieselben zwei ringe durch zwei Scalance ziehen geht nicht als normale Ringkonfiguration, dafür ist genau die MRP-Interconnection da.
Ich stolper und kämpfe grad mit dem gleiche Thema.

Ich habe das H-System in der Jetzige geplante Konfiguration auch noch nicht konfiguriert. Bin seit heute dran.
In mein Fall habe ich 2 Ringen aber im gleiche Scalance.
1 Ring ist das H-System über den Scalance mit einige ET200SP. H-System kann nur Manager AUTO!
Der andere Ring sind die einzelne Scalance in eine Ring.
(3 gleiche Anlagen mit jeweils H-System)

Hochstwarscheinlich muss ich in mein Fall die Planung ändern.
Naja, ich bleibe dran und hoffe hier ein funktionierende Feedback geben zu können.
 
Siemens hat mir bestätigt das Interconnection nur über Web konfiguriert werden kann. in TIA muss alternative Redundanz ausgewählt werden.
Ich habs aber trotzdem noch nicht am laufen, die Secondary lassen sich nicht mehr anpingen sobald die Interconnection aktiviert wurde obwohl noch der redundante Weg noch nicht eingesteckt wurde.

Ich habe das H-System in der Jetzige geplante Konfiguration auch noch nicht konfiguriert. Bin seit heute dran.
In mein Fall habe ich 2 Ringen aber im gleiche Scalance.
1 Ring ist das H-System über den Scalance mit einige ET200SP. H-System kann nur Manager AUTO!
Der andere Ring sind die einzelne Scalance in eine Ring.
Ich werde die H ab FW 3.0 nicht mehr im Ring eingliedern sondern nur mit Stich auf einen Switch verbinden. IMHO hat man keinen Gewinn davon wenn die Köpfe im Ring sind. Auch mit Stichleitungen ist man voll redundant unterwegs.
 
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Ich werde die H ab FW 3.0 nicht mehr im Ring eingliedern sondern nur mit Stich auf einen Switch verbinden. IMHO hat man keinen Gewinn davon wenn die Köpfe im Ring sind. Auch mit Stichleitungen ist man voll redundant unterwegs.
Das wird eine funktionierende Lösung sein. Die habe ich auch schon so in Betrieb. Hier habe ich halt keine Netzwerk-Kabel Redundanz.

Ein zwischtest habe ich gemacht mit der X2 Port vom H System. Da kann ich keine MRP einstellen.

ich prüf gerade die Möglichkeit um lokal R1 Redundanz zu machen
 
So die Interconnection funktioniert jetzt einwanfrei. Ich musste aber die Switches komplett aus TIA entfernen, sonst hat TIA immer irgenwas an der Ringkonfiguration überschrieben. und ich bin nicht dahinter gekommen was mir da überschrieben wird.

wenn man die Geräte aus TIA entfernt, alles über Web konfiguriert und PN DIAGNOSE wieder deaktiviert. Dann funktionierts einwandfrei. Umschaltzeit zwischen den Intercon Verbindungen ist mehrere 100ms. Aber für mich ist das okay.
Ich versuchs jetzt dann trotzdem nochmal mit einer Einbindung in TIA. mit den exakten Konfigurationen die ich auch in der Weboberfläche gemacht habe.
 
Ich musste aber die Switches komplett aus TIA entfernen, sonst hat TIA immer irgenwas an der Ringkonfiguration überschrieben. und ich bin nicht dahinter gekommen was mir da überschrieben wird.
Sind die Switche einer CPU zugeordnet als PNIO-Teilnehmer oder nur so im TIA?

Falls Du da mal ne Anleitung siehst, wann wie welche Konfiguration hergenommen wird, würd mich auch interessieren.

Wie ich oben schonmal geschrieben hab, ists ja auch noch nen Unterschied, ob ich den Switch aus TIA lade oder nicht und er die Konfiguration von der CPU krigt. Bzw. ob die ganze Konfiguration überschrieben wird oder nur manche Parameter. Und wann passiert das? Bei CPU-Neustart oder immer oder nur einmalig beim Laden der CPU?
 
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