Sync-Lock-Mechanismen? Ja, schon gehört. Aber die zaubern doch keine zusätzlichen LuftPolster herbei und sie automatisieren auch nicht das optimale Ausnutzen der vorhandenen!? Sie helfen, sich keine zusätzlichen DatenInkonsistenzen einzufangen. Oder hat sich das seit dem letzten Jahrhundert geändert?
Alles richtig, aber das Wichtigste vergessen: Sie ermöglichen erst die Aufgabenprorisierung über unterschiedlich schnelle Tasks. Wobei es aber auch noch eine andere Möglichkeit gibt: Variablen immer nur in dem selben Task beschreiben. Die anderen Tasks lesen, kopieren um und arbeiten erst dann damit.
Aus dem Jahrhundert, in dem die PLC das Laufen lernte!
Ich bin auch Jahrgang 1975. Meine ersten Entwicklungsprojekte liefen auf 8bit Prozessoren, programmiert in Assembler. Ja, ich weiß wie es damals war. Die SPS-Programmierung habe ich noch auf der S5-Steuerung gelernt. Doch bin ich nie stehen geblieben. in den 2000er habe ich begonnen die S7, soweit es möglich war, objektorientiert zu programmieren. Das war damals schon in Bezug auf Nutzen und Aufwand ein Quantensprung. 2005 habe ich zusätzlich mit TwinCAT begonnen. Ein System, das von dem Entwicklungsstand und den Möglichkeiten voll meinen Nerv getroffen hat. Heute habe ich mich u.a. spezialisiert auf hochperformante Steuerungen und Geschwindigkeit. Du brauchst da nicht kribbelig werden. Wenn man es richtig implementiert hat es echte Vorteile. Das würde jetzt aber den Rahmen sprengen.
Ich beobachte mit Sorge, wie viele meiner Kollegen einfach nicht mehr mit der Zeit mitkommen und noch programmieren wie vor 30 Jahren, flach und global und mit Merkern.:sm10: Wenn ich jetzt noch mit Mehrkernprozessoren beginne platzt warscheinlich einigen die Birne. Oder XFC, steuern und erfassen zwischen den SPS-Zyklen Nanosekunden-genau.
Warum die Sorge? Weil ich der Meinung bin, dass Maschinensoftware von Fachleuten programmiert werden sollte, die ein technisches Verständnis und einen Blick für die möglichen Gefährdungen haben. Es drängen immer mehr Informatiker :sc2: den Bereich vor, die zwar OOP prima verstehen und leben, aber keine Ahnung von Echtzeit-Programmierung haben. Aber OOP hat auch enorm viele Vorteile.
Ich kann nur jedem SPS'ler dringen raten, die neue Welt nicht zu verteufeln :sm14: sondern mit den alten Erfahrungen zu kombinieren. Dann kommt was dabei raus, was kein Informatiker mitbringen kann. Einfach offen bleiben für den aktuellen Stand. Nur so können wir die Informatiker zurückdrängen, die nur noch in UML und State Machines denken.
Hast Du schon vererbt, implementiert und über Interfaces Daten ausgetauscht? Hardware in der Instanz direkt angebunden. Syncmachines optimiert. :shock:
Ich bin auch noch Anwendungsprogrammierer - einer der wenigen, die beide Welten (SPS und Informatik :sb3: ) gleichermaßen gut verstehen. Und gelernter Energielektroniker bei der Siemens AG 1991-1994.
So das war jetzt genung off-topic.