Step 7 PV Anlage und Profibus

BiBi

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Ich habe ein Projekt, bei dem ist an der Trafostation eine PV Anlage nachgerüstet worden.
Zusätzlich sind Gebläse der Fa. Käser eingebaut worden, und zwar Gebläse mit FU. Das Gebläse
hat auch einen BUS Anschluss (Profibus).
Ich habe nach der CPU für jedes Gebläse (zwei Stück) einen Repeater eingebaut. Vom Repeater zum Gebläse Profibusstecker
und zurück zum aktiven Terminator.
Nun treten sporadisch immer wieder BUS Störungen auf. Auffällig ist der Umstand, dass dies bei sehr heißem Wetter passiert.

Was habe ich für Möglichkeiten, diese Fehler in den Griff zu bekommen?
Gebläsehersteller sagt: Elektronik ist OK, Fehler kommt von extern.
PV Anlagen Lieferant sagt: PV Anlage funktioniert wie gewünscht, alles OK.

Ich bin nun ein wenig ratlos.
Ich werde die Profibusleitugen mal komplett separat verlegen, damit so wenig Kontaktpunkte zu internen Leistungskabeln vorhanden sind.
 
Nun treten sporadisch immer wieder BUS Störungen auf.
Wie äußern die sich denn? Welche Diagnosemeldungen kommen? Wie lange sind die Profibuskabel? Was für eine Baudrate fährst du? Liegen die Profibuskabel parallel zu den Stromkabeln? Potentialausgleiche vorhanden? Ich könnte mir vorstellen, dass es einen Zusammenhang gibt mit "überwiegend bei heißem Wetter" und dem verbauten Lüfter der dann öfter anläuft.

Kannst du mal ein paar Bilder einstellen?
 
Die einfache Länge der Profibuskabel ist ca. 30m, hin und zurück ca. 60m.
Eine komplette Trennung zu Leistungskabeln ist nicht gegeben. So ca. 10-15m laufen die Kabel parallel.
Wie schon geschrieben, lasse ich mal provisorisch ändern, damit die Kabel nicht parallel verlaufen.
Potentialausgleich muss ich kontrollieren lassen, der Elektriker kommt zur Anlage. Normal Ja, aber...
An den Lüfter habe ich noch nicht gedacht, da dies eine kleine Leistung ist, denke mal so um die 0,5 kW.

Was für Bilder möchtest Du sehen?
 
Hier mal das SPS Schema. Der gelb umrandete Bereich ist der Störanfällige.
 

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So ca. 10-15m laufen die Kabel parallel.
Könnte aus meiner Sicht schon mal der Hauptgrund sein. Ich hatte das auch mal, Profibus ( 1.5Mbaud ) ca. 15-20m komplett parallel zu Motorkabeln ( Motoren ohne FU ), immer wieder bei einem Motorstart => Stationsausfall DP. Ich habe das Kabel dann neu verlegt, ca. 20cm getrennt von allen Leistungskabeln=> nie wieder ein Problem gehabt.

Ich vermute da bei dir stark das Problem, vor allem im Zusammenhang mit dem Lüfter / hohen Temperaturen ( also Lüfter läuft öfters an )

Was für Bilder möchtest Du sehen?
Mal von den Profibusklemmstellen / Steckern...
 
Der Lüfter läuft im Dauerbetrieb, den schließe ich erst mal aus.
Die BUS Geschwindigkeit ist auf 187,5 kBit/Sek eingestellt. CPU ist eine 316-2 DP.
Aktuell hat ein Leistungsmessgerät einen BUS Fehler, deshalb stehen nur diese Fehler im Diagnose Protokoll.
Werde ich bei Gelegenheit vom BUS nehmen, damit ich an die anderen Diagnose Daten komme.
 
Ich würde, wie du schon angemerkt hast mal provisorisch ein paar Tage das Buskabel anders verlegen und schauen ob sich was verbessert. Kannst du in deinem EPLAN Screenshot mal den Teilnehmer mit dem sporadischen Ausfall markieren?
 
Ich habe den Teilnehmer rot umrandet.
Der Elektriker hat zwischenzeitlich nach dem Potentialausgleich geschaut. Keiner vorhanden.
Potentialausgleich wird nun erstellt.
 

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Ich habe den Teilnehmer rot umrandet.
Dann würde ich mir wenn möglich folgende Profibusklemmstellen auch noch einmal anschauen ( sauber aufgelegt ( A+B+Schirmung ), sauber verschraubt, Abschlusswiderstände, Kabelverlegung):
1779960037763.png
 
Alternativer Vorschlag :
Du könntest im Bereich der CPU einen ProfiBus-Switch installieren und von da an sternförmig zu den einzelnen Slaves gehen. Damit würde sich deine jeweilige PB-Leitung extrem verkürzen und falls es doch mal zu einem Slave-Ausfall kommt würde sich das nicht auf den kompletten Bus auswirken ...
 
Habt ihr nen PB-Analyser? Bei uns konnte man die Frequenz einiger FU's auf dem Bus sehen. Immer wenn ein FU in einem bestimmten Bereich lief, sind am anderen Ende nur zwei von dutzenden Teilnehmern ausgefallen. Diese hatten nichts mit dem FU zu tun und waren auf einem anderen Segment. Dennoch hat die CPU diese nicht mehr erreichen können, weil der FU genau in das entsprechende Telegramm immer wieder eingestreut hat. Zwei Adressen sind betroffen gewesen.

Wir haben das übrigens nicht in den Griff bekommen, sondern das in den Bereich der FU laufende Segment per LWL (OLM) angebunden. (Da die PB-Adressen in den betroffenden Geräten nicht verstellt werden konnten.) So sind die Störungen nur in dem Segment und aus dem verbreitet sich es nicht weiter. Die CPU hat sie nicht mehr wahrgenommen. Es wurde tatsächlich nur wenige Meter LWL zwischen gesetzt. (OLMs haben wir aus einem Rückbau in Massen übrig gehabt.)

MfG
 
Die einfache Länge der Profibuskabel ist ca. 30m, hin und zurück ca. 60m.
Eine komplette Trennung zu Leistungskabeln ist nicht gegeben. So ca. 10-15m laufen die Kabel parallel.
Die BUS Geschwindigkeit ist auf 187,5 kBit/Sek eingestellt. CPU ist eine 316-2 DP.
30m sind für Profibus bei 187,5 ein Klacks. Ich glaube da weniger an ein Problem wegen der kurzen Strecke parallel mit anderen Kabeln.
Wichtiger ist, dass die Busabschlusswiderstände an beiden Enden der Busleitung korrekt geschaltet und aktiv mit 5V versorgt sind, und alle Profibus-Stecker sauber konfektioniert sind. Und natürlich ein funktionierender Potentialausgleich (nicht nur über den Schirm des Profibuskabels!).

Bei Profibuskabel sagt man nicht "Länge hin und zurück", da gibt es nur die einfache Länge. Oder meinst du, dass da wirklich das Profibuskabel wieder zurück kommt und womöglich als Ring angeschlossen wurde? Das darf so nicht sein.

Aktuell hat ein Leistungsmessgerät einen BUS Fehler, deshalb stehen nur diese Fehler im Diagnose Protokoll.
Werde ich bei Gelegenheit vom BUS nehmen, damit ich an die anderen Diagnose Daten komme.
Welche Fehler genau überfluten den Diagnosepuffer? Wenn das Peripheriezugriffsfehler im Programm oder bei Prozessabbild-Aktualisierung sind, dann läuft der Diagnosepuffer trotzdem voll/über, solange die Programmstellen noch aufgerufen werden bzw. das Gerät noch in HW Konfig projektiert ist.
 
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