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Hallo zusammen,
ich arbeite mit einer 1515-TF, einer CU320-2 mit S120-Antrieb (Extended Safety License) und TIA Portal V19. An der Anlage gibt es einen Rundtisch. In einem speziellen Betriebsmodus darf dieser bei offener Tür fahren, allerdings nur mit aktivem Lichtgitter. Sobald jemand in den Bereich greift, soll eine sichere Abschaltung erfolgen, zuerst SS1 und anschließend STO.
Die geforderte gesamte Anhaltezeit beträgt 190 ms. Diese setzt sich zusammen aus 20 ms Reaktionszeit des Lichtgitters, etwa 20 ms SPS-Verarbeitung und 150 ms für SS1. Das Lichtgitter ist auf einen sicheren Eingang verdrahtet, die sichere Kommunikation zum Antrieb erfolgt über PROFIsafe. Im Antrieb ist ein externer Stopp bei SS1 parametriert, außerdem ist die Zeit von SS1 nach STO auf 150 ms eingestellt. Für die PROFIsafe-Ansteuerung wird der Baustein LDrvSafe_SinaTlg30Control verwendet.
Nun ist mir bei einer Trace-Aufzeichnung etwas aufgefallen, das ich nicht ganz verstehe. Sobald das Lichtgitter unterbrochen wird, vergehen ungefähr 80 ms, bis im Antrieb das Signal „SS1Active“ ansteht. Erst ab diesem Zeitpunkt laufen dann die parametrierten 150 ms bis STO. Dadurch wird STO insgesamt erst nach etwa 230 ms gesetzt und nicht nach den geforderten 190 ms.
Die eingestellte Bremsrampe schafft es zwar in dieser Zeit, die Drehzahl fast auf null zu bringen, allerdings wird SS1 nicht überwacht. Im ungünstigsten Fall könnte der Antrieb also weiterlaufen, und dann wären die 230 ms sicherheitstechnisch zu spät. Genau das bereitet mir Bauchschmerzen.
Ich verstehe nicht, woher diese Verzögerung von rund 80 ms kommt, bis SS1 aktiv wird. Außerdem wird der STO im sicheren SPS-Programm(20ms Zyklus) eigentlich bereits nach 150 ms angesteuert, was aber scheinbar keinen Einfluss auf das Verhalten des Antriebs hat. Bei diesem Punkt bin ich mir allerdings nicht ganz sicher.
Ich hoffe ich habe alles verständlich beschrieben. Wenn was fehlt einfach melden.
PS: Morgen kann ich noch einen Screenshit vom Trace anhängen.
ich arbeite mit einer 1515-TF, einer CU320-2 mit S120-Antrieb (Extended Safety License) und TIA Portal V19. An der Anlage gibt es einen Rundtisch. In einem speziellen Betriebsmodus darf dieser bei offener Tür fahren, allerdings nur mit aktivem Lichtgitter. Sobald jemand in den Bereich greift, soll eine sichere Abschaltung erfolgen, zuerst SS1 und anschließend STO.
Die geforderte gesamte Anhaltezeit beträgt 190 ms. Diese setzt sich zusammen aus 20 ms Reaktionszeit des Lichtgitters, etwa 20 ms SPS-Verarbeitung und 150 ms für SS1. Das Lichtgitter ist auf einen sicheren Eingang verdrahtet, die sichere Kommunikation zum Antrieb erfolgt über PROFIsafe. Im Antrieb ist ein externer Stopp bei SS1 parametriert, außerdem ist die Zeit von SS1 nach STO auf 150 ms eingestellt. Für die PROFIsafe-Ansteuerung wird der Baustein LDrvSafe_SinaTlg30Control verwendet.
Nun ist mir bei einer Trace-Aufzeichnung etwas aufgefallen, das ich nicht ganz verstehe. Sobald das Lichtgitter unterbrochen wird, vergehen ungefähr 80 ms, bis im Antrieb das Signal „SS1Active“ ansteht. Erst ab diesem Zeitpunkt laufen dann die parametrierten 150 ms bis STO. Dadurch wird STO insgesamt erst nach etwa 230 ms gesetzt und nicht nach den geforderten 190 ms.
Die eingestellte Bremsrampe schafft es zwar in dieser Zeit, die Drehzahl fast auf null zu bringen, allerdings wird SS1 nicht überwacht. Im ungünstigsten Fall könnte der Antrieb also weiterlaufen, und dann wären die 230 ms sicherheitstechnisch zu spät. Genau das bereitet mir Bauchschmerzen.
Ich verstehe nicht, woher diese Verzögerung von rund 80 ms kommt, bis SS1 aktiv wird. Außerdem wird der STO im sicheren SPS-Programm(20ms Zyklus) eigentlich bereits nach 150 ms angesteuert, was aber scheinbar keinen Einfluss auf das Verhalten des Antriebs hat. Bei diesem Punkt bin ich mir allerdings nicht ganz sicher.
Ich hoffe ich habe alles verständlich beschrieben. Wenn was fehlt einfach melden.
PS: Morgen kann ich noch einen Screenshit vom Trace anhängen.