Sps + opc ua

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ok.Klar soweit. Aber gesetzt den Fall ich käme an die Spezifikationen ran, wie aufwendig wäre es dann einen OPC UA Server aufzusetzen, der z.B. Data Access anbietet. Der Server ist ja skalierbar.
 
Aber gesetzt den Fall ich käme an die Spezifikationen ran, wie aufwendig wäre es dann einen OPC UA Server aufzusetzen, der z.B. Data Access anbietet. Der Server ist ja skalierbar.

Keine Ahnung.
Ich habe einen OPC XML-DA selber programmiert,
auf Basis von libxml2, csoap und nanohttp.
Das war recht einfach.

Wie stark sich das http basierte OPC UA von OPC XML-DA unterscheidet, weiss ich eben nicht.
Aber das sollte machbar sein, da man den Telegrammverkehr ja einfach beobachten kann.

Das binäre OPC UA Protokoll wird dagegen eine härtere Nuss sein (nicht unbedingt wenn Du die Spec. hast).
Den Paketrahmen des binären OPC UA kann man noch mit Wireshark dekodieren.
Aber wie die Nutzlast genau kodiert ist, ist eine ganz andere Frage.

Na ja, Die wollen erst mal Lizenzen verkaufen :-)
 
Aber gesetzt den Fall ich käme an die Spezifikationen ran, wie aufwendig wäre es dann einen OPC UA Server aufzusetzen, der z.B. Data Access anbietet. Der Server ist ja skalierbar.

Das ist grundsätzlich möglich, ABER zu einem UA Server gehört die Server Applikation, die zwar skalierbar ist aber selbst ein recht "kleiner" UA Server der (nur) Data Access kann muss auch erst mal implementiert werden. Zusätzlich brauchst du den sogenannten UA-Stack, das ist die Komponente die das Protokoll implementiert, encoder/decoder der Nachrichten, Security, Plattform Adaption. Wenn du den nicht nur selber schreiben willst sondern auch so dass er kompatibel mit dem UA-Stack der OPC Foundation (den alle anderen verwenden) ist, dann ist das auch eine mächtige Aufgabe.

Ich will dich keinesfalls entmutigen, nur der deutlich einfachere Weg ist:
1) Mitglied in der OPC Foundation werden und den UA Stack von dort bekommen
2) oder bei einem kommerziellen Anbieter (Unified Automation, Softing, etc.) ein Toolkit kaufen

Bei 2) hast du den Vorteil dass a) der UA Stack (und eine einjährige Mitgliedschaft) dabei ist und b) vor allem auch schon ca. 90% der Server-Applikation schon fertig dabei ist und c) auch Support dabei ist. Nachteil: das ist nicht kostenlos.
 
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Also wenn man alles selber programmiert, kommt noch darauf an, in welcher Programmiersprache, kann man schon mit einem Jahr rechnen. Also nur um DataAccess anzubieten. Möchte man die Software später noch erweitern, so sollte man mindestens zwei Jahre einplanen (nur um DataAccess anzubieten). OPC UA ist schon ganz schön mächtig geworden, leistet aber auch unglaublich viel 8-)

Aber was Dr. OPC schon sagt, ist richtig. Man kann sich vielleicht auch an Unified Automation wenden, die verkaufen SDKs ohne das man gleich Mitglied in der Foundation sein muss.
 
Zuletzt bearbeitet:
Benötigt ein OPC UA Server ein Betriebssystem?

Hallo zusammen,

ist es möglich einen OPC UA Server auf nahezu jeder SPS einzusetzen?

oder gibt es ca einschränkungen , wenn ja welche

gruß
 
ist es möglich einen OPC UA Server auf nahezu jeder SPS einzusetzen?

Ich würde sagen JA. Die Frage ist ob der Hersteller der SPS einen OPC Server dafür anbietet oder nicht. Aber "technisch" möglich, ist das auf JEDER SPS und sogar auf noch viel "kleineren" Geräten.

Die OPC Foundation hat den UA-Stack (absichtlich) in ANSI C entwickeln lassen, damit man (nur) einen C Compiler braucht, weiterhin ist der Stack so entwickelt dass er minimal nur einen Task (Thread) benötigt und die größe des Speichers, die er allociert ist über zig verschiedene Schalter einstellbar und vor allem (nach oben) begrenzbar. Gerade für SPSen ist es wichtig das ein Prozess, der eben dem Echtzeit-SPS-Prozess, läuft, nicht unvorhersehbar Speicher oder andere Ressourcen verbraucht. Der Stack ist völlig unabhängig vom Betriebssystem und besitzt einen Platformlayer (MIT-Lizenz), der entsprechend angepasst werden muss. Dadurch kann der UA Stack auf JEDES Betriebssystem portiert werden und auf jedem noch so kleinen Gerät laufen. Platformlayer gibt es bei der OPC Foundation nur für Windows. Kommerzielle Anbieter liefern heute PLs für Linux, Unix, vxWorks, QNX, INtime, Euros, WinCE, Android, etc. (die sind dann natürlich nicht mehr unter MIT-Lizenz).

Die eher nicht-technische Frage ist wie lange man noch warten muss bis alle SPS-Hersteller solche UA-Server auf ihren SPSen anbieten? Der Markt von Drittanbietern, die es beim alten OPC zu Duzenden gab, fehlt hier. Alleine für die S7 gab es von Deltalogic/Softing, Matrikon, Kepware, etc. Anbieter von OPC Servern. Für OPC UA gilt: Es kann eigentlich nur der SPS Hersteller einen UA Server "vernünftig" in seine SPS integrieren. Somit entsteht wenig "Konkurrenzdruck" von außen. Nun verwenden aber viele SPSen die selbe Laufzeitumgebung (z.B. Codesys), und hier wäre eine gute Stelle um einen UA Server zu integrieren, dann profitieren gleicht mehrere SPSen davon.
 
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Benötigt ein OPC UA Server ein Betriebssystem?
Diese Frage kann man mit einem NEIN beantworten. OPC UA braucht TCP/IP, eine Möglichkeit Speicher zu allocieren und einen Timer. Allerdings muss man dann den UA Stack vermutlich selber implementieren, mit etwas Pech muss man auch TCP selber machen, ist natürlich alles möglich.

Es gibt da bereits eine Firma die diesen "steinigen" Weg gegangen ist und nun nach ca. 1,5 Jahren einen UA Server auf einem Microcontroller laufen lassen kann, also OHNE Betriebssystem (natürlich ohne die ganzen schicken Features von UA wie Security, Alarme, History und mit Einschränkungen hinsichtlich der unterstützten UA-Profile). http://www.embeddedlabs.com/
 
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