Wie haltet ihr es mit Windows 11, habt ihr schon umgestellt

Ganz ehrlich – Windows 10 war in Produktionsumgebungen schon grenzwertig. Wir hatten an einer LKW-Waage für die Siloverladung den Fall, dass Windows mitten in der laufenden Abfüllung beschlossen hat: „Jetzt ist Update-Zeit. Neustart.“
Mitten im Prozess.
Der ohnehin schwache Rechner hat ewig gebraucht, Ergebnis:
rund eine Stunde Stillstand, Nacharbeit bei der Verwiegung und unnötiger Ärger in der Produktion. Vermitteln darf man das dann natürlich selbst.

Und jetzt Windows 11:
Update läuft durch, Rechner startet neu – und plötzlich ist die Lizenz der Software weg. Offenbar haben sich im Hintergrund System- oder Hardwareparameter so geändert, dass der Lizenzmechanismus einen „neuen Rechner“ erkennt.

Im Büro ist das lästig.
In einer Anlage ist das nicht akzeptabel.

Wir reden hier nicht über Widgets oder Komfortfunktionen, sondern über produktive Prozesse mit echten Kosten.
Ein Produktions-PC ist kein Consumer-Gerät und kein „Windows as a Service“-Versuchsfeld.

Mich würde interessieren, wie ihr das inzwischen absichert – oder ob ich mit meinem Puls bei jedem größeren Update nicht allein bin.
 
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Ein eigener WSUS, auf dem nur dann Updates freigegeben werden, wenn die Rechner wirklich updaten dürfen kann funktionieren. Ein Rechner mit "freiem" Zugang ins Internet hat in der Produktion nichts zu suchen. Oder man spendiert ihm ein eigenes Update-Netz, was nur dann nach außen oder zum eigenen WSUS verbunden wird, wenn du gezielt Updates fährst. Egal welches OS.
 
Zuletzt bearbeitet:
Haben ja schon einige mal angefangen, ein Industrie-OS auf die Beine zu stellen...
Aber sowas müsste herstellerübergreifend passieren. Oder gleich ein ordentliches einheitliches europäisches OS, ohne das ganze Gedödel. Aber auch da, wer soll da den Hut auf haben 🤔🤷
Und Altlasten wird man dadurch auch nicht einfach los.
Am Ende, Du brauchst jemanden oder mehrere Vollzeit im Werk, die sich ordentlich mit den Windowskisten auskennen und einen Automatisiererhintergrund haben. Die können sich was ordentliches ausdenken und umsetzen.
 
Haben ja schon einige mal angefangen, ein Industrie-OS auf die Beine zu stellen...
Aber sowas müsste herstellerübergreifend passieren. Oder gleich ein ordentliches einheitliches europäisches OS, ohne das ganze Gedödel. Aber auch da, wer soll da den Hut auf haben 🤔🤷
Und Altlasten wird man dadurch auch nicht einfach los.
Am Ende, Du brauchst jemanden oder mehrere Vollzeit im Werk, die sich ordentlich mit den Windowskisten auskennen und einen Automatisiererhintergrund haben. Die können sich was ordentliches ausdenken und umsetzen.

Man muss bei dem Thema etwas differenzieren.

Ganz viele Anwendungen wandern in die Cloud und laufen im Browser.
Office, Mail, Groupware erfordern meistens schon gar keine lokale Installation mehr.
Ob nun der Browser unter Windows, Linux oder MacOS läuft spielt dabei keine Rolle.
Nutzt man hier aber weiter Office 365, dann hat man halt das Problem von lokalen Rechner in die Cloud verlagert.
Man muss aber sagen, dass hier ganz viel Bewegung ist. Nextcloud z.B. wird von ganz vielen staatlichen Organisationen in In- und Ausland gepusht.
Da fließt viel Geld rein und es tut sich massiv was.

Auf Steuerungen und Panels ist auch immer weniger Windows zu finden. Linux, BSD oder irgendwelche Embedded Betriebssysteme haben da Windows ziemlich verdrängt.

Bleiben halt noch die reinen Windows-Anwendungen wie TIA oder auch Codesys.
Hier macht natürlich eine lokale Installation absolut Sinn und wird sich wahrscheinlich auch nicht so schnell ändern.
Viele nutzen ja diese Software schon in einer VM. Und da wäre ein abgespecktes Windows durchaus sinnvoll.
Es gibt ja auch einige Bemühungen in die Richtung.
 
Bleiben halt noch die reinen Windows-Anwendungen wie TIA oder auch Codesys.
Hier macht natürlich eine lokale Installation absolut Sinn und wird sich wahrscheinlich auch nicht so schnell ändern.
Viele nutzen ja diese Software schon in einer VM. Und da wäre ein abgespecktes Windows durchaus sinnvoll.
Es gibt ja auch einige Bemühungen in die Richtung.
Da mischt Du jetzt aber Äpfel und Birnen.
Die Entwicklungsumgebungen und auf welchem Betriebssystem sie laufen haben mit der SPS ja nur indirekt etwas zu tun. Bei vielen Herstellern läuft die Entwicklungsumgebung unter Windows, die SPS dann aber unter einem ganz anderem OS.
 
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Ganz ehrlich – Windows 10 war in Produktionsumgebungen schon grenzwertig. Wir hatten an einer LKW-Waage für die Siloverladung den Fall, dass Windows mitten in der laufenden Abfüllung beschlossen hat: „Jetzt ist Update-Zeit. Neustart.“
Mitten im Prozess.
Der ohnehin schwache Rechner hat ewig gebraucht, Ergebnis:
rund eine Stunde Stillstand, Nacharbeit bei der Verwiegung und unnötiger Ärger in der Produktion. Vermitteln darf man das dann natürlich selbst.
Das ist zwar Ärgerlich, aber da muss sich der Admin, bzw. der Zuständige beim Hersteller auch etwas an die eigene Nase fassen. Hier gibt es diverse Möglichkeiten an den Einstellungen so zu schrauben, dass diese Probleme nicht auftreten.
Und jetzt Windows 11:
Update läuft durch, Rechner startet neu – und plötzlich ist die Lizenz der Software weg. Offenbar haben sich im Hintergrund System- oder Hardwareparameter so geändert, dass der Lizenzmechanismus einen „neuen Rechner“ erkennt.
Habt Ihr das schon gehabt? Das sollte eigentlich nur bei erheblichen Ändeungen an der Hardware passieren und die sind bei Rechnern von Steuerungen doch eher selten.
 
Da mischt Du jetzt aber Äpfel und Birnen.
Die Entwicklungsumgebungen und auf welchem Betriebssystem sie laufen haben mit der SPS ja nur indirekt etwas zu tun. Bei vielen Herstellern läuft die Entwicklungsumgebung unter Windows, die SPS dann aber unter einem ganz anderem OS.

Hab ich doch in meinem Beitrag geschrieben, dass auf immer weniger Steuerungen und Panels Windows zu finden ist.
 
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Cloud sagt heute nein“ - auch nur Problemverlagerung... ;-)
Klar, die Big Tech Konzerne haben auch erkannt, dass Windows nur zum Starten der Applikation benötigt wird.
Und mit einmal Programm verkaufen lässt sich weniger verdienen als mit Software as a Service.
Da kann ich monatlich, pro User und nach Datenverbrauch kasieren.
Deshalb Augen auf, welche Cloud-Lösung man nimmt.
 
In die Siemens-Welt läuft die 'Open Controller' Soft-PLC parallel zu Windows durch ein Hypervisor.
Ich glaube dass die Open Controller selber läuft unter Linux, aber dies ist gut versteckt.
 
Habt Ihr das schon gehabt?
Ja, deswegen schreibe ich ja hier.
Das ist zwar Ärgerlich, aber da muss sich der Admin, bzw. der Zuständige beim Hersteller auch etwas an die eigene Nase fassen.
Mag sein - aber jetzt soll ich eine Lösung finden.
Das sollte eigentlich nur bei erheblichen Ändeungen an der Hardware passieren und die sind bei Rechnern von Steuerungen doch eher selten.
Ich vermute der Hersteller war auch "überrascht" ab den vielen telefonischen Anfragen... ;)
 
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