Tia Portal - PC - RemoteDesktop

KarlMeier

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Ich überlege gerade wie ich meine Arbeitsumgebung verbessern kann. Aktuell arbeite ich mit einem Laptop Intel i7 10750H und 32GB DDR4-RAM.
Das funktioniert derzeit noch flüssig und brauchbar, der Akku ist jedoch nicht mehr der Beste und durch die Betriebsstunden hab ich bisschen Angst, dass er vielleicht mal die Grätsche macht, wenn ich es überhaupt nicht brauchen kann.

Ein neuer Lenovo P16s würde mich ca. 2000€ kosten.

Nun kam mir eine andere Idee. Ich stelle mir zentral einen Mini-PC zB „HP Elitedesk Mini 8g1i“ auf meinen Schreibtisch mit dem ich lokal im Büro mit Tia arbeite. Dort liegen alle meine benötigten Automatisierungsnetzwerke an.
Muss ich dann mal an eine Maschine, dann würde ich mich dort mit einem x-beliebigen Laptop am Switch des Steuerschranks anstecken und verbinde mich mit Remotedesktop mit dem zentralen Mini-PC im Büro und habe somit vollen Zugriff aufs TiaPortal.

Hat das so schon jemand im Einsatz und hat da Erfahrungen? Gibt es möglicherweise irgendwelche Geschwindigkeitsprobleme? Natürlich muss das Netzwerk in Ordnung sein, das ist Voraussetzung, aber alleine die technische Sache via Remote Desktop sollte doch gut funktionieren um mit Tia aus der Ferne zu arbeiten oder? Der Fernzugriff auf verschiedene Runtime PCs funktioniert damit auch tadellos.
 
Und was genau nutzt der angesteckte laptop der per rdp auf den tia rechner vernindet?
Weil auf den schaltschrank wirst so nicht kommen mit dem tia auf dem rdp rechner
 
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Wie meinst du das?
Der Tia-Rechner hängt im gleichen Netzwerk wie die Maschinensteuerung. Ich kann auf diese Steuerung vom Büro aus zugreifen. Aber ab und zu möchte ich direkt an der Maschine sein um etwas zu testen oder um einen Fehler zu finden. Dazu würde ich mir dann einen Laptop schnappen, mich an der Maschine an das Netzwerk anstöpseln und mich mit dem Tia-PC verbinden.
 
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Deine Idee ist nicht per se schlecht, aber hilft Dir kein Stück weiter. Mehr Qualität in der Arbeitsumgebung bekommst Du dadurch auch nicht wirklich. Geschwindigkeit ist dahingestellt, TIA bewegt sich auf meinem Laptop nicht langsamer wenn ich vom Büro-PC aus auf das Laptop zugreife per Remotedesktop oder Teamviewer, selbst über VPN habe ich keine Bremse im Netzwerk über Internet zu sehen bekommen (es sei denn ich steh in Timbuktu mit nem Mini-Internetzugang).

Was mir wichtiger zu betonen ist:
Du arbeitest mit Deiner Idee nach wie vor mit dem Laptop an der Maschine. Zwar über Remote über einen anderen Rechner an der Maschine, aber an der Maschine ist noch immer Dein Laptop.
Macht er die Grätsche wenn Du davor stehst, hilft es Dir genausowenig das der PC im Büro gerade nicht streikt, an der Maschine bist Du in dem Moment aufgeschmissen. Machst Du alles vom Büro aus, dann garantiert Dir auch keiner das der PC durchläuft, kann auch kaputtgehen, im ungünstigsten Fall wenn Du mit dem Laptop an der Maschine bist und Dich nicht verbinden kannst weil n Router das Problem ist der im Schaltschrank steckt. Oder Du hast des Laptop an die Maschine geschlürt und er geht nach 3 Monaten Schrank einfach nicht mehr an.

Du brauchst in jedem Fall einen Notfallplan.
Wenn Du der Meinung bist Dein Laptop ist zu alt, dann greif in die Tasche und hol Dir einen neuen. Den alten packst in den Schrank. Ist der neue hin, nimmst den alten, hast n Backup. Will der Chef das nicht, rechne ihm einfach etwas vor.
2.000€ ist nicht unbedingt viel wenn man die Rechnung macht. Je nach Anlage etc. 1h Anlagenausfall: 1.000€ aufwärts versus 2.000€ alle 4 Jahre. Wenn kein Geld für diese Sicherheit da ist, dann ist die grundlegende Rechnung falsch.
Laptops werden zumeist alle 4-5 Jahre getauscht, ist nicht so teuer wenn man an die Ausfälle denkt.

Mein Plan sieht so aus: Neuen anschaffen wenns mal wieder Zeit wird, den alten Beiseite legen und monatlich einmal einschalten, gucken ob er noch geht, n halben Tag laufen lassen anner Steckdose. Geht mir "mein" Laptop flöten oder kaputt, bin ich sonst arbeitsunfähig.
 
Die Remote-Geschichte klingt schon einmal gut, das geht auf jeden Fall.
Ansonsten rate ich immer zu virtuellen Maschinen für TIA. Die kann man ganz schnell auf einen anderen Laptop umziehen ohne Installationsorgien. Wie weit das mit Sicherungen (Acronis etc.) des Laptop selbst geht, wenn man vollkommenen andere Hardware nutzt, kann ich nicht sagen, aber da kann es schon einmal Probleme geben. Mir ist vor einigen Monaten mein Laptop mitten im Betrieb abgeraucht, ist wohl zu heiß geworden. Nerventechnisch ist das der Supergau! Am längsten dauerten die Rettungsversuche, ehe ich einsah, dass das Teil Schrott ist, der Umzug auf eine andere Maschine ging dann aber ruckzuck.
 
Ihr habt alle grundsätzlich nachvollziehbare und logische Einwürfe zur Thematik!

Es ist mir klar, dass es in verschiedenen Situationen oder Einsatzgebieten mal in die Eine, mal in die andere Richtung geht.

Ich hab als Argument den Akku genannt, ja den könnte man tauschen, dann hab ich aber trotzdem noch zwei Probleme. Zum Einen weiß ich nicht wie zuverlässig die Hardware noch ist. Der Laptop ist jetzt 5 Jahre alt, wurde zwar pfleglich behandelt, hatte aber auch schon einige Einsätze mitgemacht und lief auch insgesamt schon ziemlich lange. Im Schnitt schätze ich 5-6 Std. täglich. Und zum Zweiten kann der dann trotzdem mal runterfallen und ist kaputt. Denn mein Laptop ist jetzt nicht „bodenwurfsicher“. Ist hab die letzten Jahre gut aufgepasst, er is nur einmal mit Tasche runtergefallen und das hat ihm nichts ausgemacht, ausser ne Schramme am Eck. Lange Rede, kurzer Sinn… Er ist meiner Meinung nach durchaus etwas „gefährdet“.

Das Eine würde das Andere auch nicht ausschließen. Ich werde mir trotzdem einen neuen Laptop holen, aber der muss dann nicht so extrem aufgerüstet sein. Denn für den „Notfall“ ist es auch in Ordnung, wenn das Tia bisschen Träger ist. Aber im Alltag und Normalbetrieb möchte ich ein schnelles Tia.

Weitere Argumente in meinen Überlegungen sind, dass ich gerne einen sauberen Schreibtisch hab. Ich arbeite zwar mit einer DockingStation, aber das Netzwerkkabel muss ich trotzdem manuell einstecken, genauso wie das Ladekabel und das USB-c für die DockingStation. Wenn ich zur Maschine muss, dann muss ich alles abstecken und später wieder anstecken.
Auf meinem Schreibtisch stehen 2 Monitore, ein Arbeitslaptop (für Büroarbeiten, Verwaltung, Organisation etc.), sowie der zweite Laptop als PG. Die Tastatur und die Maus hab ich schon auf Funk umgestellt, um da immer zwischen den Laptops hin und her schalten zu können. Mal muss ich den PG-Laptop abstöpseln um zur Maschine zu gehen, mal muss ich den Arbeitslaptop abstöpseln wenn eine Besprechung oder ähnliches ist. Mit einem festen PC würde ich mir zumindest eine Stöpslerei sparen. Zu 90% sitze ich zum Programmieren ohnehin im Büro. Und wenn das mit RemoteDesktop flüssig funktioniert, dann könnte ich die 10% auf diesem Wege abdecken.

Ich würde mich nie zu 100% auf das Eine oder Andere verlassen. Ich hab auch noch immer einem voll konfigurierten Ersatzlaptop für den Notfall. In erster Linie geht es mir jetzt darum mir die Arbeit zu erleichtern und es mir einfacher zu machen. Das setzt aber voraus, dass das mit RemoteDesktop gut und zuverlässig funktioniert, zumindest in Verbindung mit Tia.
Meine anderen RemoteDesktop-Verbindungen funktionieren ohne Probleme, da werden aber nie irgendwelche größeren Sachen gemacht. In erster Linie Windows-Einstellungen etc.

Eine weitere Möglichkeit wäre der einfache Fernzugriff über VPN auf den Remote-Rechner, sofern man diesen eingeschaltet lässt.
 
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Das setzt aber voraus, dass das mit RemoteDesktop gut und zuverlässig funktioniert, zumindest in Verbindung mit Tia.

Im Büro oder im Homeoffice stell ich das Laptop auf n Schrank, Netzstecker inne Dose, per WLAN im Netzwerk und vom Büro-PC aus greife ich per Remotdesktop darauf zu. Eine Docking Station habe ich nicht, sehe ich keinen Sinn drin für mich da ich eh nur die Stromversorgung anschließen muss. Geschwindigkeitsprobleme habe ich gar keine, es ist nicht zu bemerken das das direkte Arbeiten auf dem Laptop schneller von der Hand geht als über Remotedesktop. TIA interessiert es eigentlich nicht ob es über Remotedesktop aufgerufen wird oder nicht. Auf dem Büro-PC ist kein TIA installiert, alles ausschließlich auf dem aktiven Laptop.
Also das Arbeiten über Remotedesktop ist kein Problem mehr heute, TIA ist da eher kein Spielverderber für mich.
 
Im Büro oder im Homeoffice stell ich das Laptop auf n Schrank, Netzstecker inne Dose, per WLAN im Netzwerk und vom Büro-PC aus greife ich per Remotdesktop darauf zu. Eine Docking Station habe ich nicht, sehe ich keinen Sinn drin für mich da ich eh nur die Stromversorgung anschließen muss. Geschwindigkeitsprobleme habe ich gar keine, es ist nicht zu bemerken das das direkte Arbeiten auf dem Laptop schneller von der Hand geht als über Remotedesktop. TIA interessiert es eigentlich nicht ob es über Remotedesktop aufgerufen wird oder nicht. Auf dem Büro-PC ist kein TIA installiert, alles ausschließlich auf dem aktiven Laptop.
Also das Arbeiten über Remotedesktop ist kein Problem mehr heute, TIA ist da eher kein Spielverderber für mich.
Also im Grunde genommen genau der umgekehrte Fall, aber im Prinzip genau das Gleiche was ich vorhabe. Ich denke das werde ich so machen. Damit habt ihr mir schon sehr gut weitergeholfen.

Eine Frage die etwas am Thema vorbeigeht hab ich abschließend noch…
Wie wichtig ist die Grafikleistung für TiaPortal? Ich war der Meinung, dass diese überhaupt nicht relevant ist, hab jetzt aber doch irgendwo gelesen, dass es einen deutlichen Unterschied macht, ob man mit dem Onboard-Grafikchip des Prozessors arbeitet oder eine zusätzliche Grafikkarte verbaut hat.
Das deckt sich mit meinen Erfahrungen, da ich eine Zweitrechner hab, der eigentlich den besseren, schnelleren und neueren Prozessor hat und trotz gleichem Arbeitsspeicher etwas langsamer und träger ist als mein Hauptrechner, welcher eine zusätzliche Grafikkarte verbaut hat. Kann das so jemand bestätigen oder gibt es noch ein Merkmal ausser Prozessor, RAM und Festplatte, welche bei Tia einen spürbaren Performanceunterschied macht?
 
Hallo Karlmeier,

Meiner Meinung nach ist für TIA besonders der maximale Einzelprozessor Takt wichtig. Auch die Maximale Schreib und Lese Geschwindigkeit der SSD macht gefühlt einen starken unterschied. Deshalb Arbeitet meiner Meinung nach TIA auch mit Laptop am Netzteil so spürbar besser.

Gruß TIA
 
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NVMe, massig RAM und genug Ghz.
🙃

Das Ganze auf einen Server, wenn Ihr sowieso Firmenintern ein Netz habt an dem die Maschinen irgendwie dran hängen und abfahrt.

Dann ist es auch egal, ob man Remotedesktop nimmt oder direkt vor der mühle sitzt.

Alternativ für den flexiblen Einsatz z.B. RustDesk statt Remotedesktop. Lässt sich auch ohne Rendezvous Server direkt über LAN einsetzen.
 
NVMe, massig RAM und genug Ghz.
Das hab ich alles. Also auf beiden Laptops hab ich fast die gleiche Ausstattung (32GB RAM, NVMe) Aber der neuere Lenovo mit schnellerem, neueren Prozessor (Intel Core i5 1235U gegen Intel Core i7 10750H) ist langsamer. Und das einzige was die Beiden ansonsten unterscheidet ist eine zusätzliche Grafikkarte im älteren Laptop (Nvidia GeForce RTX 2060). Laut den Benchmark-Tests ist der i5 1235U sowohl im Einzelcore, als auch im Multicore leicht schneller. Trotzdem ist er insgesamt langsamer wenn ich mit Tia arbeite.
Darum vermute ich, dass die Grafikkarte doch nen größeren Einfluss hat als man annimmt.
 
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Ja die sind komplett gleich eingestellt. Hab da schonmal nen 1:1-Test gemacht. Beim Tia-Start brauch der ältere i7 12 Sekunden und der neuere i5 1min 10s.
Um das gleiche Projekt zu laden ist der neue i5 minimal schneller.
Um den gleichen Graph-Baustein zu öffnen sind auch beide ziemlich gleich.

Aber bei der normalen Bedienung (Geräteeinstellungen öffnen, HMI-Variablen öffnen, Beobachtungslisten öffnen etc.) hat der i5 immer eine kurze Ladezeit, während der i7 das nahezu sofort öffnet. Insgesamt alles nicht so schlimm, man kann ohne Probleme damit arbeiten, aber es gibt schon einen leichten Unterschied. Ob es am i7 vs i5 liegt weiß ich nicht. Spielt wohl alles bisschen zusammen.

Ich hab jetzt gerade den Test wiederholt. Nun waren die Startzeiten für Tia ziemlich gleich. Das Übersetzen der Software, der Hardware, das Öffnen von FBs etc. ist alles gleich schnell.
Wo man aber einen deutlichen Unterschied merkt ist beim Übersetzen von der Unified-Runtime. Da dauert es mit dem i5 erheblich länger. Auch das Öffnen der Bilder geht mit dem i7 schneller. Und wie schon erwähnt die normale Bedienung im Programm ist beim i7 schneller.
 
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... Beim Tia-Start brauch der ältere i7 12 Sekunden und der neuere i5 1min 10s ...
Der i7 ist älter als der i5? Wie darf man das denn verstehen? Rechnungsdatum?
Des Weiteren gibt es noch viele andere Faktoren welche die Performace beeinflussen, RAM, SSD's, Lochstreifen, Kugelschrittlaufwerke ;) etc.

Ansonsten kann ich die Ausführungen von escride1 aus #9 bestätigen. Ich greife im Büro per RD auf mein Notebook zu, um u.a. mit TIA zu arbeiten. Meine Gründe sind allerdings die 4K-Auflösung meines Desktop-Monitors, die ich per Remote-Desktop nutzen kann.
 
Zuletzt bearbeitet:
Der i7 ist älter als der i5? Wie darf man das denn verstehen? Rechnungsdatum?
Des Weiteren gibt es noch viele andere Faktoren welche die Performace beeinflussen, RAM, SSD's, Lochstreifen, Kugelschrittlaufwerke ;) etc.

Ansonsten kann ich die Ausführungen von escride1 aus #9 bestätigen. Ich greife im Büro per RD auf mein Notebook zu, um u.a. mit TIA zu arbeiten. Meine Gründe sind allerdings die 4K-Auflösung meines Desktop-Monitors, die ich per Remote-Desktop nutzen kann.
Man darf es so verstehen, dass der i7-10750K aus einer anderen (älteren) Prozessorgeneration von Intel stammt, welcher sich von der Architektur und der Herstellungstechnologie vom i5-1235U unterscheidet. Ich hab mir die Benchmarkvergleiche angesehen, da hat in fast jeder Kategorie der i5-1235U besser abgeschnitten. Das muss aber nicht unbedingt für Tia gültig sein, darum hab ich die Frage bzgl. der zusätzlichen Grafikkarte eingeworfen.

Hier kann es jeder selbst mal überfliegen, den es interessiert:

Der RAM ist bei beiden Laptops gleich. Beide 32 GB DDR4-RAM mit gleicher Taktrate. Die 500GB NVMe ist auch bei beiden Laptops identisch.
 
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Um nochmal auf deine eigentliche Frage zurückzukommen:

Ja du kannst das machen, die RDP Session hat keinen Nenneswerten Geschwindigkeitsnachteil oder -einfluss unter den korrekten Vorbedingungen.
 
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