Inkrementalgeber mit I/O-Link brauchbar auswerten

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Schlechter ist so ein System in den seltensten Fällen. Meist überwiegen die Vorteile.
Egal ob nun normale E/A mit Impact67 oder auch Impact67 in Verbindung mit IO-Link.
Man muss sich halt vor der Einführung Gedanken machen und einfach die Anwendungsfälle anschauen.
Normale M12-Sensor-Aktor-Boxen machen zumindest in der heutigen Zeit nur noch selten Sinn.
Ich sage mal, die Anschaffungskosten müssen da schon stimmen. Stellenweise kanns schon sein, dass die I/O Link Boxen oder Bauteile teurer sind als die "normalen", aber man kann das ja auch mit den Herstellern abklären und sich Angebote reinholen.
 
Hallo zusammen,

Der IFM-Inkrementalgeber RB3100 wird normalerweise über eine Zählerkarte mit HSC-Technologieobjekt ausgewertet. Im Zuge einer Umrüstung auf IO-Link wurde getestet, den Geber direkt per IO-Link auszulesen, da er diese Funktion unterstützt.


Das Problem dabei: Der Geber zählt über IO-Link nur von 0 bis zur eingestellten Auflösung (standardmäßig 1024 Impulse) und springt nach jeder Umdrehung wieder auf 0 zurück. Eine Umkonfiguration auf einen größeren Zählbereich (z. B. Nutzung der vollen 2-Byte-Übertragung bis 65.535) ist laut IFM nicht möglich.


Für Anwendungen, bei denen Antriebe nach einem bestimmten Weg gestoppt werden sollen, ist dieses Verhalten unpraktisch. Eine softwareseitige Lösung, bei der der Sprung von 1024 auf 0 erkannt und Umdrehungen mitgezählt werden, empfinde ich als unsauber und fehleranfällig – insbesondere mit dem Risiko, den Überlauf zu übersehen.

Der RB3100 ist ein Geber, der Original von Posital Fraba kommt. Im Inneren steckt wohl ein UCD-LK00B-1516-R060-PRV der eine angepasste Elektronik besitzt die aus den Absolutwert-Informationen Inkrementalspuren erzeugt. Du wirst bei Posital Fraba einen mechanisch baugleichen Geber bekommen, der eine IO-Link Schnittstelle besitzt und die originalen Features:
- Absolutposition multiturn ohne Batteriepufferung
- Geschwindigkeitswerte

Das Portfolio von Posital ist dermaßen groß dass wir das über einen Distributor machen, das ist bei uns die Firma Leotec. https://www.leotec.at/
 
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Für Anwendungen, bei denen Antriebe nach einem bestimmten Weg gestoppt werden sollen, ist dieses Verhalten unpraktisch. Eine softwareseitige Lösung, bei der der Sprung von 1024 auf 0 erkannt und Umdrehungen mitgezählt werden, empfinde ich als unsauber und fehleranfällig – insbesondere mit dem Risiko, den Überlauf zu übersehen.
Prinzipiell ist sowas schon gut realisierbar. Wir machen das manchmal bei Singleturn-Absolutwertgebern zur Schrittmaß-Messung. Die wichtigste Voraussetzung ist, dass
  • bei maximaler Drehzahl
  • in maximaler Zykluszeit des abtastenden Programms
  • der Geber maximal eine Viertel Umdrehung
macht.
Die nachgeschaltete Auswertung wertet dann aus, in welchem Quadranten sich der Geber befindet und erkennt Quadrantenwechsel. Diese Logik läuft typisch in einem CyclicInterrupt um eine garantierte Reaktionszeit zu bekommen, die EA-Daten der Geber sind TPA-mäßig an diesen Interrupt-OB gebunden.

Edit: Schreibfehler korrigiert
 
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