TIA Aufall eines IO-Device

Steve Großmann

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Hallo zusammen,


seit einiger Zeit tritt bei einer unserer Anlagen folgendes Problem auf: Die Verbindung zur ET200SP (IM 155-6PN ST) fällt unregelmäßig aus und wird nach kurzer Zeit automatisch wiederhergestellt.


Wir haben bereits die komplette Hardware vor Ort ausgetauscht. Zusätzlich haben wir die Aktualisierungszeit auf 64 ms, die Ansprechversuche auf 30 sowie die Ansprechüberwachungszeit auf 1920 ms eingestellt.


Aktuell kann ich nur per Fernzugriff auf die Anlage zugreifen, da sie im Ausland aufgebaut wurde.


Nach der Inbetriebnahme lief die Anlage etwa einen Monat lang ohne Ausfälle.


Die ET ist direkt über ein Netzwerkkabel mit der CPU verbunden.


Anbei befinden sich einige Screenshots (TIA V16)
 

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Wurde auch das Kabel überprüft?
Die Rastnase am RJ45 kann gerne mal nachgeben oder gar gebrochen sein, auch ein netter Fehler.
 
Ich hatte dieses Problem auch einmal. Bei mir war das Problem dass die Netzwerkverbindung neu gemacht wurden und dabei wurden Litzen im Gehäuse eingeklemmt. Dies sollte jedoch durch ausmessen des Kabels feststellbar sein.
 
Ist das real auch wie im 3.Bild aufgebaut und die ausfallende ET200 sitzt zwischen CPU und Switch? Der Rest der Teilnehmer läuft während des ET200 Ausfalls weiter und hat keine Meldungen?
 
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Habe ich in meinem Beitrag vergessen zu erwähnen bei Austausch der Hardware wurden auch die Netzwerkkabel ausgetauscht. Was ich erwähnen sollte es sind keine Profinetkabel sondern normale Netzwerkkabel (Cat.7 Flachkabel U/FTP LAN Kabel RJ45 Cat.6a Stecker) verwendet worden. Mit diesen hatten wir bisher noch nie Probleme und verbauen diese auch schon seit mehreren Jahren.
 

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@thomass5 ja es ist so wie in Bild 3 aufgebaut jedoch bekomme ich einen Verbindungsabbruch zum HMI sowie zum Modbus Gateway nicht gemeldet bzw. wird dies nicht überwacht. Ich vermute aber das die Verbindung auch kurzzeitig abbricht.
 
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  • Wackelkontakt (Modul nicht vollständig eingerastet, loser Stecker/Klemme/…)
  • Kurzer Spannungseinbruch (große Last, Wackelkontakt, EMV)
  • Mangelhafter Potentialausgleich
  • Ungünstige EMV-Verlegung (Quellen und Senken zu nah beieinander, Masseverbindung geschleift anstatt Sternförmig, …)
  • Fehlende Schirmung (oder Schirm unsauber aufgelegt)
 
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@Larry Laffer es sitzt direkt ein Potentialausgleich überm Schaltschrank dieser ist auf die PE-Schiene (30x10 mm Kupfer) geführt wo auch der PE der Zuleitung Einzelader 2x 120mm² angeschlossen ist sowie alle anderen Erdungen der Leistungsabgänge. Nur unsicher sind wir ob dort der Potentialausgleich vom Werk angeschlossen ist welche Auswirkung hätte dies auf unser Profinet-System ? Würde dann nicht auch die direkt Verbindung zum PN/PN Koppler abbrechen dieser sitzt unmittelbar neben der ET.
 
Der Potentialausgleich sorgt dafür, dass alle leitfähigen Teile im gesamten Anlagenbereich auf einem möglichst gleichen elektrischen Potential liegen.
Ist ein Anlagenteil nicht eingebunden, können sich Potentialunterschiede (Potentialinseln) bilden.
Bei Störungen oder Schaltvorgängen fließen dann Ausgleichsströme – häufig auch über Kabelschirme oder Kommunikationsleitungen – was Geräte bzw. die Profinet-Kommunikation stören kann.
 
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So, wie @Chräshe es beschrieben hat, hatte ich es in der Vergangenheit schon einige Male vorgefunden und es hatte dann auch immer dieselben (die von dir geschilderten) Auswirkungen. Tatsächlich muss der Potential-Unterschied nicht mal besonders hoch sein (also nicht unbedingt mehrere Volt).
Aus deiner Beschreibung lese ich nicht wie der Unterschaltschrank (oder Klemmkasten) in dem deine IO-Module sitzen angebunden ist ... darum geht es aber ...
 
Ergänzender Test (kann auch gerne parallel zu den EMV-Maßnahmen erfolgen)
Setze die Busparameter testweise wieder auf Default zurück.
Schließe die CPU direkt an den Switch an und betreibe die ET200 nicht in Linientopologie.
Damit stellst du sicher, dass die ET200 nicht als Durchgangsstation für den gesamten Profinet-Verkehr fungiert und ein möglicher Port- oder Reset-Fehler nicht die komplette Kommunikation beeinflusst.
(die ET200 sollte den Verkehr abkönnen, aber wenn 2 oder mehr ungünstige Faktoren zusammenfallen, ist eventuell vorbei…)
 
Bei unserem Einsatz wo die Hardware ausgetauscht worden ist haben wir auch die Profinetverkabelung angepasst diese ging vorher komplett über den Switch um Ausfälle zu vermeiden hatten wir jetzt dann die ET sowie den PN/PN-Koppler direkt an die CPU angeschlossen.
Anbei nochmal ein Foto die ET sitzt im Schaltschrank (HMI) unmittelbar neben dem Hauptschaltschrank (Leistungsteil)
 

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Den Aufbau mit getrennte Leisung und Steuerung ist fein.

Ich habe nicht alles gelesen, aber ich bemerke:
1: Ist das eine ungeschirmte Patch kabel ? Ich wurde nur geschirmte Patchkabel verwenden.
2: Ungeschirmte Kabel gehen ausserhalb von den Schrank. Wurde ich nie machen.
3. Einen Profinet Kabel, mit grossflächige Schirmauflage (sieht am mindestens so aus). Gut, aber scheint es endet Blind. Warum diesen Gemisch von ungeschirmte und geschirmte Kabel ?

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