Aderkonfektionierung: Aderendhülse oder Ultraschallverschweissung?

Tobi P.

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Moin,

bei uns in der Firma sind gerade einige Dinge im Gang, unter anderem steht die Anschaffung von zwei Maschinen für die Schaltschrankfertigung im Raum. Einmal CNC-Fräse (hier haben wir uns von der technischen Abteilung her für eine Anlage von Steinhauer entschieden, mal schauen was die kaufmännische Abteilung dazu sagt) und einmal Aderkonfektionierung. Ursprünglich war hierfür das Wirecenter von Rittal im Vollausbau im Gespräch, jetzt hatten wir aber gestern noch einen Vertreter von Komax hier der uns die Zeta-Serie vorgestellt hat. Hierbei kam das Thema Ultraschallverschweissung auf da die Zeta-Anlagen dafür ein Modul haben. Prinzipiell finden wir das sehr interessant da es neben einigen technischen Vorteilen auch bedeutet dass wir weniger Aderendhülsen bevorraten müssen und somit auch die Kosten für Verbrauchsmaterialien sinken. Die Idee war jetzt ein Ultraschallmodul und zusätzlich ein Aderendhülsenmodul bis 2,5mm² zu der Maschine zu kaufen. Letzteres weil wir auch schon mal Ausschreibungen hatten in denen explizit Aderendhülsen gefordert waren.
Wie sieht das bei euch aus, setzt ihr eher auf Ultraschallverschweissung oder auf Aderendhülsen? Wie ist bei der Ultraschallverschweissung die Akzeptanz eurer Kunden, gibt es da Rückfragen warum keine Aderendhülsen verwendet werden oder ist das eher problemlos? Da es hier um eine Investition jenseits der 200k€ geht würden wir im Vorfeld gern einige Erfahrungen hören um einen Fehlkauf zu vermeiden.
Schon mal im Voraus vielen Dank.

Gruß Tobi
 
.....dass wir weniger Aderendhülsen bevorraten müssen und somit auch die Kosten für Verbrauchsmaterialien sinken.
Da es hier um eine Investition jenseits der 200k€ geht............

echt jetzt ???
 
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Ja, das ist ernstgemeint. Ich hab gerade mal ins System geschaut, die letzte Aderendhülsenbestellung lag bei knapp 9k€. Und davon haben wir ein paar pro Jahr, da ist also durchaus Einsparpotential vorhanden. Wir kaufen die nicht in einzelnen 100er Tütchen 😉
 
Die Frage ist, ob die Zahl der AEH 1:1 automatisiert verarbeitet wird/werden kann. Nicht das da parallel noch xtausen von Hand verarbeitet werden weil....
 
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Naja, alles ab 10mm² aufwärts wird definitiv weiter von Hand verarbeitet werden weil es dafür zwar eine Maschine gäbe aber der Anteil an zu verarbeitenden Hülsen in unseren Projekten den Mehrpreis nicht rechtfertigt. Die Wirtschaftlichkeit soll hier aber gar nicht das Thema sein, das rechnen wir uns schon selbst zusammen. Mir geht es rein ums Technische, also ob irgendjemand hier aus eigener Erfahrung heraus etwas zur Ultraschallverschweissung sagen kann das wir in unsere Kaufentscheidung einfliessen lassen sollten weil er/sie vielleicht selbst schon eine entsprechende Maschine hat. Bei einem Kaufpreis von über 200k€ würde ich einen "Ich hab es dir doch gesagt" bzw. "Hättest du mal besser vorher gefragt"-Moment gern vermeiden weil wir mind. die nächsten zwei Jahrzehnte mit der Maschine leben müssen.
 
Ultraschall ist halt billiger.
Dafür hast du beim ersten mal Schütz Austausch litzen wo in alle Richtungen zeigen. (SCHRAUBKLEMMEN lösen die Ultraschallverscheißte Litzen auf)
Ich wäre für Aderendhülsen. Aber unsere Firma hat nur die Ultraschall verscheißte gekauft. Ganz kurze Drähte und doppelte Adern werden per Hülse per Hand gequetscht.
Über 6mm2 auch per Hand.
Desweiteren haben wir beschriftete Adern welche das Ziel angeben. z.B. 101K1-24 hat das neue Schütz jetzt auf 14 den schließkontakt müsste man streng genommen den ganzen Draht austauschen....
Ganz zu schweigen von E-Plan Fehler....
Aber unsere Chefs wundern sich mittlerweile warum trotz der Automatisierung teilweise mehr Arbeit ist als Vorher. Die Pflege in 3D Drahtlängen etc. Dauert auch alles. Muss ja auch alles bei Baustellen Nachrüstungen nachgearbeitet werden.
 
Aber unsere Chefs wundern sich mittlerweile warum trotz der Automatisierung teilweise mehr Arbeit ist als Vorher. Die Pflege in 3D Drahtlängen etc. Dauert auch alles.
Tja, das steht halt in keiner Hochglanz-Broschüre. Weder bei EPlan, noch bei der Fräse und auch nicht bei der Aderkonfektionierung.
Über hast du mindestens 30% Ersparnis :)
Aber letztlich verlagerst du Aufwand von Anfertigung in die Konstruktion.
 
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Ist die anforderung von einzelnen, wenigen kunden, dass zwingend adernendhülsen verwendet werden müssen? Oder generell?
Mit den ganzen push- in/federzug usw. benötigt man ja generell nur nich wenig adernendhülsen.
Oder hab ich was gravierendes überlesen?
 
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