Lenze Servoumrichter - Sinamics ?

Elektrikus

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Guten Abend Zusammen,

ich habe 4 Lenze Servoumrichter mit Lenze Servos mit Resolver, es handelt sich hierbei um Rüttler für ein Verdichtungsprozess.

Frage: Ist es überhaupt sinnvoll, über Siemens nachzudenken, wenn das einzige Argument ist "Siemens haben Wir verbaut und kennen wir" Ich persönlich bin kein Experte für Servoantriebe. Ich vertrete den Standpunkt, das es sinnvoll wäre nur neue Servoumrichter von Lenze zu verbauen, einfach schon aus dem Grind weil die Motoren schon aus dem Hause Lenze sind. Es gibt absolut kein Grund aus meiner Sicht der jetzt gegen Lenze spricht, die Anlage läuft seit 17 Jahre Störungsfrei mit den Lenze, ich kann daher verstehen das man dort einmal neue verbauen will und sich Ersatzgeräte auf Lager legen will.

Gibt es hier jemand mit Erfahrung bei dem Umbau von Lenze Servoumrichter auf Sinamics ?
Was sind die Argumente für Siemens und welche sprechen für Lenze ?
 
4 Lenze Servoumrichter mit Lenze Servos mit Resolver,
Wenn ein neuer Servoregler da dran soll, zuerst die Resolverkompatibilität prüfen.

Ich hatte das vor ~20a mal nicht gemacht bei ner Umrüstung von so nem Amifabrikat auf Beckhoff. Zum Schluss ist am Übertragungsverhältnis gescheitert. Da musst ich die Motore auch noch wechseln.
 
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Wenn ein neuer Servoregler da dran soll, zuerst die Resolverkompatibilität prüfen.

Ich hatte das vor ~20a mal nicht gemacht bei ner Umrüstung von so nem Amifabrikat auf Beckhoff. Zum Schluss ist am Übertragungsverhältnis gescheitert. Da musst ich die Motore auch noch wechseln.
Das Spricht schon für mich, das es einfach nur sinnvoll wäre bei Lenze zu bleiben. Ich persönlich halte das für die beste und einfachste Lösung.
 
Lenze Servomotoren am Sinamics S120 laufen genügend (viele Regalbediengerät- Retrofits wo sich gerne für den S120 entschieden wird).
Ja Übersetzungsverhältnis vom im Lenze verbauten Resolver ist tatsächlich niedriger (0.3 ?), hat aber bei keiner Anlage die ich kenne zu Problemen geführt. Z.T. musste ich über Software die Geberzählrichtung invertieren. Früher hat Lenze KTY83 statt KTY84 verbaut (da gibt es aber eine Softwareoption die das umrechnet - oder man nimmt einen Parallelwiderstand ca. 2.3 kOhm (?) um die Kennlinie im oberen Temperaturbereich anzupassen - oder man schaut z.B. mal bei Reissmann ob die einen passenden Adapter haben).
Generell laufen Fremdmotoren sehr gut am S120 - Siemens geht damit auch offen um, siehe:
 
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Das Thema begleitet uns auch gerade. Da du von 17 Jahre alten Umrichtern sprichst, gehe ich davon aus, dass es sich um 9300-Umrichter handelt. Da gibt es noch zu beachten, dass diese von Lenze nicht mehr zu bekommen sind. Prinzipiell laufen die Lenzemotoren, wie @zako schon sagte, gut an S120(220)-Umrichtern. Ich habe bis jetzt sowohl Lenze-Motoren mit Resolver als auch SinCos-Geber am S120 in Betrieb genommen. Wir haben für die Umrüstung Adapterleitungen fertigen lassen, die zwischen S120 und Lenze-Geberleitung gesteckt werden, in denen der passende Widerstand für den KTY83 bereits verbaut ist.
 
So wie sich das alles liest scheint es doch mit Verhältnismäßigen geringen aufwand zu funktionieren, so wie ich das verstehe gibt es da nur Anpassungsbedarf beim Resolver, der Vorteil für mich ist halt. Ich könnte mir den verbauten Motor in die Werkstatt stellen und mit einen S120 die Anbindung schon testen. Es hört sich auch nicht nach "Bastellösung" an.


Vielen Dank für den Input !

Ich werde erst einmal die Anforderung von Fremdmotoren prüfen, Danke @zako

@the_elk es handelt sich um Umrichter aus der 9300 Serie. Genau das ist der Grund weshalb die 9300 ersetzt werden sollen, es gab seit 17 Jahren keine Probleme oder es kam zum Gerätetausch. Die Auslastung der Anlage soll allerdings gesteigert werden und wir haben uns die Schwachpunkte angesehen und dort ist eben aufgefallen, das es dort keine Reserve gibt, sprich mit einen Schaden an einen der 4 verbauten Servoumrichter steht direkt die ganze Fertigung. Ich kann daher den Gedanken sehr gut nachvollziehen, das man neue Geräte anschaffen will und sich auch 1 Gerät auf Lager legen will für den Fall der Fälle, das man so die Stillstandszeit reduziert.

Der Vorteil wäre, bei Siemens wäre, es gibt das PM240-2, sowie CU310-2, das einzige was ich nicht weiß ob schon die SMC10 in Verwendung ist. Das wäre auch übrigens die Vorteile die für Siemens sprechen, sollte es realisierbar sein. So wie hier aber schon lese scheint dies zu klappen und ohne "Bastel" Lösung.
 
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