TIA Siemens MobilePanel | Serienmaschine

kent

Level-2
Beiträge
25
Reaktionspunkte
1
Zuviel Werbung?
-> Hier kostenlos registrieren
Hallo zusammen,

in meinem Projekt gibt es 6 baugleiche Maschinen (... also 6 x CPU S71515F), und für den Notbetrieb gibt es 1 einziges Siemens Mobile Panel KTP700F. Das Mobile Panel arbeitet also als iDevice, es gibt mit der S7-Steuerung eine EA-Austausch "IO direct keys", sowie auch "IO failsafe". Das Netz ist so aufgeteilt, dass aus Sicht des Mobile Panel die CPU immer die selbe Adresse hat (...die "lokalen" PROFINET-Segment sind bei jeder der 6 Maschinen exakt gleich, und die Anschlussbox für das MP befindet sich in diesem Segment)

Nun wäre recht pflegeleicht, wenn sich diese Mobile Panel nur ein einziges Mal in meinem Projekt befindet, es aber an jede Maschine angesteckt werden kann.

Kennt jemand eine "tricky" Herangehensweise, wie man hier vorgehen kann... Kann mir gut vorstellen, dass ich nicht der erste bin, der mit diesem Thema in Kontakt kommt.

Besten Dank.
 
Zuviel Werbung?
-> Hier kostenlos registrieren
Da das Mobile-Panel für die jeweiligen Steuerungen ja immer gleich ist, reicht es in diesen Projekten das Panel zu Projektieren, rein für die HW, HMI-Verbindung und das Safety. Also keine VISU. Hier musst du eigentlich nie wieder was am projektierten HMI machen, sofern sich an Adressen nichts ändert.

Für das Mobile-Panel ist jede Steuerung ja identisch. Insofern kannst du ein separates HMI-Projekt machen, wo du das Mobile-Panel und nur eine CPU (für die Verbindung) projektiert Natürlich müssen dort dann die F-Adresse und IOs identisch sein wie in den Steuerungsprojekten. Da die Netzte ja aber alle getrennt sind, gibt es ja kein Problem mit den Adressen. Achte auch drauf, das die HMI-Verbindung den identischen Namen hat.
In diesem Projekt bearbeitest du dann die VISU und lädst das Mobile-Panel auch.
Eventuell vorhandene DBs müssen dann halt in das HMI-Projekt kopiert werden, damit du da Zugriff darauf hast

-cb
 
Moin kent,

diese Anforderung hatten wir auch schon. Ergebnis: es geht nicht!
Bei der failsafe-Kommunikation ist das Device fix mit EINEM Controller verheiratet.

Folgende Möglichkeiten gibt es:

Variante 1:
Du baust einen separaten Controller ein, an dem das Panel angebunden ist. Die Signale leitest Du dann an die entsprechenden Steuerungen weiter.

Variante 2:
Du bindest die sicheren Signale (NotTaster / Freigabetaster) hartverdrahtet auf Ein- Ausgänge ein.

VG
MFreiberger
 
Moin kent,

diese Anforderung hatten wir auch schon. Ergebnis: es geht nicht!
Bei der failsafe-Kommunikation ist das Device fix mit EINEM Controller verheiratet.

Folgende Möglichkeiten gibt es:

Variante 1:
Du baust einen separaten Controller ein, an dem das Panel angebunden ist. Die Signale leitest Du dann an die entsprechenden Steuerungen weiter.

Variante 2:
Du bindest die sicheren Signale (NotTaster / Freigabetaster) hartverdrahtet auf Ein- Ausgänge ein.

VG
MFreiberger


Also wir haben das schon genau so wie ich oben beschrieben umgesetzt. Das wurde auch so von Siemens freigegeben.
Einzig die iDevice-Einstellung nicht genutzt. Zustimmtaster und Not-Aus wurden über ProfiSafe verwendet, mit der Anschlussbox-Advanced. Haben sogar zu jeder Steuerung teilweise mehrere Anschlussboxen gehabt, alles gar kein Problem.

Da die Steuerungsnetze voneinander getrennt sind, ist es für das Mobile-Panel immer "die gleiche CPU" die es sieht. Somit ging das.

Liegt das dann nur an dem iDevice, dass es dann nicht mehr geht?

-cb
 
Zuviel Werbung?
-> Hier kostenlos registrieren
diese Anforderung hatten wir auch schon. Ergebnis: es geht nicht!
Richtig, die Diskussion hatten wir erst vor kurzem.
Wenn man mehrere gleiche Maschinen hat und nur ein Panel für alle nutzen möchte, muss man zwingend über die Relais gehen, da die Profisafe-Verbindung fix an einen Controller "getackert" ist.
 
Also wir haben das schon genau so wie ich oben beschrieben umgesetzt. Das wurde auch so von Siemens freigegeben.
Einzig die iDevice-Einstellung nicht genutzt. Zustimmtaster und Not-Aus wurden über ProfiSafe verwendet, mit der Anschlussbox-Advanced. Haben sogar zu jeder Steuerung teilweise mehrere Anschlussboxen gehabt, alles gar kein Problem.

Da die Steuerungsnetze voneinander getrennt sind, ist es für das Mobile-Panel immer "die gleiche CPU" die es sieht. Somit ging das.

Liegt das dann nur an dem iDevice, dass es dann nicht mehr geht?

-cb
Diesen Weg habe ich bisher nie betrachtet und der SIEMENS Support, den ich damals gefragt hatte, offensichtlich auch nicht.

Was meinst Du mit
Liegt das dann nur an dem iDevice, dass es dann nicht mehr geht?

Da wir aus anderen Gründen (Fernwartung) die PN-Netze physikalisch zusammengeschaltet haben, haben unsere Steuerungen unterschiedliche IP-Adressen. Deswegen würde die Lösung bei uns wahrscheinlich inzwischen gar nicht mehr umsetzbar sein.
Aber es bleibt eine interessante Idee.
 
Wir hatten folgenden Anwendungsfall

Netzaufbau war folgender:

Netzaufbau.JPG
In jedem Steuerungsnetzt waren 1-3 Anschlussboxen.


Das war meine Antwort damals von Siemens, wir hatten das auch erfolgreich umgesetzt:

in Anbetracht des aktuellen Anwendungsbeispiels:
https://support.industry.siemens.com/cs/ww/de/view/109740240
sowie meiner Nachfrage bei den Safety-Experten im Hause Siemens ist es so, wie Sie bereits vermutet haben:
Sie können wie im oben angegebenen Beitrag auf der Seite 9 zwei Netze miteinander (auch zwei Projekte) miteinander verbinden, die bezüglich IP- und Safety- Adressen komplett gleich sind. Zu beachten sind die Hinweise im Anwendungsbeispiel zu den verwendeten Komponenten innerhalb des gesamten Automatisierungs-Netzwerks.

Bezüglich der Anbindung eines fehlersicheren HMI-Panels an diese getrennten Anlagennetze (als Beispiel F-CPU 1 mit Anschaltbox 1 im Netz 1 sowie F-CPU 2 mit Anschaltbox 2 im Netz 2):
Auch diese Anforderung von Ihnen ist technisch und sicherheitstechnisch realisierbar. Die F-CPUs müssen nicht vom gleichen Typ sein. Auch die Signatur des Sicherheitsprogramms kann unterschiedlich sein.
Sollte ein F-HMI Panel ohne erneutem Download wechselweise der F-CPU1 und der F-CPU2 zugeordnet werden, dann müssen die Verbindungs- und Kommunikations-Adressen sowie - Namen identisch sein. (z.B. PROFINET Device-Name, HMI-Verbindung, PROFIsafe-Master Adresse, PROFIsafe-Device Adresse, IP-Adresse).
Übrigens:
Beide Projekte müssen das HMI-Panel in der Projektierung haben. Sollte im laufenden Betrieb die jeweilige CPU als IO-Controller keinen Zugriff zu "seinem Device" haben, dann gibt es eine Warnung, dass der Kommunikationspartner nicht erreichbar ist.
Unterhalb finden Sie einen Beitrag, wie das HMI Panel ohne Meldung von der Anschluss-Box getrennt werden kann:
https://support.industry.siemens.com/cs/ww/de/view/109744405

Hier sind noch zwei Hinweise von unseren Safety-Experten bezüglich Ihrer Konzeptumsetzung:
1)
Organisatorisch ist sicherzustellen, dass klar ersichtlich ist auf welchem Bereich/welcher Maschine der Not-Halt des Panels wirkt. Das heißt, das nicht der Not-Halt gedrückt wird und die "falsche" Maschine gestoppt wird, da das Panel bzw. die Connection Box mit einer anderen Maschine in Verbindung gebracht wird.

2)
Nicht nur aufgrund des Panels ist sicherzustellen, dass die Netze tatsächlich getrennt sind auf allen Ebenen: Das heißt das nicht an einer Stelle doch noch ein nicht freigegebener Switch oder Router hängt, der die Netze verbindet.


Verbaut wurden Anschlussboxen Advanced. Kommunikation rein über ProfiSafe.

Sollte das dein Anwendungsfall sein, dann geht das.

-cb
 
Zuviel Werbung?
-> Hier kostenlos registrieren
Vielen Dank für eure Überlegungen. Ich werde ein wenig herumtüfteln und melde mich hier, wenn ich eine "Lösung" gefunden habe. Im Prinzip soll das MobilePanel als "intelligente" Steuerflasche fungieren, die bei Bedarf an die "havarierte" Maschine angesteckt wird, und dann ein Art Notbetrieb ermöglicht. Leider müssen alle 6 Maschinen alle im Projekt vorhanden sein, da diese über die X2-Schnittstelle an ein gemeinsames übergeordnetes PROFINET angebunden sind, und daher zumindeste die IP-Adresse der X2-Schnittstelle bei jeder Maschine unterschiedlich ist.
 
Vielen Dank für eure Überlegungen. Ich werde ein wenig herumtüfteln und melde mich hier, wenn ich eine "Lösung" gefunden habe. Im Prinzip soll das MobilePanel als "intelligente" Steuerflasche fungieren, die bei Bedarf an die "havarierte" Maschine angesteckt wird, und dann ein Art Notbetrieb ermöglicht. Leider müssen alle 6 Maschinen alle im Projekt vorhanden sein, da diese über die X2-Schnittstelle an ein gemeinsames übergeordnetes PROFINET angebunden sind, und daher zumindeste die IP-Adresse der X2-Schnittstelle bei jeder Maschine unterschiedlich ist.

Im obigen Dokument ist das in Kapitel 4.5 (4.5.x) beschrieben. Laut Dokumentation sollte das gehen.

Dort dann halt einfach in jedem internen Profinet das F-Mobile projektieren mit der Anschlussbox. Das sollte sich dort bezüglich der Adressen ja gleich projektieren lassen. Die F-Adressen der F-CPU können ja auch identisch sein, somit sollte alles wieder passen.

Die VISU bearbeiten, Panel laden etc. würde ich dann einfach nur an einer Stelle, meinetwegen an Anlage 1. Die Projektierungen an Anlage 2-6 ist dann nur für Hardware, Kommunikation und Safety etc. Also ohne Visu.
Oder du gehst dann wieder den Weg mit dem separaten Projekt. Wobei dann wieder Beitrag #3 beachtet werden muss.

Das F-Mobile-Panel ist ja auch PROFIsafe-Adresstyp 1, wie die Komponenten hier im Beispiel

1776230817940.png


4.5.1
Beschreibung der Netzkonfiguration
Die Konfiguration besteht, mit der in Kap. 3 beschriebenen Ausgangssituation, aus
drei Netzen:
• Unterlagerte F-Peripherie an X1 von F-CPU 1
• Unterlagerte F-Peripherie an X1 von F-CPU 2
• PN-IO-Verbindung zwischen F-CPU 1 und F-CPU 2 über X2
Die zentrale F-Peripherie ist nur über die jeweilige F-CPU ansprechbar und bei der
CPU-weiten Eindeutigkeit der PROFIsafe-Adresse zu berücksichtigen.
Mit Hilfe von IP-Forwarding kann über X1 / X2 auf IP-Ebene kommuniziert werden.
Die netztrennende Eigenschaft zwischen X1 und X2 für PROFIsafe bleibt bei
Aktivierung dieser Funktion erhalten.
Hinweis Die fehlersichere Trennung zwischen den Schnittstellen X1 und X2 kann nur bei
Verwendung einer F-CPU gewährleistet werden.


-cb
 
Zurück
Oben