WinCC TP1500 Comfort Panel Systemmeldung 180001 „Überlast: Zu viele Aktionen“

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Lässt sich das Auftreten der Systemmeldung mit einem bestimmten Maschinenstatus verknüpfen?
Beispielsweise eine besondere Prozesssituation (Rüsten, Reinigen etc.), ein Stör-/Warnmeldungsschwall o.ä.?
 
550 Variablen auf "Zyklisch fortlaufend" sind (etwas platt formuliert) nicht soo viel!

Ich habe -zugegebenermaßen bei einer Advanced-Runtime- ca. 1500 Powertags so projektiert, wobei ungefähr ein Viertel davon sogar mit einem Erfassungszyklus von 100ms arbeiten.
-> und es ist KEIN Problem (Weder auf Steuerungs- noch auf Runtime-Seite)!
Du hast ein WinCC Advanced PC RT. Er hat ein Comfort Panel.
Das macht ein Unterschied.
 
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Du hast ein WinCC Advanced PC RT. Er hat ein Comfort Panel.
Das macht ein Unterschied.
Natürlich, das ist mir schon bewusst.

Ich fand nur diese Aussage
Das wird die Ursache sein
Scheint so, als ob der Programmierer nicht wirklich verstanden hat, was er da projektiert hat....
etwas sehr wertend, ohne die Hintergründe zu kennen ...

Wobei ich auch Comfortpanel im Einsatz habe (TP1200), die leistungsmäßig noch hinter dem TP1500 herhinken und dennoch mit einem durchaus anspruchsvollen Powertag-Konstrukt (450 Powertags, davon ca. 200 mit Erfassungsart "Zyklisch fortlaufend" und davon wiederum ca. 100 mit 100ms Erfassungszyklus) zurechtkommen.
 
Was hier jetzt gar nicht gefragt worden ist :
Liegen die 550 Variablen speichermäßig dicht beieinander (also wenige unterschiedliche Lesezugriffe) oder sind die über ettliche DB's etc. verteilt - das macht nämlich auch schnell einen Unterschied.
Dann vielleicht noch eine Frage zum Bus Panel-SPS : was hängt da noch so dran ? Vielleicht noch das komplette Betriebsnetz ? Ich hatte einen vergleichbaren Fall mal in genau so einer Konstellation ...
 
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Ich fand nur diese Aussage
Das wird die Ursache sein
Scheint so, als ob der Programmierer nicht wirklich verstanden hat, was er da projektiert hat....
etwas sehr wertend, ohne die Hintergründe zu kennen ...
Nun, die Überlast-Meldungen zeigen ja, dass da etwas projektiert wurde, wofür die Comfort Panels und die WinCC Comfort Runtime nicht ausgelegt sind.

Außer für Archive fällt mir keine sinnvolle Anwendung bei Comfort Panels ein, wofür hunderte Variablen "zyklisch fortlaufend" aktualisiert werden müssen. Ich habe aber schon einige Projekte gesehen (auch hier im Forum), wo dieses ständige Aktualisieren für ungeeignete Projektierstile verwendet wurde. Z.B. alle möglichen Aktionen und Animationen an Wertänderungen von Variablen angebunden anstatt bei Animation der Objekte. Oder für gelegentliche Exporte von Variablenwerten in csv-Dateien, wo für die "garantierte" Aktualisierung der Variablen kurzerhand alle betreffenden Variablen auf "zyklisch fortlaufend" eingestellt wurden, anstatt eine aufwendigere Handshake-Lösung zu implementieren.

Aus der TIA Hilfe:
Erfassungszyklus einer Variable festlegen
Wenn Sie die Variable regelmäßig aktualisieren wollen, auch wenn sie nicht im Bild angezeigt oder archiviert wird, wählen Sie die Erfassungsart "Zyklisch fortlaufend".

Hinweis
Verwenden Sie die Erfassungsart "Zyklisch fortlaufend" nur für Variablen, die tatsächlich fortlaufend aktualisiert werden müssen. Häufige Lesevorgänge erzeugen eine höhere Kommunikationslast.


Ob es an Archiven liegt? Wir wissen es noch nicht.

Aus der Betriebsanleitung der Comfort Panels (2022):
8.12 Funktionsumfang mit WinCC
Hinweis
Die Bediengeräte sind für die Archivierung kleinerer Datenmengen geeignet.
und ab TP1500 Comfort
Einträge je Archiv : 50000
und
4.1.2 Speicherkonzept
Hinweis
Für Archive die Speicherkarte verwenden

Verwenden Sie für Archive aufgrund der hohen Anzahl an Lese-/Schreibzyklen bevorzugt die Speicherkarte statt der USB-Schnittstelle.


@Rahim_45
Was sagt denn der Lieferant der TP1500-Lösung zu den Überlast-Meldungen?
 
Dieser Fall scheint eigentlich recht eindeutig zu sein — die Systemmeldung nennt die Ursache ja bereits selbst:
Systemmeldung 180001 „Überlast: Zu viele Aktionen“

Die Frage wäre daher eher, wie und wann die Aktionen angestoßen werden?
Wie können mehrere der 50 Skripte gleichzeitig aktiv werden?
Sind diese nur an Tasten gebunden, oder werden sie per Variable aktiviert?

Ergänzend kann ich aus eigener Erfahrung sagen, dass man bei den Comfort Panels trotz des stolzen Preises sehr stark auf die Ressourcen achten muss.
  • "Zyklisch fortlaufend" nur verwenden, wenn es wirklich benötigt wird
  • schnelles Lesen von Variablen ebenfalls möglichst reduzieren
  • Archive sehr sparsam verwenden
  • Archive nie sehr groß machen und immer als RDB-Datei auf CF-Karte speichern
Ich hatte außerdem mehrfach den Effekt, dass das Gerät mit zunehmender Laufzeit immer träger wurde.
https://www.sps-forum.de/threads/comfort-panel-tp1500-mit-trägem-bildwechsel.100398/
Nach AUS/EIN lief es dann wieder eine Zeit lang normal.
Mit einer Kombination der oben genannten Maßnahmen wurde es zumindest halbwegs erträglich.

Wenn ich so ein Projekt heute nochmal umsetzen müsste, würde ich direkt auf einen Industrie-PC gehen und WinCC anstatt der TIA Runtime verwenden.
 
Wie können mehrere der 50 Skripte gleichzeitig aktiv werden?
Meines Wissens kann immer nur ein Script gleichzeitig aktiv sein ... es könnte aber auch zu einer Überlast kommen wenn weitere angestossen werden und das eine Aktive nicht rechtzeitig fertig wird ...
Ich denke aber mal, dass der OP nun eine Menge Ideen erhalten hat, die er mal recherchieren könnte ...
 
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Nur zu Klarstellung:
Es wird immer nur ein Skript gleichzeitig ausgeführt.
Wird ein Skript gestartet, bevor das vorherige abgeschlossen ist, wird es in einen Stack gelegt. Dieser Stack kann bis zu 20 Skripte enthalten, die auf ihre Ausführung warten.
Wenn sich bereits 20 Skripts im Stack befinden und ein weiteres gestartet wird, wird der Überlauf ausgelöst.

Ursachen:
  • Zu viele Skripte werden zu schnell aufgerufen, möglicherweise ausgelöst durch Wertänderungsereigniss bei zyklisch abgetasteten Variablen.
  • Ein Skript läuft aufgrund von Schleifen zu lange.
  • Externe Funktionen werden aufgerufen (Datei- oder Datenbankoperationen), deren Ausführung mehr Zeit in Anspruch nimmt.
  • Es wird eine Windows-Msg-Box verwendet, wodurch ein Skript auf eine Benutzerinteraktion wartet.
  • ... und vermutlich mehr.
 
Wird ein Skript gestartet, bevor das vorherige abgeschlossen ist, wird es in einen Stack gelegt. Dieser Stack kann bis zu 20 Skripte enthalten, die auf ihre Ausführung warten.
Wenn sich bereits 20 Skripts im Stack befinden und ein weiteres gestartet wird, wird der Überlauf ausgelöst.
Eine Skript-Überlast löst aber andere Meldungen aus:
20015 -> Überlast: Skript <%1> wird verworfen.
20016 -> Warnung: Skript <%1> läuft bereits länger als %2 Sekunden.
 
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