TIA Aktualisierungszyklen mit fehlenden IO Daten Auswerten

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Moin Alle.

Gibt es eine möglichkeit im Benutzerprogramm auszuwerten, ob ein Aktualisierungszyklus einer Peripherie fehlgeschlagen ist? Zu Diagnose-/Meldezwecken

S7-1500

Danke
 
ist halt die Frage, was der TE genau und warum machen will.
Wenns um Erkennung eines schlechten Netzwerks geht, bevor ein Teilnehmer ganz ausfällt, gibts ja diverse Geräte dafür, evtl. auch ein Switch mit Meldekontakt oder per SNMP.
 
Wir verbauen standardmäßig PNMA II von Indusol im Schaltschrank. Das ist erst einmal nur eine Profinet-Messstelle, an die man dann jederzeit Hardware anschließen kann, die den Netzwerkverkehr analysiert und mitschreibt. Das machen wir aber eigentlich erst, wenn es Probleme gibt und das ist bisher nicht sooo sehr oft passiert. An diese Messstelle kann man z:Bsp. den Profinet-Inspektor NT rückwirkungsfrei anschließen.

Analysewerkzeuge (z.B. PN-INspektor® NT oder Laptop) können rückwirkungsfrei an den zwei Monitor-Buchsen angeschlossen werden, um beide Kommunikationsrichtungen parallel zu überwachen. Für die Auswertung der Messergebnisse können die Telegramme aus beiden Richtungen zeitlich übereinander gelegt werden. Fehlertelegramme werden vom PNMA II nicht verworfen, sondern weitergeleitet.
 
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Interessehalber:
Wie oft habt ihr die schon zur Fehlersuche genutzt und wie oft hat hast du mit dem Netinspektor nen Fehler gefunden, den du nicht mit TIA / S7 Bordmitteln gefunden hättest?
Kann ich nicht genau sagen, aber doch schon einige Male. Allerdings hatten wir auch schon Profinetfehler, die letztendlich auf die Timingeinstellungen zurückzuführen waren, mit denen bestimmte Servoumrichter nicht klar kamen. Die haben dann irgendwelchen Schrott mit der SPS ausgehandelt und z.Bsp. falsche Werte für die Beschleunigung übernommen. Das war auch mit dem Profinettester nicht exakt herauszufinden. Ich würde sagen ein Nutzen ergibt sich erst, wenn tatsächlich Geräte sporadisch aussteigen, also nach einigen Jahren. Das hatte ich bisher vielleicht 2 Mal. Bei neuen Anlagen kann man aber den Bus ganz gut kontrollieren, also aufzeichnen, ob bei der Übergabe der Anlage alles mit 100% läuft und fehlerfrei ist. Immerhin, auch die Anzahl der Fehler, die nicht zu einem Ausstieg des Netzes führen, kann man sehen.
 
Wir haben diese Messstellen gelegentlich nachgerüstet, wenn Profinet-Anlagen nach 15 Jahren aufeinmal das Spinnen angefangen haben.
Sind halt pracktisch, da man einen Diagnose-Zugangspunkt hat ohne die SPS kurz vom Netzwerk trennen zu müssen.
Speziell wenn bei Retrofits die Anlagen aufeinmal Profisafe-Baugruppen bekommen haben, hats öfters mal Probleme mit dem neumodischen "Sicherheits-💩" gegeben.
Davor sind kurze Aussetzer einfach nicht aufgefallen.
Es gibt einfach Techniker die gerne den Kabelweg des minimalen Aufwands nehmen, frei nach dem Motto:
"Ich bau da jetzt nicht extra ne Kabeltrasse hin, die 2m durch die Trasse der 200KW Heizung werden schon nicht so schlimm sein¯\_(ツ)_/¯"

Zum eigentlichen Thema:
Ja, diese "richtigen" Netzwerk-Messgeräte sind auch meines Wissens die einzige vernünfige Möglichkeit, neben vielen anderen Dingen, Timeouts unterhalb der Ansprechüberwachungszeit zu erkennen und auch vernünftig auf einen Fehlerort eingrenzen zu können.
 
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