TIA Aufall eines IO-Device

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@JesperMP die blauen Kabel sind alle geschirmt jedoch nur über Netzwerkanschlüsse und nicht über eine Schirmschiene oder sonstiges. Das grüne Kabel ist von der Kundenseite für Einbindung in deren Netz jedoch nicht gewünscht da über den PN/PN-Koppler der Datenaustausch stattfindet.
 
Na ja die blauen Patchkabel sind ja auch im Schrank schon in schleifen im Kanal verlegt. Man kann ja mal Kabel tauschen (anderer Typ) und wild verlegen mit Siemens Lufthaken.

Wäre halt spannend was in dem Schrank an Leistungselektronik verbaut ist. Und ob alle Klemmen noch mal nachgezogen wurden. Nicht das da ne Leistungsklemme flattert bei Erwärmung.
 
Bei einem solchen Fehlerbild ist die Ursachenfindung erfahrungsgemäß schwierig, da häufig mehrere ungünstige Faktoren zusammenkommen. Gerade bei sporadischen Kommunikationsabbrüchen oder unerklärlichen Störungen reicht es oft nicht, nur einzelne Punkte isoliert zu betrachten. Man muss systematisch alle möglichen Einflussfaktoren prüfen.

Einen Aspekt möchte ich dabei besonders hervorheben: ungünstige und nicht EMV-gerechte Verdrahtung.
Damit ist nicht nur gemeint, dass Störquellen und empfindliche Signale räumlich zu nah beieinander liegen. Problematisch kann auch eine streng schaltplanorientierte Verdrahtung sein, bei der Leitungen exakt nach „Zielverdrahtung“ geführt werden – beispielsweise mehrfach von der Montageplatte in die Tür und wieder zurück. Wenn dabei zusätzlich nur der minimal erforderliche Leiterquerschnitt verwendet wird, entstehen unnötig lange Leitungswege und erhöhte Impedanzen.

Das soll keineswegs eine Aufforderung sein, nicht nach Plan zu verdrahten. Vielmehr geht es um das Bewusstsein, dass die physikalische Umsetzung genauso wichtig ist wie die logische Planung. Bereits in der Konstruktion sollte darauf geachtet werden, Stromrückführungen sinnvoll zu strukturieren.

Statt mehrere Verbraucher in Reihe durchzuverdrahten, ist es oft günstiger, eine sternförmige Struktur zu wählen – insbesondere bei Masse- bzw. 0V-Verbindungen. Eine zentrale Masseverteilung reduziert gegenseitige Beeinflussungen.

Besonders kritisch sind Analogsignale. Deren Masse sollte möglichst separat geführt werden. Andernfalls können beim Schalten größerer Verbraucher (z. B. Leistungsschütze) Spannungshübe auf der gemeinsamen Rückleitung entstehen, die sich als „Hüpfer“ oder Störungen im Analogsignal bemerkbar machen.

Ich hatte vor einigen Jahren einen ähnlichen Fall mit einem zugekauften Schaltschrank. Der Aufbau wirkte äußerlich vorbildlich und sehr ordentlich. Die Ursache lag letztlich in langen, in Reihe geführten 0,5 mm²-Leitungen mit gemeinsam genutzten Rückführungen. Erst nachdem diese durch deutlich kürzere, sternförmig aufgebaute 1 mm²-Verbindungen ersetzt wurden, war die Anlage dauerhaft stabil.

Solche Effekte sind von außen nicht sofort sichtbar, können aber erhebliche Auswirkungen haben – insbesondere bei empfindlicher Kommunikation oder Analogtechnik.
 
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@Chräshe :
Jetzt, wo du es schreibst ...
Da gibt es auch noch die Geschichte mit der Spannungsversorgung. Es werden ja gerne Ströme > 20A über eine längere Leitung mit Querschnitt 1,5mm² geführt. In der Konsequenz hat man dann am Ziel gerne schnell Spannungseinbrüche, die sogar unter die Schwelle der Module gehen, und dann oft auch einen hohen Wechselspannungsanteil ...

Im hier vorliegenden Fall gibt es also tatsächlich zahlreiche "Optionen".
 
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Das ist auch wieder so etwas "far away from Praxis" mit dem Linien-PN ...
Ich habe auch immer, wenn irgendwie möglich, eine Stern-Struktur angepeilt.
Dieser Verzicht auf Switche hat schon vielen diverse Fluchwörter entlockt die später mal an einer Anlage Änderungen durchführen sollen.

Wie kommt es zu dieser Meldungen "Nicht unterstützte Gerätekonfiguration"? hat das was mit "Umkonfigurieren des Geräts über Anwenderprogramm ermöglichen" zu tun?
 
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