TIA PLCSIM oder eine reale CPU

Martin2XK

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Hallo liebes Forum,

zum Testen meines Programmcodes verwende ich meist PLCSIM, aber bei mir passiert es häufig, dass die Verbindung abbricht und ich neu laden muss / oder TIA stürzt ab (kam aber in letzter Zeit selten vor). Ist es ratsam stattdessen eine normale CPU zu nehmen, welche fest in einem Testrack verbaut ist? Diese läuft stabil und ich muss nur einmal je Konfiguration laden. Das spart Zeit.

Was denkt ihr? Ich wollte mal allgemein fragen, was ihr besser findet.

Ich arbeite mit einer S7 1515 und TIA V19.
 
Gibt es eine Fehlermeldung bzw. wie definiert sich der TIA Absturz ?

Ich persönlich halte es für nicht verkehrt mit einer Realen CPU zu arbeiten, es gibt ja auch aus der S7-1200 Serie preiswerte Modelle.
 
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Was in der Fehlermeldung stand weiß ich nicht mehr. TIA hat ein Problem erkannt und muss beendet werden oder ähnlich, aber das kam jetzt schon lange nicht mehr vor. Ich habe eine reale CPU von einem älteren Projekt. Sie wird aktuell nicht benötigt.
 
Immer reale CPU und reales HMI.
Stimme ich zu. Ist bei uns aber relativ einfach. Für kleine Maschinen immer die gleiche 1200er und für die größeren
immer die gleiche 1500er.

Die Maschine bekommt dann immer die Büro-CPU und das Büro die neue aus dem Schaltschrank.

HMI nehmen wir größtenteils die MTP1200. Die kleinen Maschinen bekommen MTP700 bis MTP1000, lassen sich auf dem MTP1200 aber gut simulieren.
Bei größeren HMI wird's schwieriger, weil man das Bild immer hin und herschieben muss. Aber immer noch besser als der
Siemens-Simulations-Mist.
 
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PLCSIM ist dafür gedacht, schnell und unkompliziert Logik zu testen – dafür ist es absolut sinnvoll.

Wenn jedoch reale Komponenten verfügbar sind, ist eine Test-CPU im Rack aus meiner Sicht langfristig die robustere Lösung – gerade für Kommunikation, HMI und „echtes“ Laufzeitverhalten.

Sinnvoll ist außerdem, das CPU-Portfolio möglichst schlank zu halten und eher eine Nummer größer zu dimensionieren. Das vereinfacht spätere Änderungen und die Ersatzteilhaltung deutlich.

Ein regelmäßiger Tausch der Büro-/Testgeräte gegen neue Anlagenkomponenten ist ebenfalls eine gute Idee – so vermeidet man überalterte, optisch unattraktive Lagerware.
 
Ein großer Vorteil von PLCSIM ist auch, dass man ratzfatz alle E/As bedienen und beobachten kann. Das macht man mit echter Hardware wohl eher selten auf dem Schreibtisch.
 
Vielen Dank für die vielen Antworten.

Typischer Ablauf bei PLCSIM - Wenn die Verbindung abbricht:
  • Simulation neu starten
  • Verbindung neu aufbauen
  • Teilweise neu laden
  • Initialer Start: meist 1–3 Minuten
  • Bei Verbindungsproblemen: zusätzlich 1–5 Minuten
  • Bei häufigem Stop/Start: summiert sich das spürbar
  • Simulation beendet sich beim Schließen des Projekts
  • Nach Standby des PCs ist Verbindung oft weg
  • Bei Updates oder Versionswechseln zickig
  • Manchmal „Alles neu laden“-Situation

Bei einer realen CPU :

CPU ist bereits eingeschaltet
TIA öffnen
Online gehen
Änderungen laden
Verbindung bleibt stabil (bei fester IP)

Das sind so meine Erfahrungswerte
 
Um ggf. Logik zu prüfen, ist PLCSIM ganz gut. Laufzeitverhalten kann man damit jedenfalls nicht testen. Dinge, die schnell ablaufen, werden in PLCSIM langsamer ablaufen, als mit einer realen CPU.
 
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Wir haben uns vor 11 Jahren eine Test-Station in einem Rittal Datarack mit Rollen gebaut. Da ist jede SPS/CPU drauf, mit verschiedenen Bestückungen, so dass wir alles testen können. Jede Zeile hat hinten einen LSS und Verteilklemmen für 24 VDC. Für unsere Standard-Software haben wir auf der Rückseite auch einen Simulator mit Schalter und LEDs gemacht, so dass wir den Prozess nachspielen können.
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So schauts bei mir aus 🫣
Die umrichter und antriebe sind alle auf einfachen platten aufgeschraubt und elektrisch steckbar.
das spart uns wirklich einiges an zeit, wenn man man was schnell testen will.


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Bei einer realen CPU :
Ich ergänze mal die Praxisversion bei der realen CPU:
  • CPU in einem anderen IP-Bereich
  • Für die IP-Änderung brauchst du das Masterpasswort (2× eingeben, versteht sich)
  • IP vertippt → nochmal von vorne
  • CPU nicht erreichbar → Kabel vergessen zu stecken
  • Kabel steckt → falsche Netzwerkkarte ausgewählt
Dann kommt natürlich eine zweite Störung dazwischen.

Wenn du zurückkommst, ist das Notebook im Sleep und die Verbindung lässt sich ohne Neustart nicht mehr aktivieren.

Und währenddessen steht der Produktionsleiter hinter dir und fragt:
„Dauert das noch lange?“
 
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So schauts bei mir aus 🫣
Gutt sei Dank bin ich mit so nem Aufbau nicht allein (⁠*⁠﹏⁠*⁠;⁠)
Aber man braucht ja auch ein schlechtes Beispiel....

Aber ansonsten vertrete ich auch die Fraktion:
* Für einzelne Bausteine reicht PLCsim
* Für laufzeitkritische Sachen eher direkt auf HW testen
 
Ich nutze die Reale CPU und PLC Sim Advanced. Was ich irgendwie nie nutze ist PLC Sim.
Früher baute ich wie @ducati Simulationscode in die Steuerung der aktiviert wurde, sobald die Steuerung im Simulator lief. Allerdings hat man dann immer entweder zusätzlichen Code drin den das Programm sauber abschalten muss wenn es in die Reale CPU geladen wird oder man muss die Software dann nochmal anfassen und den Simulationscode rauslöschen nachdem sie abgenommen und getestet wurde.

Heute verzichte ich grösstenteils auf die integrierte Simulationssoftware und nutze PLC Sim Advanced mit Simit. Bzw wenn ich die echte CPU vorführen will (Hotstandby Redundanzumschaltungen etc) Simit mit einer Simit Unit.
übers reine Logiktesten sind wir schon länger drüber.
PLC Sim Adv läuft aber immer auf einem anderen Rechner, da brauchts einfach richtig Power sonst kommt man nichteinmal in die Nähe einer realistischen Zykluszeit.
 
Jemand, der da jetzt einsteigen will muss wohl einen anderen Weg gehen. Für die Box kam vor ein paar Tagen die Ankündigung zur Abkündigung.

Anhang anzeigen 94716
Ich glaub die Simit Unit muss sowieso sehr gut überlegt werden ob man die auch wirklich so stark nutzt. Das ding ist sehr teuer und es ist jetzt auch nicht trivial einzusetzen.

Die Simit unit ist ja wirklich nur Sinnvoll wenn man eine Echte CPU nutzen und nur das Feld simulieren will. Meistens macht die Simulation von beidem ja mehr Sinn.

Ich bin gespannt ob Siemens einen Nachfolger bringt.
 
Jemand, der da jetzt einsteigen will muss wohl einen anderen Weg gehen. Für die Box kam vor ein paar Tagen die Ankündigung zur Abkündigung.

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Ist das für SIMIT in generell, oder nur eine bestimmte Version ? Gibt es eine Nachfolger ?
Kollegen verwende SIMIT, ich nicht.
Wenn ich es korrekt verstanden habe, dann braucht man SIMIT wenn man eine 'digitale Zwilling' machen will.

Für die Simulation von die S7-1515SP Open Controller braucht man PLCSIM Advanced. Leider hatte ich Probleme damit, meistens dass ich auf mein PC nicht reale Administrator ist, das ist meine IT Abteilung. Ich habe aufgegeben und verwende jetzt eine realen CPU für die Simulation.

Die Simulations Code mache ich auch wie Ducati.
Aber nicht nur in OB1. Ich habe eine Menge Standard-FBs für typische Objekte wie Motoren, Aktuatoren, usw. Die Simulation gibt es in die FBs, damit ist die Simulation automatisch vorhanden wenn ein FB Instanz erstellt wird.

Allerdings hat man dann immer entweder zusätzlichen Code drin den das Programm sauber abschalten muss wenn es in die Reale CPU geladen wird oder man muss die Software dann nochmal anfassen und den Simulationscode rauslöschen nachdem sie abgenommen und getestet wurde.
Unproblematisch. Die Simulations Code ist immer drin. Die Bits die die Simulationscode aktiviert, werden in Startup OB zurück gesezt.
Wenn man die Simulationscode immer rauslöschen wurde, dann hat man eine zusätzliche Arbeitsgang (~Fehlerquelle) jeden mal dass man ein Programm für eine Kunde erstellt.
 
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