Sonstiges CPU Dimensionieren

Mikazuro

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Hallo Zusammen

Ich Plane eine Revision für eine kleine Anlage & muss eine geeignete CPU aussuchen. Wobei ich mir die Frage stelle, wie ich die richtige CPU für mein Projekt aussuche.
Momentan ist eine alte S5-95U in dem Schrank. Eckdaten der Anlage:

- 50 DI/50 DO
- 8 AO
- 12 Frequenzumrichter
- 2 Regler

In einer ähnlichen Anlage ist eine CPU 314C-2PN/DP verbaut. Ich möchte aber auf etwas neueres setzen & habe eine CPU1511-1PN gefunden, welche recht kostengünstig ist.
Was muss ich nun bei der Auswahl beachten, damit die CPU nicht überdimensioniert ist aber geeignet für die Steuerung?[FONT=Arial, Geneva, Helvetica, sans-serif]

[/FONT]
 
Moin Mikazuro,

beachtet werden muss u.a.:
- Bearbeitungszeit
- benötigter Speicher
- Kommunikationsmöglichkeiten

Die 1511 ist schneller als die 314, hat aber weniger Arbeitsspeicher. Ich habe mal gehört, dass die Programme in TIA deutlich mehr Speicher benötigen, als in der Classic-Welt. Deswegen müsstest Du einmal prüfen, wie viel Speicher Du benötigst, wenn die das Projekt als TIA-Version vorliegt:

https://support.industry.siemens.com/cs/document/97553417/wie-k%C3%B6nnen-sie-den-speicherbedarf-ihres-projektes-im-ladespeicher-einer-simatic-s7-1500-absch%C3%A4tzen-?dti=0&lc=de-DE


Die 314C-2PN/DP hat eine Profinet(Ethernet) und eine Profibus-Schnittstelle. Wenn Du mehr als eine Schnittstelle benötigst (z.B. für eine übergeordnete Kommunikation), bietet sich eine 1515 an. Oder eine kleinere CPU mit zusätzlicher Kommunikationskarte.

Von der 1500er-Serie gibt es zwei Kompakt-CPUs:
https://mall.industry.siemens.com/mall/de/b1/Catalog/Products/10268308?tree=CatalogTree#

VG

MFreiberger
 
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Zusätzlich zu den absolut richtigen Aussagen von MFreiberger könnte man noch eine ET200SP-CPU ins Auge fassen.
Als 1512SP mit Profinet, relativ günstig bei Bedarf mit Profibus oder zusätzlichen Netzwerkschnittstellen zu erweitern und schneller als 314C-2PN/DP.
Auch verfügbar mit Safety, falls man das integrieren möchte.
Erfahrungsgemäß hat man mit einem Retrofit von ner kleinen S5 kein Speicherproblem.
Speziell die Umrüstung der EAs ist praktischer, da man von den 95U-8er DI- oder DO-Karten 1 zu 1 auf 8er ET200SP-Karten umlegen kann.

Die ET200SP-CPU 1512SP ist dabei funktionsgleich mit einer 1511. Der Arbeitsspeicher ist leicht unterschiedlich mit 1511/150kB, 1511C/175kB, 1512SP/200kB, 1512C/250kB.

Gruß
Michael
 
Zuletzt bearbeitet:
Grundsätzlich wurde schon alles gesagt.
Meiner Meinung nach sollte die obenstehende Konfiguration mit einer 1511/1512 machbar sein, wenn keine besonderen Anforderungen dazukommen.
Was machen die 12 FUs - willst Du die Motion Control der 1500er verwenden?
Dann wären auch noch die Motion Control Ressourcen relevant.
 
Die 12 FUs Steuern einfache Bänder an. Es handelt sich um eine Anlage die Teige aufrollt. Lediglich 2 Regler sind für das Aufrollen zuständig. Diese steuern in einem Zyklus 2 Positionen an, ist aber nichts grosses. Motion Control ist bei uns weniger ein Thema.
 
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Die 12 FUs Steuern einfache Bänder an. Es handelt sich um eine Anlage die Teige aufrollt. Lediglich 2 Regler sind für das Aufrollen zuständig. Diese steuern in einem Zyklus 2 Positionen an, ist aber nichts grosses. Motion Control ist bei uns weniger ein Thema.

Hört sich an wie ein Laminator
 
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Die richtige CPU-Auswahl ist immer etwas knifflig...

- zuerst schau ich auf den Grundtyp 300er, 400er, 1500er
- dann schau ich immer auf die benötigten Schnittstellen, also Profibus, Ethernet, Profinet-IO, Modbus usw.
- dann auf die Bauform, also Advanced Controller oder Distributed Controller (ET200S ET200SP CPU), bzw. F oder C oder R oder H...
- dann je nach Anzahl der Feldgeräte auf die Größe der CPU. Das hängt aber hier stark davon ab, welchen "Programmierstil" man so pflegt. Hier schau ich, dass bei Arbeitsspeicher sowie Remanenzspeicher nach Möglichkeit mehr als 50% frei bleiben (da es sonst manchmal zu Problemen beim Laden in RUN kommt). Das sind aber eher "Erfahrungswerte"
- dann auf die notwendige Zykluszeit. Auch in der Prozessautomatisierung schau ich, dass die Zykluszeit möglichst nicht über 100ms im Normalbetrieb ohne Online-PG kommt. Wenn hier die Zykluszeit in Bereiche von 500ms vordringt, wird auch die Kommunikation zu z.B. Panel ziemlich lahm...
- Bei der Speicherkarte auch eine Größe wählen, dass mind 51% frei bleiben, auch wieder wegen Laden im laufenden Betrieb...

Also alles eher Erfahrungswerte. Grundsätzlich, wenn man einfach mit ein par UND/ODER arbeitet, reicht was kleines. Wenn man viele Monster Bibliotheksbausteine verwendet mit Monster IDBs und dann vielleicht noch integrierter Webserver, OPC usw. dann eher was größeres.

Pauschal, bei kleineren Anlagen (max 30 Feldgeräte) nehm ich oft ne 1512SP, bei größeren (30-100 Feldgeräte) ne 1515. Bei größeren + Profibus ne 1516. Generell wird bei uns am ehesten der Remanenzspeicher knapp. Wir wollen da der Einheitlichkeit halber nicht optimieren und haben alle Variablen in allen DBs remanent.

Manch einer ist auch kein Freund der SP, wegen der blöden Anschlussklemmen. Da fällt dann ne SP manchmal auch gleich raus.

Gruß.
 
Moin ducati,

das ist zwar ein klein bisschen OffTopic, aber, weil Du es schon ansprichst:

Wir wollen da der Einheitlichkeit halber nicht optimieren und haben alle Variablen in allen DBs remanent.

Habt Ihr in diesem Zusammenhang schon einmal mit einer PS 60W (6ES7505-0RA00-0AB0) gearbeitet, um den Remanenzspeicher zu erhöhen?
Wenn ja: Welche Erfahrungen habt ihr damit gemacht?
Wir sind häufig an der Grenze des verfügbaren Remanezspeichers unterwegs. Da würde so etwas ggf. schon helfen.

VG

MFreiberger
 
Hallo Freiberger,

du meinst sicher die 6ES7505-0RB00-0AB0 zur Erweiterung des Remanenzspeichers? Ist bei uns mehrfach im Einsatz und tut seinen Dienst, weil man den kompletten Speicherbereich als remanent deklarieren kann.

Grüße UDP
 
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Habt Ihr in diesem Zusammenhang schon einmal mit einer PS 60W (6ES7505-0RA00-0AB0) gearbeitet, um den Remanenzspeicher zu erhöhen?
Wenn ja: Welche Erfahrungen habt ihr damit gemacht?
Wir sind häufig an der Grenze des verfügbaren Remanezspeichers unterwegs. Da würde so etwas ggf. schon helfen.

Nee, das geht erst ab TIA V14SP1, wir setzen aber TIA V13 ein. Jedenfalls geht das aber auch nur mit der PS60WHF (6ES7505-0RB00-0AB0) und das Teil kostet 500€, da kann man auch bald ne größere CPU kaufen...
 
Moin,

Hallo Freiberger,

du meinst sicher die 6ES7505-0RB00-0AB0 zur Erweiterung des Remanenzspeichers? Ist bei uns mehrfach im Einsatz und tut seinen Dienst, weil man den kompletten Speicherbereich als remanent deklarieren kann.

Grüße UDP

Ja, die meinte ich. Danke für die Info :smile:


Nee, das geht erst ab TIA V14SP1, wir setzen aber TIA V13 ein. Jedenfalls geht das aber auch nur mit der PS60WHF (6ES7505-0RB00-0AB0) und das Teil kostet 500€, da kann man auch bald ne größere CPU kaufen...

Wir sind bei TIA 15.1.
Laut Liste kostet "Das Teil" 668€, aber:

Code:
Wir setzen eine 1515 ein. Dazu mal einen Vergleich:

CPU:             1515  1516  1617  1518
remSpeicher:      515   512   768   768    kbyte
mit PS60:        3000  5000  8000 20000    kbyte

Kosten (Liste): 2.168 3.537 4.578 6.659    €
mit PS60:       2.849 4.200 5.241 7.322    €


Also, wenn ich ab einer 1515 mehr Remanenzspeicher benötige, lohnt sich die PS60WHF allemal. Zumal der interne Speicher erst ab der 1517 einen größeren Remanenzbereich aufweist und der ist auch da "nur" 1,5x so groß.

VG

Mario
 
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