Harmonisierte Normen freier Zugang? Kleine Aktualisierung

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Normen sind gut, sofern sie öffentlich frei zugänglich sind.
Normen, die sich hinter einer Bezahlschranke befinden, fühlen sich wie Erpressung an.

Wir müssen sie einhalten, aber einfach so kopieren darf man sie nicht, wegen des Urheberrechts.
Außerdem zahlen die Kunden das am Ende. Das ist einer von vielen Gründen, weswegen Industriekomponenten so extrem teuer sind.
 
Normen sind gut, sofern sie öffentlich frei zugänglich sind.
Normen, die sich hinter einer Bezahlschranke befinden, fühlen sich wie Erpressung an.
Dein Gefühl weicht aber doch ein bisschen von dem ab wie Erpressung im deutschen StGB definiert ist:
§ 253 StGB schrieb:
(1) Wer einen Menschen rechtswidrig mit Gewalt oder durch Drohung mit einem empfindlichen Übel zu einer Handlung, Duldung oder Unterlassung nötigt und dadurch dem Vermögen des Genötigten oder eines anderen Nachteil zufügt, um sich oder einen Dritten zu Unrecht zu bereichern, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.
(2) Rechtswidrig ist die Tat, wenn die Anwendung der Gewalt oder die Androhung des Übels zu dem angestrebten Zweck als verwerflich anzusehen ist.
(3) Der Versuch ist strafbar.
(4) In besonders schweren Fällen ist die Strafe Freiheitsstrafe nicht unter einem Jahr. Ein besonders schwerer Fall liegt in der Regel vor, wenn der Täter gewerbsmäßig oder als Mitglied einer Bande handelt, die sich zur fortgesetzten Begehung einer Erpressung verbunden hat.

Wir müssen sie einhalten, aber einfach so kopieren darf man sie nicht, wegen des Urheberrechts.
Außerdem zahlen die Kunden das am Ende. Das ist einer von vielen Gründen, weswegen Industriekomponenten so extrem teuer sind.
Am Ende zahlt (fast) immer der Kunde. Ausnahmen wie die Entsorgungskosten der angeblich billigen Atomkraft bestäigen die Regel.

Wie man seiner Verantwortung nachkommen kann, wenn man normativ von dem lebt, was man aus der zurückliegenden Ausbildungszeit noch nicht vergessen hat, verstehe ich nicht. Der Status einer Elektrofachkraft setzt u. a. die Kenntnis einschlägiger Normen voraus und das erwartet optimistischerweise jeder Auftraggeber auch von seinem Auftragnehmer.

Auch ich hätte mit meinem Eintrag in der Handwerksrolle für Informationstechnik nichts dagegen wenn rein nationale und harmonisierte Normen kostenlos zugänglich wären. Dann müssten aber die Staaten die Normengebung selbst in die Hand nehmen und finanzieren. Und schwupps bezahlen es wie bei den Entsorgungskosten von Atomstrom und Rückbau von Atommeilern nicht die Kunden sondern alle Steuerzahler.

Man erkläre mir bitte, was an dem Modell gerechter oder besser sein soll?
 
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Und schwupps bezahlen es wie bei den Entsorgungskosten von Atomstrom und Rückbau von Atommeilern nicht die Kunden sondern alle Steuerzahler.
Das dürfte wohl andere Gründe haben, nämlich wenn Politiker sich Verträge von den Lobbiesten der Stromindustrie schreiben lassen. Siehe auch CumEx.

Was die Normen abgeht, ich finde auch die sollten für jeden frei zugänglich sein. Stelle mir gerade vor wie das im Straßenverkehr wäre. Es gibt neue Regeln und nur wer bezahlt bekommt sie zugestellt und kann sich danach richten.
 
Ausnahmen wie die Entsorgungskosten der angeblich billigen Atomkraft bestäigen die Regel.
Billig? Daran ist nichts billig. Das wird mit Absicht teurer gemacht und die Technologie, um verbrauchte Brennstäbe aufzubereiten und wiederzuverwenden, entwickeln die Ausländer. So kann man die radioaktive Strahlung durch die erneute Nutzung auf ~100 Jahre reduzieren.

Was man bei uns macht, ist Schwachsinn ohne Sinn und Verstand.

Offensichtlich werden Verbrechen der Politik nicht verfolgt. Es war Frau Merkel als Umweltministerin, die die Asse als Zwischenlager freigegeben hat. Sie kannte die Gefahren.

Auch ich hätte mit meinem Eintrag in der Handwerksrolle für Informationstechnik nichts dagegen wenn rein nationale und harmonisierte Normen kostenlos zugänglich wären. Dann müssten aber die Staaten die Normengebung selbst in die Hand nehmen und finanzieren.
Sobald sich Staaten einmischen, wird es ineffizient, kompliziert, langsam und viel zu teuer.

Unternehmen können das viel besser und die werden das kostenlos zur Verfügung stellen, da es ihnen selbst nutzt und nicht nur anderen.

Nur mal ein Beispiel:
Der Linux-Kernel wird mit mehr als 50% durch Unternehmen finanziert. Die Unternehmen machen das, weil sie einen Nutzen davon haben.
 
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Wie man seiner Verantwortung nachkommen kann, wenn man normativ von dem lebt, was man aus der zurückliegenden Ausbildungszeit noch nicht vergessen hat, verstehe ich nicht. Der Status einer Elektrofachkraft setzt u. a. die Kenntnis einschlägiger Normen voraus und das erwartet optimistischerweise jeder Auftraggeber auch von seinem Auftragnehmer.
Genau da wird ein Schuh draus.

Das was ich gelernt habe sollte in aller Regel reichen, wenn sich nichts grundlegendes ändert.
Klar sollte man irgendwo auf dem Stand der Technik bleiben.
Aber warum etwas plötzlich unsicher sein soll, dass davor sicher war o.ä. ist gefühlt oft auch Willkür.
Die Physik ändert sich nicht. Die Sicherheitsansprüche zum Teil schon extrem.
Mit dem Bürokratieabbau wird das so auf jeden Fall nix. Ja da zählen auch überbordende Normen dazu.
 
Mit dem Bürokratieabbau wird das so auf jeden Fall nix. Ja da zählen auch überbordende Normen dazu.

Das funktioniert nicht, weil die Industrie es unbedingt so haben will.

Manchmal ist es auch lustig, Normen zu lesen:
DIN EN ISO 81346-2-ausschnitt.png


PS: Ich hab die Norm von einer Studentin bekommen. Normalerweise muss man dafür Geld auf den Tisch legen. Genau diese Vorgehensweise kritisiere ich auch. Aber wie bereits erwähnt, die Industrie will das.
 
Die Industrie ist halt auch relativ.
Die Industrie beschwert sich auch über zu viel Bürokratie und Vorschriften. Also auch mal an die eigene Nase fassen.
Aber in dem Fall gilt halt auch die Industrie nicht gleich die Industie.
 
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Die Physik ändert sich nicht.
... die Erkenntnisse über die Physik aber doch.

BEISPIEL IEC 62305-3:
Beim Vergleich wie Trennungsabstände nach Alt- und Neu-Normen berechnet wurden oder auch dem abgelösten fixen 45° Schutzwinkel von Fangeinrichtungen kann man nachträglich nur frösteln.

Mit der Forderung nach schlankeren Normen und weniger Beiblätter rennt man bei mir eine offene Tür ein. Werden konkrete Umsetzungen mit alternativen Formulierungsvorschlägen erbeten, wird es schlagartig still. Das sollen dann andere machen, wozu aber auch immer weniger bereit sind, wenn ihnen der Zeitaufwand für Gremiensitzungen vom Arbeitgeber oder von Verbänden wie ZVEI und ZVEH (aktueller Tagegeldsatz Onlinesitzung < 2 h = 0 €, > 2 Stunden = 45 € und physische Sitzungen > 2 h 90 €) "entlohnt" wird.

Besser machen ist nützlicher als nur zu klagen.
 
Die Industrie beschwert sich auch über zu viel Bürokratie und Vorschriften.

Du musst differenzieren. Die Industrie regt sich zu Recht über die Bürokratie und Vorschriften des Staates auf. Sie regen sich nicht über die Regeln auf, die sie selbst gemacht haben. Die Normen haben schon ihre Daseinsberechtigung, die Vorschriften des Staates zum größten Teil nicht.
 
Die Industrie regt sich zu Recht über die Bürokratie und Vorschriften des Staates auf. Sie regen sich nicht über die Regeln auf, die sie selbst gemacht haben.
Da muss du differenzieren: Die anerkannten Regeln der Technik werden von den Normengremien unter Mitwirkung der Industrie aber nicht VON der Industrie SELBST gemacht.
Die Normen haben schon ihre Daseinsberechtigung, die Vorschriften des Staates zum größten Teil nicht.
Als selbständiger Handwerker wie auch als Privatperson würde ich mir eine Entbürokratisierung wünschen, aber wie in der Normengebung halten sich auch da alle Kritiker mit konkreten Alternativtexten zurück.

Dass sich das mit der (Zitat) Machtergreifung einer anderen Partei ändert, glaube ich nicht.
 
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