Trafospannungen "Springen"

Es ist nunmal so, dass auch das An- und Abschalten von Verbrauchern die Spannung beeinflusst.
Der Gesamtwiderstand der Verbraucher (Parallelschaltung) verändert sich, und damit auch die Spannung auf der Verbraucherseite, durch die Spannungsteilung zwischen Innenwiderstand Versorgung und Gesamtwiderstand Verbraucher.
Dein Diagramm zeigt regelmäßig ein Tief vormittags an Werktagen. Das wird wohl eher nicht am Energieversorger liegen.
Ein Frequenzverlauf wäre noch interessant.
 
Ich hatte früher mal einen Stufentrafo in der Nähe eines PV Parks, Nachmittags hat das EVU den Trafo geschaltet (Spannungsanpassung wegen Lastwechsel) das hat immer den Netzschutz angeregt.
Ja Trafos werden/ können Stufenschalter haben und die Spannung in Treppen ansteigen abfallen lassen, wobei dass dann idR nach meiner Erfahrung sauberer aussehen sollte.
 
Die Sprünge der Spannung um ca. 2% sind für dich was für ein Problem?
Üblicherweise darf die Spannung vom Energieversorger um 10% schwanken (207 V .. 253 V), ohne dass ein technischer Defekt oder Fehler des Energieversorgers vorliegt.
Schau nicht so genau hin und mache ein Diagramm 0-250 V, da sieht man die Sprünge fast nicht mehr ;)
 
Doch... hier der Verbrauch, und Erzeuger. Okay an der Station ist noch ein Funkmast und 2 Haushalte. Aber alle mit 35A Abgesichert. Etwas schwer zu sehen aber die Lastsprünge überschneiden sich nicht. Ich denke gut zusehen am langen Wochenende.
Was ich mitbekommen habe ist dass nun in Gegenden mit viel PV gerne Stufentansformatoren / RONT verbaut werden. Damit lässt sich das Netz feingranularer anpassen. Nachdem heute bald jeder auf seinem Eigenheim ne PV oder ein Balkonkraftwerk hat, wachsen die Anforderungen an die Netzbetreiber.
 
... Okay an der Station ist noch ein Funkmast und 2 Haushalte. Aber alle mit 35A Abgesichert...

Das ist ein typischer Fall für automatische Spannungsregler (AVR) im Niederspannungsnetz. Im Gegensatz zu einem regelbaren Ortsnetztransformator (RONT), der das ganze Niederspannungsnetz abdeckt, versorgt ein AVR nur kleinere Netzabschnitte, bei denen ansonsten die Spannungswerte nicht eingehalten werden können. Bei einer Stichleitung, die gewöhnlich am Ende des Netzes liegt, ist die Spannung in der Regel am kleinsten. In Trafonähe liegt sie hingegen schon an der Obergrenze und kann daher nicht weiter erhöht werden. Hier stellen Netzbetreiber gerne mal Schaltschränke in die Botanik, die die Spannung stetig oder in Stufen regeln. Ein mir bekannter Fall arbeitet wie ein Spartransformator bei dem über SSR mehrere Stufen automatisch geschaltet werden. Die Regelung übernimmt hier eine S7-1200.

Eine ähnliche Anwendung wäre ein Lastausgleich in einer Masche bzw. in einem Ring. Der stärker belastete Strang wird quasi an geeigneter Stelle durch eine Spannungserhöhung von dem weniger belasteten Strang unterstützt bzw. entlastet.

Unter Suchbegriffen wie "Spannungsregelung im Niederspannungsnetzt" findet man dazu zahlreiche Informationen und Anbieter.
 
Welche "Motivation" zum Eingreifen könnte ein Regler haben?
Vom Netzbetreiber festgelegte Spannungsgrenzen.
Der hier zeigt hochschalten bei ~232V und runterschalten bei ~243V.

Bei mir hier beobachte ich das bei ca. 233/247. Natürlich nur, wenn in der Richtung noch ne Stufe frei ist.
 
Welche "Motivation" zum Eingreifen könnte ein Regler haben? ...

Das ist kein Eingreife-Regler, sondern ein Regler-Regler. Da er chronisch an Unterspannung leidet, regelt er entsprechend seiner Möglichkeiten (Stufen) auf einen Sollwert von 236V mit einer Schalthysterese von +/- 2V.

Das sieht man doch ;).
 
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