TIA Vorstellung und Frage nach Ausgabe über PC-Monitor

SPS-Biene

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Schöne Grüße an alle, ich stelle mich erst mal kurz vor.
Ich bin schon eine Weile hier als Leserin und habe mich heute registriert.
Ich bin 18 Jahre alt, komme aus Thüringen und absolviere zurzeit eine Mechatroniker-Ausbildung in einem Sondermaschinenbau-Betrieb.
Da bei uns im Betrieb nur ein Mitarbeiter SPS programmiert, der auch noch 2027/28 in Rente geht, soll ich das in Zukunft übernehmen.
Mir macht das sehr viel Spaß und ich arbeite mich hier auch in meiner Freizeit ein.
Dazu habe ich von meinem Betrieb eine ganze Reihe von Hard- und Software bekommen (alles SIEMENS).

CPU 1516-3-PN, mit 32er DI und DO-Baugruppen und AI und AO-Baugruppen.
Dazu noch ein KTP 700 Basic.
Auch eine 1200er habe ich im Einsatz.
Software im Einsatz: TIA-Portal V18.
Folgende Software ist im ALM sichtbar (und noch einiges mehr):

STEP 7 Professional combo V18.0 Floating

WinCC RT Professional (4096) V18.0 Single
WinCC Unified PC (1k) RT V18.0 Single
WinCC Unified ProDiag V18.0 Single
WinCC Unified Parameter Control (PC) V18.0 Single
WinCC Unified Collaboration V18.0 Single
WinCC Unified Audit (max.) V18.0 Single
WinCC Professional (max.) Combo V18.0 Floating

WinCC RT Advanced (512) V17.0 Single
WinCC flexible /Sm@rtService for PC V1.3 Single
WinCC flexible /Sm@rtService for Panels V1.3 Single
WinCC flexible /Sm@rtAccess for PC V1.3 Single
WinCC flexible /Sm@rtAccess for Panels V1.3 Single
WinCC flexible 2008 Runtime (128) V1.3 Single
WinCC flexible /OPC-Server for PC V1.3 Single
WinCC flexible /Recipes for PC V1.3 Single
WinCC flexible /Archives for PC V1.3 Single
WinCC Recipes for RT Professional Single
WinCC Recipes for RT Advanced Single

Hard- und Software funktioniert alles perfekt und ich programmiere schon einige gute Projekte.

Vor einiger Zeit habe ich ein Gespräch mitbekommen, dass unser Programmierer gerne noch was umgesetzt hätte,
aber sich vor seiner Rente nicht mehr reinarbeiten möchte, weil er da noch keinen Plan hat.

Nun möchte ich das umsetzen. Folgende Aufgabe gibt es zu lösen, wo ich auf Anhieb auch (noch) keinen Plan habe,
obwohl ich schon einiges gelesen und mich informiert habe.
Vielleicht ist es auch ein Kinderspiel, aber ich habe noch nicht den richtigen Ansatz gefunden.

Ich möchte "einfach" Werte von meinen Variablen auf einen PC-Monitor (in Verbindung mit einem PC etc.) anzeigen und auch Werte in Variablen schreiben können.

Beispiel:
Zweck des Progs: Wenn die IST-Temperatur unter der SOLL-Temperatur fällt, soll der DO0.0 beschaltet sein (DO0.0 ist 1), wenn die Temp. wieder über der SOLL_Temp. ist, wird DO0.0 FALSE (DO0.0 ist 0). Der einfachen Erklärung habe ich hier keine Temp.-Schwingungen oder Hysterese etc. eingebaut.

Ich habe ein kleines Programm und beim Starten zeigt es auf dem HMI (KTP700) die ermittlerte Temperatur an (kommt von einem PT100 an der AI-Baugruppe).
Darunter kann ich am HMI eine Solltemperatur eingeben (wird in der Variablen "solltemp" gespeichert).
Dann gibt es noch einen START- und einen STOP-Button, der sich ja selbst erklärt.

Nun möchte ich auf einem normalen PC-Monitor mit HDMI-Anschluss folgendes realisieren:
Ich habe ein Bild für den Hintergrund erstellt. Hier sieht man einen Raum mit einen Kochkessel.
Neben dem Kessel soll es 2 Felder geben, eines zur Ausgabe des Wertes der Variablen, die die IST-Temperatur beinhaltet und ein Feld, in dass ich die SOLL-Temperatur eingeben kann.
Einen Button um den Regelprozess in gang zu setzen und einen STOP-Button.
Als "Betriebssystem" (zwischen SPS und PC-Monitor) könnte ich einen Windows-Mini-PC nehmen oder evtl. auch was mit einem Raspberry bauen.

Nun habe ich schon viel nachgelesen (auch in diesem Forum, wo es um die gleiche Umsetzung, aber ohne einen PC ging), aber nie das richtige gefunden.
Dabei sind mit immer wieder Begriffe wie Webserver, WinCC for PC, auch C++ und ähnliches über den Weg gelaufen, aber ich blicke mitlerweile nicht mehr durch.

Darum meine Frage: Wie kann ich mein Vorhaben am besten/einfachsten umsetzen.
Noch ne Info: Die Umsetzung muss keine Industriequalität aufweisen (hat sie ja angesichts der Windows-Anbindung eh nicht 100%ig), sollte aber schon einigermaßen verlässlich sein.

Bitte verzeiht mir den ellenlangen Text, ich wollte nur genug Informationen mitliefern.

Vielen Dank schon jetzt für Eure Hilfe, damit ich in Sachen SPS weiter komme ;-).

GLG
Sabine
 
wenn der PC an dem der Monitor hängt mit der PLC verbunden ist einfach die HMI Simulation starten

Ohne PC wird es mit einem dummen HDMI Monitor nix werden

Irgendwer muss ja die Werte per Ethernet aus der PLC ziehen
 
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Wenn es dauerhaft laufen soll schau die mal die Visustage / Remotestage von INSEVIS als Lösung an.

Vorteil: kostenlos, Resourcenarm, verbindet sich automatisch wieder,
Kann in die Autostart von Win10 aufgenommen werden.
schnell
auch im nur beobachten Modus startbar
Benötigt keine installierte TIA/Classic Umgebung
 
Ich bin 18 Jahre alt, komme aus Thüringen und absolviere zurzeit eine Mechatroniker-Ausbildung in einem Sondermaschinenbau-Betrieb.
[..]
Mir macht das sehr viel Spaß und ich arbeite mich hier auch in meiner Freizeit ein.
Das freut mich sehr, und herzlich willkommen in der Welt der SPS'en !

Zu die HMI Aufgabe:
Ausgabefeld für die Istwert.
Ein/Ausgabefeld für die Sollwert.
2 Buttons für Start und Stop.
Es wird sicherlich mehr dazu kommen wenn du ein bisschen mit dies arbeitet hast.

Es gibt viele Möglichkeiten um dies zu lösen.
Da die HMI Aufgabe ziemlich simpel ist, werfe ich den Vorschlag ins Spiel die WinCC Unified VoT zu verwenden. Dies ist eine Webserver auf die SPS mit den man einfache HMI Anwendungen erstellen kann. Die HMI kann dann mit einen beliebige Webzerver betrachtet werden, von jeden Gerät der mit die SPS verbinden kann. PCs, Handy's, Tablets, was auch immer.
Ehrlich gesagt habe ich keine Erfahrung damit. Und es ist etwas ganz anders als die KTP700 den du kennst. Finde es aber hochinteressant.
Und wenn ich über dies Konzept denke, dann glaube ich es hat vielmehr potential als nur kleine HMIs zu erstellen.
Es gibt auf Youtube Videos der es besser erklären kann als ich.

Links:
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Zuletzt bearbeitet:
Ich werfe jetzt mal "Node-Red" in den Raum.

Das läuft sowohl unter Windows als auch unter Linux.
Man kann recht ansehnliche Dashboards bauen, welche dann im Browser angezeigt werden können. Für die Kommunikation gibt es verschiedene Bibliotheken.
Das "Programmieren" ist auch recht einsteigerfreundlich.
 
Vielen Dank für die bisherigen Antworten. werde ich mit Sicherheit alle mal genauer ansehen.

Zu den Fragen wegen Programmumfang:
Ja klar werde ich dann auch größere Programme mit umsetzen.
Das mit der Temperaturregelung war ja nur ein kleines Beispiel.
Wenn ich ein Feld auslesen kann und auch verstehe, wie ich ein E/A-Feld erstelle, dann kann ich auch umfangreichere Progs umsetzen.
Ich habe das auch schon mal auf Montage in einer Brauerei gesehen.
Da hing eine 1500er SPS im Schaltschrank und auf dem Schreibtisch (ca. 10m weg) stand ein alter PC und ein Monitor.
Der PC wurde immer früh eingeschalten und Abends aus, auch, wenn über Nacht Bier gebraut wurde.
Die SPS lief also auch ohne dem PC und dem Monitor. Klar, dafür ist sie ja auch da.
Früh wurde der PC eingeschalten und nach kurzem sah der Bediener wieder das Hintergrundbild (2 Kessel und ca. 12 Felder (Ausgabe, E/A usw.).
Dann konnte der Bediener mit der Maus (vom PC) in die Felder klicken und dann mit der PC-Tastatur Werte eingeben, die automtisch von der SPS gelesen und in die SPS geschrieben wurden. (je nachdem ob ein Ausgabefeld oder ein E/A-Feld).
Es gab auf dem Monitor auch eine Fortschrittsanzeige, Füllstandsskalen und so weiter.

Genau da möchte ich hin kommen (also nicht in die Brauerei, sondern dieses Vorhaben für meine Zwecke umsetzen).

Vielen lieben Dank
Bine
 
Hi Bine!
Böde frage: warum nicht einfach wincc advanced pc runtime?
Kostenthema oder fehlt das know how?
Für lernen, definitiv eine gute Idée.
Für diese Aufgabe, vielleicht ein bisschen übertrieben.

Es gibt offenbar auch Lizenzen für WinCC Unified PC Runtime.
WinCC Unified wäre vielmehr Zukunftsicher in Vergleich zu WinCC Advanced. Umgekehrt WinCC Advanced ist fertigentwickelt und es gibt vielmehr Erfahrung, auch in diesen Forum.

SPS-Biene, wenn du sämtliche Lösungen ausprobieren wurde, und dies vorstellen wurde, kriegst du bestimmt einen Gold-Sterne beim Abschlussarbeit.
Kein Scherz, wenn die HMI Aufgabe nicht zu gross ist, ist es durchaus möglich.
 
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Hi Bine!
Böde frage: warum nicht einfach wincc advanced pc runtime?
Kostenthema oder fehlt das know how?
Fehlendes Wissen.
Darum habe ich auch die Lizenzen aus dem ALM mit in meinem 1. Post, dass ihr seht, was ich zur Verfügung habe.
Mehr bekomme ich leider nicht von meinem Betrieb.
Ich muss mit dem arbeiten/lernen, was ich habe (im 1. Post aufgeführt)

Wenn ich es mit "wincc advanced pc runtime" gut umsetzen kann, bräuchte ich bitte n Turtorial, quasi ne "Kurzanleitung for Dummies" :-)
Habe ich da eine Lizenz dafür?
 
Zuletzt bearbeitet:
Fehlendes Wissen.
Darum habe ich auch die Lizenzen aus dem ALM mit in meinem 1. Post, dass ihr sehr, was ich zur Verfügung habe.
Mehr bekomme ich leider nicht von meinem Betrieb.
Ich muss mit dem arbeiten/lernen, was ich habe (im 1. Post aufgeführt)

Wenn ich es wincc advanced pc runtime gut umsetzen kann, bräuchte ich bitte n Turtorial, quasi ne "Kurzanleitung for Dummies" :-)
Die lizenz dürftest du haben.

Und da du ja schon eine hmi mit dem ktp hast, sollte es mit der pc- runtime nicht mehr weit fehlen:
Neues gerät einfügen (im tia): hmi und irgendwo gibts da pc- runtime oder so.
Dann die hmi- verbindung zur cpu.
Und paar runtime einstellungen wie monitor- auflösung usw.
Und schon solltest du zeichnen können.

Und dann am windows noch die entsprechende runtime software installieren, lizenz transferieren, ip- adresse einstellen für die cpu- verbindung und hmi- projekt einspielen.

Hab grad leider keinen laptop zur hand, damit ich dir screenshots schicken könnte.
Sonnst gerne später nochmal melden, sollte es probleme geben.
Und natürlich ist fas nur eine grobe auflistung aus dem gedächtnis heraus :)
Kann schon sein, dass ich was vergessen hab…
 
Dabei sind mit immer wieder Begriffe wie Webserver, WinCC for PC, auch C++ und ähnliches über den Weg gelaufen, aber ich blicke mitlerweile nicht mehr durch.
Hallo Biene,

Erstmal scheinen Dir ja die Zusammenhänge zu fehlen, richtig?
Daher mal ganz kurz ein Abriß...
SPS --> Dort läuft nur das Programm, hat erst einmal nix mit der Visualisierung zu tun. Ist nur der Lieferant für Deine Werte und empfängt die von der Visualisierung gesendeten Werte.

HMI --> Das Mensch-Maschine-Interface, damit der Mensch mit der SPS interagieren kann.

HMI kannst Du in der Regel vollständig getrennt von der SPS ein/ausschalten.

Für das HMI gibt es die Entwicklungsumgebung und die Runtime. Die Runtime zeigt Dir die Oberfläche, die Du in der Entwicklungsumgebung programmiert hast.
Bisher waren die Visualisierungen meistens an das Endgerät gebunden, auf dem die Runtime läuft. Da wir aber mehr und mehr im Browser arbeiten, schwenken die meisten Hersteller mittlerweile auf Web-Visualisierungen um. Das heißt, Du hast einen Webserver, der mit der SPS interagiert und von dem aus Du dann im Browser (der dann irgendwo im Netzwerk sein kann, auch mobil, aber auch auf Deinem eigenen PC) die Visualisierung abrufst.
In der Regel sind das dann Bilder, z.B. SVGs, die mit Javascipt animiert werden.

Natürlich kann man sich auch komplett eine Visualisierung mit C++ selbst programmieren. Machen aber die Wenigsten. Was aber von Vorteil ist: nicht unbedingt C++, aber mal die Syntax von C kennengelernt zu haben, denn neben Javascript kommt in Scripten, die man in einer Visualisierung manchmal benötigt, häufig die C-Syntax vor.

WinCC ist der Oberbegriff bei Siemens für die Siemens-Visualisierunge. Dabei gibt es die verschiedenen Generationen und Ausbaustufen:
WinCCflexible
WinCC Basic -> Advanced -> Professional
WinCC Unified (die neueste webbased Visualisierungslösung) -> Basic -> Advanced -> Professional

Was Dir dann noch unterkommen wird, sind die Verbindungsmöglichkeiten zwischen HMI und SPS.
Hier möchte ich mal nur S7-Kommunikation und OPC erwähnen.

S7-Kommunikation ist dabei die herstellerspezifische Kommunikation von Siemens.
OPC ist ein Industriestandard, so daß auch Geräte verschiedener Hersteller miteinander sprechen können.

In der Regel benötigst Du eine Lizenz für die Entwicklungsumgebung und für die Runtime separat. Und speziell die Runtime-Lizenzen sind in der Regel geordnet nach dem Datenumfang, also genutzter Variablenanzahl. Bei Siemens sind das die Powertags. Jede genutzte Variable zur Kommunikation ist ein Powertag, vereinfacht gesagt. Deshalb versucht man z.B. Meldungen in Worten zu übertragen, um statt 16 Bool-Variablen nur 1 Word-Variable zu haben.

An jeder einzelnen Stelle dieser Beschreinbung kann man jetzt beliebig in die Tiefe gehen. Deshalb bitte nur als ganz oberflächliche Beschreibung verstehen.

Zu Deinen Lizenzen:
WinCC RT Professional (4096) V18.0 Single
WinCC Unified PC (1k) RT V18.0 Single
WinCC RT Advanced (512) V17.0 Single
WinCC flexible 2008 Runtime (128) V1.3 Single

Die vier sind Runtime-Lizenzen. Du kannst Dir also aussuchen, ob Du mit WinCCflexible (altes System), mit WinCC Advanced (Leitsystem), WinCC Professional (Panel-Visualisierung am PC) oder WinCC Unified Dein HMI aufbauen möchtest. In den Klammern hinter den Lizenzen ist die Anzahl Powertags (s.o.).

Ich persönlich würde Dir empfehlen, mit WinCC Unified zu üben, weil das das aktuelle System ist.
Dazu benötigst Du dann für die Entwicklung die WinCC Professional (max.) Combo V18.0 Floating Lizenz.
 
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Die lizenz dürftest du haben.

Und da du ja schon eine hmi mit dem ktp hast, sollte es mit der pc- runtime nicht mehr weit fehlen:
Neues gerät einfügen (im tia): hmi und irgendwo gibts da pc- runtime oder so.
Dann die hmi- verbindung zur cpu.
Und paar runtime einstellungen wie monitor- auflösung usw.
Und schon solltest du zeichnen können.

Und dann am windows noch die entsprechende runtime software installieren, lizenz transferieren, ip- adresse einstellen für die cpu- verbindung und hmi- projekt einspielen.

Hab grad leider keinen laptop zur hand, damit ich dir screenshots schicken könnte.
Sonnst gerne später nochmal melden, sollte es probleme geben.
Und natürlich ist fas nur eine grobe auflistung aus dem gedächtnis heraus :)
Kann schon sein, dass ich was vergessen hab…
Vielen Dank, das ist sehr aufschlussreich.
Eine (vielleicht wichtige) Info noch:
Ich habe zwar ein HMI KTP700Basic hier bei mir.
Wenn das Ganze aber mal zum Einsatz kommen sollte, dann würde das so aussehen:

Ich schreibe ein Programm für eine z.B. 1200er oder 1500er Steuerung und setze das Ganze um.
In dieser Zeit habe ich das HMI zur Verfügung.
Dann wird der PC mit PC Monitor eingebunden.
Ab da soll das Ganze dann alleine, also ohne HMI laufen.
Den PC schalte ich ein, wenn ich ihn brauche.
Ab da kann ich Daten von der SPS lesen und auch schreiben.
Die SPS macht tagein tagaus das, was sie soll (das Programm abarbeiten).
Wenn ich was ändern will (im "Code"), schließ ich meinen Laptop an und übertrage das geänderte Programm.
Danach kommt der Laptop wieder weg und die SPS läuft und zeigt mir weiter die daten auf dem PC-Monitor an.

So, wie ich die Brauerei HIER beschrieben habe.

Also das HMI von Siemens wäre nicht an der fertigen Steuerung. Dafür gäbe es dann den PC-Monitor.
 
Vielen Dank, das ist sehr aufschlussreich.
Eine (vielleicht wichtige) Info noch:
Ich habe zwar ein HMI KTP700Basic hier bei mir.
Wenn das Ganze aber mal zum Einsatz kommen sollte, dann würde das so aussehen:

Ich schreibe ein Programm für eine z.B. 1200er oder 1500er Steuerung und setze das Ganze um.
In dieser Zeit habe ich das HMI zur Verfügung.
Dann wird der PC mit PC Monitor eingebunden.
Ab da soll das Ganze dann alleine, also ohne HMI laufen.
Den PC schalte ich ein, wenn ich ihn brauche.
Ab da kann ich Daten von der SPS lesen und auch schreiben.
Die SPS macht tagein tagaus das, was sie soll (das Programm abarbeiten).
Wenn ich was ändern will (im "Code"), schließ ich meinen Laptop an und übertrage das geänderte Programm.
Danach kommt der Laptop wieder weg und die SPS läuft und zeigt mir weiter die daten auf dem PC-Monitor an.

So, wie ich die Brauerei HIER beschrieben habe.

Also das HMI von Siemens wäre nicht an der fertigen Steuerung. Dafür gäbe es dann den PC-Monitor.
Ok. Sollte auch genau für das sein (was ich oben beschrieben hab).
 
Also das HMI von Siemens wäre nicht an der fertigen Steuerung. Dafür gäbe es dann den PC-Monitor.
Dafür bereitest Du einen PC vor, i.d.R. Windows, auf dem die Runtime läuft.
Diese Runtime-Umgebung kannst Du dann laden, wie ein Touchpanel.
Dann läuft auf Deinem Windows quasi nur das eine Programm: Die Visualisierung.

Ein "PC-Monitor" kann keine Visualisierung anzeigen, weil Du immer die Runtime oder (bei webbasierten HMIs) wenigstens einen Browser benötigst.
 
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Wenn ich es mit "wincc advanced pc runtime" gut umsetzen kann, bräuchte ich bitte n Turtorial, quasi ne "Kurzanleitung for Dummies" :-)
Habe ich da eine Lizenz dafür?
Du hast die Runtime Lizenzen für WinCC Advanced 512 Tags, und Recipes und Logging.
Ich glaube dass die Lizenz für WinCC Professional, auch die Programmierung von WinCC Advanced in TIA freigibt.

Für dummies ist schwierig. Tip: Versuche nicht einfach nach "WinCC Advanced getting started" zu googeln. Es erscheint viele falsche Treffer die nur verwirren.
Hier ist eine Video wie man es in TIA zuerst aufsetzt.
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Und da du ja schon eine hmi mit dem ktp hast, sollte es mit der pc- runtime nicht mehr weit fehlen:
Neues gerät einfügen (im tia): hmi und irgendwo gibts da pc- runtime oder so.
Dann die hmi- verbindung zur cpu.
Und paar runtime einstellungen wie monitor- auflösung usw.
Und schon solltest du zeichnen können.

Und dann am windows noch die entsprechende runtime software installieren, lizenz transferieren, ip- adresse einstellen für die cpu- verbindung und hmi- projekt einspielen.

Hab grad leider keinen laptop zur hand, damit ich dir screenshots schicken könnte.
Sonnst gerne später nochmal melden, sollte es probleme geben.
Und natürlich ist fas nur eine grobe auflistung aus dem gedächtnis heraus :)
Kann schon sein, dass ich was vergessen hab…
Vielen Dank, das ist sehr aufschlussreich.
Eine (vielleicht wichtige) Info noch:
Ich habe zwar ein HMI KTP700Basic hier bei mir.
Wenn das Ganze aber mal zum Einsatz kommen sollte, dann würde das so aussehen:

Ich schreibe ein Programm für eine z.B. 1200er oder 1500er Steuerung und setze das Ganze um.
In dieser Zeit habe ich das HMI zur Verfügung.
Dann wird der PC mit PC Monitor eingebunden.
Ab da soll das Ganze dann alleine, also ohne HMI laufen.
Den PC schalte ich ein, wenn ich ihn brauche.
Ab da kann ich Daten von der SPS lesen und auch schreiben.
Die SPS macht tagein tagaus das, was sie soll (das Programm abarbeiten).
Wenn ich was ändern will (im "Code"), schließ ich meinen Laptop an und übertrage das geänderte Programm.
Danach kommt der Laptop wieder weg und die SPS läuft und zeigt mir weiter die daten auf dem PC-Monitor an.

So, wie ich die Brauerei HIER beschrieben habe.
Hallo Biene,

Erstmal scheinen Dir ja die Zusammenhänge zu fehlen, richtig?
Daher mal ganz kurz ein Abriß...
SPS --> Dort läuft nur das Programm, hat erst einmal nix mit der Visualisierung zu tun. Ist nur der Lieferant für Deine Werte und empfängt die von der Visualisierung gesendeten Werte.

HMI --> Das Mensch-Maschine-Interface, damit der Mensch mit der SPS interagieren kann.

HMI kannst Du in der Regel vollständig getrennt von der SPS ein/ausschalten.

Für das HMI gibt es die Entwicklungsumgebung und die Runtime. Die Runtime zeigt Dir die Oberfläche, die Du in der Entwicklungsumgebung programmiert hast.
Bisher waren die Visualisierungen meistens an das Endgerät gebunden, auf dem die Runtime läuft. Da wir aber mehr und mehr im Browser arbeiten, schwenken die meisten Hersteller mittlerweile auf Web-Visualisierungen um. Das heißt, Du hast einen Webserver, der mit der SPS interagiert und von dem aus Du dann im Browser (der dann irgendwo im Netzwerk sein kann, auch mobil, aber auch auf Deinem eigenen PC) die Visualisierung abrufst.
In der Regel sind das dann Bilder, z.B. SVGs, die mit Javascipt animiert werden.

Natürlich kann man sich auch komplett eine Visualisierung mit C++ selbst programmieren. Machen aber die Wenigsten. Was aber von Vorteil ist: nicht unbedingt C++, aber mal die Syntax von C kennengelernt zu haben, denn neben Javascript kommt in Scripten, die man in einer Visualisierung manchmal benötigt, häufig die C-Syntax vor.

WinCC ist der Oberbegriff bei Siemens für die Siemens-Visualisierunge. Dabei gibt es die verschiedenen Generationen und Ausbaustufen:
WinCCflexible
WinCC Basic -> Advanced -> Professional
WinCC Unified (die neueste webbased Visualisierungslösung) -> Basic -> Advanced -> Professional

Was Dir dann noch unterkommen wird, sind die Verbindungsmöglichkeiten zwischen HMI und SPS.
Hier möchte ich mal nur S7-Kommunikation und OPC erwähnen.

S7-Kommunikation ist dabei die herstellerspezifische Kommunikation von Siemens.
OPC ist ein Industriestandard, so daß auch Geräte verschiedener Hersteller miteinander sprechen können.

In der Regel benötigst Du eine Lizenz für die Entwicklungsumgebung und für die Runtime separat. Und speziell die Runtime-Lizenzen sind in der Regel geordnet nach dem Datenumfang, also genutzter Variablenanzahl. Bei Siemens sind das die Powertags. Jede genutzte Variable zur Kommunikation ist ein Powertag, vereinfacht gesagt. Deshalb versucht man z.B. Meldungen in Worten zu übertragen, um statt 16 Bool-Variablen nur 1 Word-Variable zu haben.

An jeder einzelnen Stelle dieser Beschreinbung kann man jetzt beliebig in die Tiefe gehen. Deshalb bitte nur als ganz oberflächliche Beschreibung verstehen.

Zu Deinen Lizenzen:
WinCC RT Professional (4096) V18.0 Single
WinCC Unified PC (1k) RT V18.0 Single
WinCC RT Advanced (512) V17.0 Single
WinCC flexible 2008 Runtime (128) V1.3 Single

Die vier sind Runtime-Lizenzen. Du kannst Dir also aussuchen, ob Du mit WinCCflexible (altes System), mit WinCC Advanced (Leitsystem), WinCC Professional (Panel-Visualisierung am PC) oder WinCC Unified Dein HMI aufbauen möchtest. In den Klammern hinter den Lizenzen ist die Anzahl Powertags (s.o.).

Ich persönlich würde Dir empfehlen, mit WinCC Unified zu üben, weil das das aktuelle System ist.
Dazu benötigst Du dann für die Entwicklung die WinCC Professional (max.) Combo V18.0 Floating Lizenz.

Vielen Dank für die ausführliche Darstellung.

Zitat: "Ich persönlich würde Dir empfehlen, mit WinCC Unified zu üben, weil das das aktuelle System ist."

was meinst du, wie kann ich mich da am besten einarbeiten? Wo fange ich an?
Verstehe nämlich schon nicht, was ich da von SIEMENS auf meinem Mini-PC installieren müsste und wo ich das ganze Aussehen für den PC-Monitor erstelle.
Auf dem Laptop, auf dem ich das TIA-Portal habe oder auf dem Mini-PC, der dann am Schluss alles über den PC-Monitor visualisiert?

Bis jetzt habe ich es so gemacht:

TIA-Portal geöffnet
Hardware für mein neues Projekt angelegt (Steuerung, Baugruppen, HMI)
im TIA-Portal das Programm geschrieben
im TIA-Portal das HMI (KTP700Basic) "programmiert"
"Programm" in die Steuerung übertragen
alles getestet

Den Sprung, wo ich nicht mehr das HMI programmiere sondern was am Mini-PC mache, damit dieser alles auf dem Mini-PC-Monitor ausgibt, diesen Sprung schaffe ich gerade nicht.
 
Deshalb hatte ich Dir die INSEVIS Lösung vorgeschlagen.

Du projektierst ein Bild. Import der Variablen aus deinem TIA Projekt. Die Variablen müssen in einem nicht optimierten DB od. Merkerbereich stehen.

Dann übersetzt Du das. Die Bin-Datei öffnet man mit der Remotestage auf einem x-beliebigen Rechner und schaltet das online. Fertig.

Wenn Du soweit bist, hast Du auch das wissen wie man bei anderen Systemen vorgeht.

Videos zur Anleitung gibts im Netz
 
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Den Sprung, wo ich nicht mehr das HMI programmiere sondern was am Mini-PC mache, damit dieser alles auf dem Mini-PC-Monitor ausgibt, diesen Sprung schaffe ich gerade nicht.
Indem du die pc- runtime software von siemens am pc installiertst, wird dieser zu deinem hmi- gerät. So wie ein natives touchpanel auch. Da läuft ja einfach gesagt auch nur eine runtime drauf.

Und dann spielst am pc einfach das hmi ein, so wie am panel auch.
Da ist wirklich nicht mehr dahinter.
 
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