TIA FDBACK Baustein und Pneumatik

david

Level-2
Beiträge
51
Reaktionspunkte
5
Zuviel Werbung?
-> Hier kostenlos registrieren
Hallo zusammen,

folgendes Problem: Unsere Pneumatik benötigt etwa 4 Sekunden, um Druck aufzubauen.
Kritisch ist aber die Überwachung, dass der Druck in weniger als 1 Sekunde abfallen muss.

Der FDBACK Baustein kann standardmäßig nur eine Zeit für beide Richtungen.

Stelle ich 1 Sekunde ein, ist natürlich beim Einschalten die Sekunde überstrichen und ich bekomme einen Fehler.
4 Sekunden einzustellen ist auch keine Option, da wir die Abschaltzeit von 1 Sekunde überwachen müssen.

Wie habt ihr das gelöst?
 
Wird die Abschaltzeit überschritten, geht FDBACK auf Störung und das nächste Einschalten ist gesperrt solange die Störung nicht mit einer Flanke quittiert ist.
Sowas kann man auch zusätzlich zum FDBACK programmieren.
 
Kann man am FD_BACK am Zeiteingang Variablen aufschalten? Dann könnte man diese Variable auch mit der Einschaltbedingung verändern.
 
FDBACK: Rückführkreisüberwachung (STEP 7 Safety V15.1)
Die Beschaltung des Freigabeeingangs "EN" bzw. des Freigabeausgangs "ENO" ist nicht möglich. Somit wird die Anweisung (unabhängig vom Signalzustand am Freigabeeingang "EN") immer ausgeführt.
Das ist im Sicherheitsprogramm nicht möglich. Kommt mir auch nicht schön vor, eher programmiere ich die Zeit variabel, da ich nicht in den Baustein schauen kann wie genau die Zeit benutzt wird, könnte das etwas schwierig werden.
 
Zuviel Werbung?
-> Hier kostenlos registrieren
Eine ganz revolutionäre Idee:;)
Bevor man stundenlang nach einer fertigen Lösung sucht, programmiert was den erforderlichen Baustein selbst.
Gruß
Erich
Bei „normalen“ Baustein ganz klar … Bei Safety gibt es einen kleinen Unterschied.
FDBACK ist ein zertifizierter / validierter Baustein.
Machst du dir deinen eigenen Baustein, dann musst du genau genommen den Baustein validieren.
Und das ist Aufwand verbunden.
Daher kann ich den TE schon verstehen, dass er nachfrägt
 
Bei „normalen“ Baustein ganz klar … Bei Safety gibt es einen kleinen Unterschied.
FDBACK ist ein zertifizierter / validierter Baustein.
Machst du dir deinen eigenen Baustein, dann musst du genau genommen den Baustein validieren.
Und das ist Aufwand verbunden.
Daher kann ich den TE schon verstehen, dass er nachfrägt
Gleichzeitig sollte das Safetyprogramm so einfach wie moeglich sein, schliesslich muss es ein anderer Programmierer bei der Validierung auch verstehen koennen um es abzunehmen.
So eine Umschalterei von Bausteinen passt nicht zu dieser Philosophie, daher wird es im Safety wohl auch unterbunden.
 
Zuletzt bearbeitet:
Aber das alles hilft dem Threadersteller auch nicht wirklich weiter.
Ich benutze den FDBACK-Baustein ganz normal mit der Zeit, wie lange die Luft zum Einschalten braucht. Also bei dir vier Sekunden plus ein bisschen Toleranz. Dadurch ist schonmal die Einschaltung sicher ueberwacht, und die Abschaltung auch, nur mit der falschen zeit.
Dann machst du dir noch einen Baustein zum Ueberwachen der Abschaltung. Der enthaelt dann nur die Logik "Aktor Luft ist aus, Zeit laeuft, Zeit wird gestoppt wenn Rueckmeldung Luft ist aus da. Wenn Zeit abgelaufen, setze Fehler." Und ein Eingang zum ruecksetzen der Fehler.

Den zweiten Baustein muss man sich dann validieren (lassen, im Idealfall). Der ist dann aber so einfach, das es nicht viel Zeit kostet.

Das ist im Sicherheitsprogramm nicht möglich. Kommt mir auch nicht schön vor, eher programmiere ich die Zeit variabel, da ich nicht in den Baustein schauen kann wie genau die Zeit benutzt wird, könnte das etwas schwierig werden.
Das geht genau genommen auch nicht so einfach. Auch der EN-Eingang des Move-Bausteins darf man im Safety nicht beschalten. Man koennte zwar sicher als Workaround mit Sprung drueberspringen und sich so das EN basteln, aber sowas will doch auch niemand in seinem Sicherheitsprogramm haben. Wird auch von Siemens im Safety Styleguide empfohlen die Spruenge nicht zu verwenden, wenn man es vermeiden kann. (Wundert mich schon das es die Sprungmoeglichkeit im Safety ueberhaupt gibt. Vermutlich damit alles Abwaertskompatibel ist bis in die 90er Jahre)
Oder man belegt sich die Zeit ausserhalb des Safetyprogramms und uebergibt sie dann in das Safetyprogramm. So ganz richtig und im Sinne des Erfinders ist das aber nicht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Zuviel Werbung?
-> Hier kostenlos registrieren
Ich würde den FDBACK Baustein auf die 4s stellen und den Druckabfall beim ausschalten nochmal separat überwachen. Einfach einen F_TON mit 1s mit den entsprechenden Bedingungen, "Ventil=FALSE" & "Rückmeldung Druck=FALSE", verschalten. Der Druckschalter muss ja bei 0 bar ein High Signal liefern damit bei Drahtbruch die Steuerung vom gefährlichen Zustand ausgeht. Den Ausgang von Timer dann auf den Eingang S eines RS Bausteins. Auf den Eingang R dann das Signal zum quittieren des Fehlers. Mit dem Status des RS Gliedes kannst du dann deine nachfolgende Reaktionen ausführen, quasi verodern mit dem Fehlerausgang vom FDBACK Baustein.
 
Ich würde den FDBACK Baustein auf die 4s stellen und den Druckabfall beim ausschalten nochmal separat überwachen. Einfach einen F_TON mit 1s mit den entsprechenden Bedingungen, "Ventil=FALSE" & "Rückmeldung Druck=FALSE", verschalten. Der Druckschalter muss ja bei 0 bar ein High Signal liefern damit bei Drahtbruch die Steuerung vom gefährlichen Zustand ausgeht. Den Ausgang von Timer dann auf den Eingang S eines RS Bausteins. Auf den Eingang R dann das Signal zum quittieren des Fehlers. Mit dem Status des RS Gliedes kannst du dann deine nachfolgende Reaktionen ausführen, quasi verodern mit dem Fehlerausgang vom FDBACK Baustein.
Jap, ganz genau. Vermutlich braucht man das bei jeder Anlage immer wieder, daher wuerde ichs das in einem eigenen Baustein machen und den Validieren.
 
Ich würde den FDBACK Baustein auf die 4s stellen und den Druckabfall beim ausschalten nochmal separat überwachen. Einfach einen F_TON mit 1s mit den entsprechenden Bedingungen, "Ventil=FALSE" & "Rückmeldung Druck=FALSE", verschalten. Der Druckschalter muss ja bei 0 bar ein High Signal liefern damit bei Drahtbruch die Steuerung vom gefährlichen Zustand ausgeht. Den Ausgang von Timer dann auf den Eingang S eines RS Bausteins. Auf den Eingang R dann das Signal zum quittieren des Fehlers. Mit dem Status des RS Gliedes kannst du dann deine nachfolgende Reaktionen ausführen, quasi verodern mit dem Fehlerausgang vom FDBACK Baustein.
Ich denke mal dass da ein wenig mehr Funktionalität dazugehört:
Fehlerfall: Das Ausschalten erfolgt nicht innerhalb der definierten Zeit.
Klar erstmal Störmeldung.
Aber nach der Quittierung muss meines Erachtens sowas wie ein Testzyklus für das nächste Einschalten angefordert werden.
Also Einschalten -> Ausschalten. Nur wenn das Ausschalten in der richtigen Zeitspanne dann ok ist, wird die Anlage freigegeben.

Ich versuche bei Pneumatik / Hydraulik Sicherheitsfunktionen Druckschalter zu vermeiden und setzte da lieber auf Ventile mit Stellungsüberwachung oder bei Pneumatik auf Festo MS6-SV.
 
Zurück
Oben