Step 7 S7 400 kompletter Programmverlust nach Stromabschaltung

tobitobson

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Hallo zusammen,

wir hatte gestern eine 2 stündige Stromabschaltung im Werk. Nach Wiederkehr der Spannung war eine S7 416F-3 komplett leer. Die Pufferbatterien wurden erst im August diesen Jahres getauscht und hatten beide noch 3,66V. An diesen sollte es nicht gelegen haben. Ich habe mal die Diagnosedatei angehängt.
8:38 war die Abschaltung und 10:49 kam der Strom wieder.

In dieser Meldung wird das Urlöschen angefordert. Kann mir jemand erklären warum das so ist und wie sich sowas verhindern lässt?

Ereignis 47 von 120: Ereignis-ID 16# 6523
Urlöschanforderung durch Fehler bei Zugriff auf Modul
Betriebszustand: STOP (intern)
interner Fehler, kommendes Ereignis
10:49:57.976 22.12.2025
(Kodierung: 16# 6523 FF04 007A 0AF6 D2DE 0000)
 

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Da ist ja einiges im Argen in der HW Konfig:
1. die ganzen PEW Zugriffsfehler (Ereignis 56-120)
2. Ereignis 52 Problem mit Stromversorgung
3. Ereignis 48 CRC-Fehler DB2906
4. warum sind da so viele Lücken auf dem Rack?

verhindern: Alle fehler bereinigen, Testen, evtl. defekte Baugruppen tauschen.
 
Ich kenn das Thema im Zusammenhang mit den Netzteilen.
Bei uns wurden etliche 400er Netzteile getauscht.
passt vielleicht zu dem hier:
Ereignis 52 von 120: Ereignis-ID 16# 5961
Parametrierfehler bei CPU-Baugruppenparametern
Parameter: Stromversorgung
Fehlerart: Typkennung nicht Istkennung
Betriebszustand: STOP (intern)
externer Fehler, kommendes Ereignis
10:49:47.613 22.12.2025
(Kodierung: 16# 5961 FF04 C17B 0001 0000 0C07)
 
Also die Anlage läuft eigentlich recht problemlos seit 2014. Ich habe dann ein Backup aufgespielt, Aktualdaten aus der Visu zurückspielen können und nun geht alles wieder. Da scheint also nichts kaputt zu sein. Aber wäre halt wichtig zu wissen warum das passiert ist.

Was mir beim Pufferbatteriewechsel bei all unsere 400ern aufgefallen ist, dass es nach dem Zuschalten der Batterieüberwachung immer ne 50/50 Chance gibt, dass ein Batteriefehler kommt. Dann schalte ich die Überwachung aus, Batterie raus, wieder rein, Überwachung aktivieren und dann kommt in der Regel kein Fehler mehr.
 
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Da liegt doch immer son Zettelchen bei, das man die Batterien kurz kurschließen soll, um den Fehler zu umgehen.
Oder habe ich das Falsch in Erinnerung?

edit: Laut Handbuch: Die PS einfach mal machen lassen.
Automatisierungssysteme S7-400, M7-400 Aufbauen
6.8 Pufferbatterie einlegen (Option) > Abbau der Passivierungsschicht
 
Zuletzt bearbeitet:
Da ist ja einiges im Argen in der HW Konfig:
1. die ganzen PEW Zugriffsfehler (Ereignis 56-120)
2. Ereignis 52 Problem mit Stromversorgung
3. Ereignis 48 CRC-Fehler DB2906
4. warum sind da so viele Lücken auf dem Rack?

verhindern: Alle fehler bereinigen, Testen, evtl. defekte Baugruppen tauschen.
Der CRC-Fehler kann auch eine Folge des Netzteilfehlers sein.
Die Lücken sind bei ner 400er eigentlich egal.

Auf jeden Fall ist hier Testen angesagt.
 
Ja wir werden das auf jedenfall noch testen, bevor die Produktion wieder anläuft. Mindestens die 2h werden wir ausschalten. Und ja es lief alles ohne rote LEDs.
Bei den Pufferbatterien lag kein Zettel dabei. Bei nem Netzwischer hat diese CPU auch noch nie Probleme gemacht. Da gibts ganz andere, zB 318er mit USV Versorgung die bei Netzwischer trotzdem spinnt. Aber das ist ne andere Geschichte.
 
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aber die PEW-Fehler deuten darauf hin, dass da evtl. was ausgebaut wurde, aber die SW nicht angepasst...
Sind die PEW-Fehler während des Stromausfalls? Es könnte normal sein, dass bei Stromausfall Profibus-Teilnehmer fehlen ...
 
Sind die PEW-Fehler während des Stromausfalls? Es könnte normal sein, dass bei Stromausfall Profibus-Teilnehmer fehlen ...
(y) vielleicht ja

Ereignis 54 von 120: Ereignis-ID 16# 4300
NETZ-EIN gepuffert
Initialisierungsinformation: Initialisierung nach NETZ-EIN (gepufferte CPU)
Bisheriger Betriebszustand: SPANNUNGSLOS
Angeforderter Betriebszustand: STOP (Eigeninitialisierung)
kommendes Ereignis
10:49:44.484 22.12.2025
(Kodierung: 16# 4300 FFF3 CE00 0000 0001 0000)


Ereignis 55 von 120: Ereignis-ID 16# 494E
Netzausfall
Bisheriger Betriebszustand: RUN
Angeforderter Betriebszustand: SPANNUNGSLOS
externer Fehler, kommendes Ereignis
08:38:16.481 22.12.2025
(Kodierung: 16# 494E FF8F 0000 0000 0000 0000)


Ereignis 56 von 120: Ereignis-ID 16# 2943
Peripherie-Zugriffsfehler, schreibend
P-Bereich , Bytezugriff, Zugriffsadresse: 746
FC-Nummer: 174
Bausteinadresse: 1264
Angeforderter OB: Peripheriezugriffsfehler-OB (OB 122)
Prioritätsklasse: 1
externer Fehler, kommendes Ereignis
08:38:16.475 22.12.2025
(Kodierung: 16# 2943 017A 8C10 02EA 00AE 04F0)
 
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Die CPU hat selbständig das urlöschen angefordert und ausgeführt. Grund isteine Inkonsistenz im PB. Das hatten wir auch schon mit einem FU der über ein anybus Modul angeschlossen war oder so (glaube ich, ist schon einpaar Jahre her). Laut S ist das ein Schutzmechanismus der in bestimmten Fällen die Anlage schützen soll. Mit der Batterie hat das nichts zu tun.
 
Die CPU hat selbständig das urlöschen angefordert und ausgeführt. Grund isteine Inkonsistenz im PB.
Mit "PB" meinst du Profibus?
Ich glaube nicht, dass das Urlöschen hier im Thema irgendwas mit Profibus zu tun hatte.
Zuerst war ein Problem bei der Parametrierung der Stromversorgung (Ereignis 52). Dann wurde ein "Bitkipper" in einer Baustein-CRC festgestellt (Ereignis 48). Deshalb wurde dann Urlöschen angefordert (Ereignis 47).
 
Ich glaube nicht, dass das Urlöschen hier im Thema irgendwas mit Profibus zu tun hatte.
Zuerst war ein Problem bei der Parametrierung der Stromversorgung (Ereignis 52). Dann wurde ein "Bitkipper" in einer Baustein-CRC festgestellt (Ereignis 48). Deshalb wurde dann Urlöschen angefordert (Ereignis 47).

Sehe ich auch so.
Wir hatten schon genügend Profibus-Probleme und nie war bei einer 400er Urlöschen angefordert.
Je nachdem was an Fehler-OBs programmiert ist, gibt es halt einen AG-Stopp.

Mit den breiten Netzteilen hatten wir auch schon genügend Ärger und da war die CPU eigentlich immer gelöscht. Und das unabhängig vom Batteriezustand.
 
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